16. Juni 2016

Vom Winde geweht

Hawaii, Australien, Karibik – Windsurf-Legende und Mercedes-Benz Markenbotschafter Bernd Flessner hat die ganze Welt gesehen. Im Interview verrät er, warum er gerade die ostfriesische Insel Norderney zu seinem Lieblings-Surfrevier erkoren hat und gibt Tipps für einen Urlaub.

Was lieben Sie an der Nordsee?

Die Vielseitigkeit der Natur, man weiß nie genau, was wettertechnisch los ist, das macht es so spannend. Man muss die Nordsee einfach mal selbst erlebt haben, fühlen, sehen, riechen und schmecken – ein einzigartiges Erlebnis. Außerdem sind ihre Strände der größte Sandkasten der Welt, das ist doch fantastisch. Ich mag auch die Sauberkeit und den körperlichen und seelischen Erholungsfaktor. Wer die Eigenarten der Nordsee zu schätzen weiß, kommt immer wieder hierher.

Welches sind Ihre Lieblingsstrände?

Die von Norderney natürlich – diese ostfriesische Insel ist meine Heimat, da bin ich geboren und aufgewachsen und dort lebe ich mit meiner Familie. An der Nordseite der Insel gibt es einen Sandstrand mit einer Länge von 14 Kilometern. Außerdem kommt auf Norderney das Inselflair besonders rüber. Sylt ist toll, aber mein Herz hängt an Norderney.

Und wo findet man die besten Surfreviere?

Ich war immer an den schönsten Plätzen der Welt unterwegs und immer am Strand, besser geht es nicht. Auf Sylt habe ich meine größten Erfolge gefeiert, aber das beste Surfrevier an der Nordsee ist auf Norderney, der Wind kommt hier sideshore (Wind von der Seite), das ist perfekt, auch für Anfänger. Deswegen hatte ich Glück, dass ich hier aufgewachsen bin. Auf Sylt ist der Wind oft auflandig, deswegen ist es dort schwieriger.

Sie haben Ihrer Mutter zuliebe auch etwas »Anständiges« gelernt. Würden Sie einem Jungen, der Surfprofi werden möchte, heute dasselbe raten?

Windsurfen hatte in den 80er-/90er-Jahren seine Hochzeit und war dementsprechend wirtschaftlich viel stärker. Das gilt auch für die Gehälter. Aber ich würde ihm sagen »Probier’s aus!« Denn Windsurfen ist super für die eigene Entwicklung, du musst viel selbst organisieren, bist viel unterwegs und lernst neue Menschen kennen. Außerdem muss man lernen, mit den Naturgewalten klarzukommen. Das hätte mir keine andere Sportart bieten können.

Mercedes-Benz Markenbotschafter Bernd Flessner beim Windsurf World Cup Sylt.

Wenn man sich entscheidet, dem Surfen professionell nachzugehen, gibt man sein Leben für den Sport auf. Und das in einer Lebensphase, in der normalerweise wichtige Weichen für die Zukunft gestellt werden. Deswegen würde ich raten, es zwei bis drei Jahre zu probieren, länger nicht. Wenn man dann keinen Erfolg hat und nicht von dem Geld leben kann, sollte man es lassen. Es gibt nur noch circa fünf Vollprofis in Deutschland.

Sie haben Ihren Traum verwirklicht und durchquerten auf dem Surfbrett einmal die deutsche Bucht von Norderney nach Sylt. Gibt es eine weitere Strecke, die Sie gerne mal zurücklegen würden?

Ich würde niemals nie sagen, ich habe so meine Ideen ... Aber es ist nichts konkret geplant.

Die Segel setzen: Bernd Flessner surft der Fähre entgegen, die seine neue Mercedes-Benz V-Klasse nach Norderney bringt. Am wichtigsten ist für den 39-fachen deutschen Meister das Platzangebot „Die Sitze lassen sich leicht aus- und einbauen, so bin ich total flexibel, was mein Gepäck angeht, egal ob ich meine Kinder dabei habe oder nur Surfgepäck transportiere.“

Fünf Tipps von Bernd Flessner für den perfekten Norderney-Urlaub

Fotos: © Daimler AG, © Thorsten Indra, © Carsten Heidmann Fotografie, © neysPLACE Norderney, © Georgshöhe Norderney, © Surfcafé Norderney, © Hajo König, © Surfschule Norderney

Die Happy Surfschule auf Norderney

Happy Surfschule Norderney

»Die machen ihren Job super und es wurde sehr viel Liebe in die gesamte Anlage gesteckt«, sagt Experte Bernd Flessner und der muss es schließlich wissen. Ob Windsurfen, Stand-up-Paddling, Wellenreiten, Kajak oder Kitesurfen – das Angebot der Schule ist groß.

Surfschule am Hafen 17
26548 Norderney

www.surfschule-norderney.de