23. März 2017

Schöne Augenblicke

Exklusive Brillenmode, moderne Technik und originelle Kunstwerke passen perfekt unter ein Dach – jedenfalls bei dem Bremer Optiker Stilplus Optic. Durch die eigene Galerie direkt über dem Geschäft ist der Blick für die schönen Dinge des Lebens frei und lässt Raum für Individualität. Ein außergewöhnlicher Optiker.

„Brillen machen glücklich.“ Das findet zumindest die TV-Moderatorin Andrea Ballschuh, die vom Kuratorium Gutes Sehen zur Brillenträgerin des Jahres 2016 gekürt wurde. Doch nicht nur Prominente tragen inzwischen selbstbewusst und stilsicher ihr Gestell auf der Nase: Fast zwei Drittel aller Erwachsenen in Deutschland sind Brillenträger. „Die Zeiten, in denen eine Brille ein Makel war, sind längst vorbei“, sagt Andreas Elster, Geschäftsführer von Stilplus Optic. Das kleine, aber feine Optikergeschäft am Bremer Liebfrauenkirchhof ist vor allem auf exklusive Fassungen spezialisiert. Das Geschäft führt neben außergewöhnlichen und sehr individuellen Marken wie DITA und Thom Browne einige unabhängige Labels, die es nicht überall zu kaufen gibt. Darunter ein paar echte Geheimtipps: Beispielsweise sind die sechs schönsten Sonnenbrillen-Modelle des Amsterdamer Labels Dick Moby exklusiv bei Stilplus Optic erhältlich.

Stilplus Optic: Brillendesign trifft auf Kunst

Doch wer den Laden betritt, hat vielleicht nicht nur eine neue Sehhilfe oder Sonnenschutz im Visier. Denn Stilplus Optic ist mehr als eine Adresse für die neueste Brillenmode. Über dem Verkauf präsentiert der Optiker seit 2015 in seiner „Galerie Plus“ Kunst, Fotografie und Design wechselnder Aussteller. „Wir hatten in der ersten Etage einen ungenutzten Raum, von dem aus man einen herrlichen Blick auf die Liebfrauenkirche hat“, erzählt Elster. Und so kam Inhaber Hauke Peters auf die Idee, eine öffentlich zugängliche Galerie zu eröffnen: Er wollte in diesem schönen Umfeld sowohl bekannten als auch unbekannten Künstlern die Möglichkeit bieten, ihre Werke regelmäßig zu präsentieren. Den lichtdurchfluteten Raum nur für Events zu nutzen, die ein- oder zweimal jährlich stattfinden, fand er viel zu schade. „Jeder, der sich für Kunst, Design oder Fotografie interessiert, ist immer herzlich willkommen“, sagt Elster, „der Eintritt ist kostenlos.“

Gezeigt wird die TV-Moderatorin Andrea Ballschuh, die einen Pokal als Brillenträgerin des Jahres 2016 in die Kamera hält.
Die TV-Moderatorin Andrea Ballschuh ist Brillenträgerin des Jahres 2016. Sie besitzt etwa 30 Modelle in allen möglichen Farben.

Jedes Jahr laden vier Ausstellungen für jeweils sechs bis acht Wochen zu einem Besuch ein. Den Auftakt zur Eröffnung der Galerie bildete eine Vorstellung der Arbeiten des Bremer Künstlers Prof. Bernd Müller-Pflug, der inzwischen als Kurator für die Galerie tätig ist. „Die Resonanz war bisher sehr gut“, berichtet Elster, „mittlerweile kommen auch Künstler auf uns zu, die gerne ihre Werke in der Galerie Plus zeigen möchten.“ Inhaber Hauke Peters stellt nicht nur den Raum zur Verfügung, sondern trifft auch eine Vorauswahl und verschickt Einladungen zu den Eröffnungen. Regionales Kultursponsoring ist eben gefragt. Ab März geht es weiter mit einer Ausstellung des Bremers Johann Büsen, der im digitalen Zeitalter ganz ohne Pinsel und Farbtopf unterwegs ist: Seine Malerei entsteht am Computer.

Individuelle (Brillen-)Kunst

Doch was haben eigentlich Brillenmode und eine Kunstgalerie miteinander zu tun? Eine ganze Menge. Der Ausstellungsraum orientiert sich stilistisch an der Verkaufsetage, sodass eine Einheit entstanden ist. „Die Atmosphäre ist herzlich“, sagt Elster. Und das gilt nicht nur für die Ausstellungen. „Wir legen auch im Umgang mit unseren Kunden großen Wert auf eine persönliche Ansprache.“ Neben fachlichem Know-how ist bei den fünf Mitarbeitern von Stilplus Optic vor allem eines wichtig: modische Kompetenz. Es geht um Ästhetik – nicht nur in der Kunst, sondern auch bei der Frage nach der richtigen Brille. Eines ist auf jeden Fall sicher: Eine Brille hat man nicht nur für einen besseren Durchblick. Sie ist ein modisches Accessoire. Eine Möglichkeit, die eigene Persönlichkeit zu unterstreichen. Kein Wunder, dass viele Menschen mehrere Fassungen besitzen. „Im Job tragen viele Kunden eine andere Brille als im privaten Bereich.“

Die Form sollte immer individuell sein – in Abhängigkeit von der Gesichtsform, dem Augenabstand und der Sichtigkeit. „Wir arbeiten bei der Refraktion, also bei der Bestimmung der Fehlsichtigkeit, mit der modernen Technologie“, so Elster. Die Brillengläser werden anschließend in der eigenen Werkstatt weiter verarbeitet. Alles muss eine Einheit bilden. Und an dem Punkt setzt die Beratung bei Stilplus Optic an. „Wir haben das Gespür dafür, welche Modelle zu einem Kunden passen“, erzählt der Experte. Hoffnungslose Fälle gibt es nicht. „Für jeden Kopf gibt es die passende Brille.“ Immerhin stehen etwa 800 bis 1.000 Brillen und Sonnenbrillen zur Auswahl. Das Ziel ist klar definiert: die perfekte Fassung, die mit dem Gesicht verschmilzt. Und dann sind nicht nur die Kunden, sondern auch die Brillenkünstler von Stilplus Optic zufrieden.

Zu sehen ist ein Bild des Künstlers Johann Büsen. Auf dem Bild sitzt ein Junge an einem Tisch. Im Hintergrund ist ein Regal mit verschiedenen Dingen zu sehen.
Starke Farben, realistische Darstellungen und surreale Anteile: „Exploration“ ist ein Beispiel der digitalen Malerei des Bremer Künstlers Johann Büsen.

Brillentrends 2017

Fassungen

Metallfassungen liegen dieses Jahr im Trend – die Gestelle werden wieder filigraner. Dabei sind die Gläser relativ groß, was vor allem Träger von Gleitsichtbrillen in die Karten spielt. Sonnenbrillen dürfen gern etwas massiver und spezieller sein.

Farben

Die Farben sind von der Natur inspiriert. Neben grünen Tönen sind auch Nude- und Brauntöne gefragt. Die Nuance sollte immer zum Hautton passen, damit der Träger nicht blass wirkt. Transparente Brillenfassungen lassen das Gesicht weicher wirken und schmeicheln besonders hellen Typen.

Stege

Brillen mit Doppelsteg sind ebenfalls im Kommen. Der Effekt dabei: Sie verkleinern optisch eine (gefühlt) große Nase. Hochgebogene Schlüssellochstege hingegen bewirken das Gegenteil.

Trickreiche Gläser

Für Autofahrer gibt es dank neuer Technologien spezielle Gläser, die das Fahren angenehmer und sicherer machen. „Polarisierende Gläser“ zum Beispiel vermindern Lichtreflexe von spiegelnden Oberflächen wie nassen Straßen.