30. November 2016

Whisky-Leidenschaft!

Gemütliche Sessel, geschmackvolle Zigarren und ein deckenhohes Regal mit etwa 300 verschiedenen Whisky-Sorten. Das erwartet die Besucher in der Darmstädter MALTbar. Im Interview mit dem Mercedes-Benz Kundenmagazin spricht Dirk James Römer über den Whisky-Trend.

Welchen Whisky mögen Sie persönlich am liebsten?

Ich trinke gerne rauchige Whiskys. Deshalb ist mein Favorit die Destillerie Bowmore von der Islay in Schottland. Da schmecken die Whiskys feinrauchig, aber gleichzeitig auch mild-würzig. Wenn es eher um eine fruchtige Note geht, dann bevorzuge ich Glen Grant und Balvenie. Alle drei würde ich empfehlen, je nachdem in welche Richtung der persönliche Geschmack tendiert.

Was zeichnet eine gute Sorte aus?

Eine gewisse Balance. Wenn man einen Bourbon-Fass gelagerten Whisky hat, sollte er aus etwas Vanille und etwas Eiche bestehen. Ein schottischer Inselwhisky hingegen sollte einen ausbalancierten Rauchcharakter oder einen fruchtigen Geschmack haben. Der Genuss ist dann perfekt, wenn das Getränk dem Konsumenten schmeckt. (Weitere Begriffe aus der Welt des Whiskys werden im Glossar erklärt.)

Warum liegt Whisky so im Trend?

Whisky zählt zu den beliebtesten Edelspirituosen. Seit vielen Jahren ist er fest auf dem Markt etabliert und hat besonders in den vergangenen zehn Jahren einen sehr großen „Hype“ erfahren – nicht nur bei den „Mitfünfzigern“, so wie das in den 1980er-Jahren der Fall war. Denn mittlerweile zählen auch die 20- bis 40-Jährigen zu Malt-Fans. Diese Veränderung fällt mir besonders stark auf, wenn ich als Aussteller auf einer von zahlreichen Messen vertreten bin. Whisky ist ein Getränk, das einfach viele Menschen gerne mögen. Das gilt sowohl für Männer als auch für Frauen.

Muss ein „Guter“ denn immer teuer sein?

Nein. Ein guter Whisky besticht weder durch seine Preisklasse noch durch sein Alter. So kann eine teure Flasche mit um die 450 Euro genauso gut sein wie eine günstige. Das ist Geschmackssache. Gleiches gilt für das Alter des Getränks. Sowohl ein junger als auch ein 25-jähriger Whisky kann entweder sehr kräftig oder sehr mild im Geschmack sein. Das hängt von der Abfüllung und der Destillerie ab.

Der Besitzer der Maltbar Dirk James Römer vor dem Whisky-Regal.
Was gehört für Sie zu einem gemütlichen Whisky-Abend?

Natürlich die MALTbar – oder ein englischer Gentlemen’s Club. Besonders schön ist es, einen guten Tropfen in Gesellschaft von Freunden zu genießen. Wer aber lieber alleine unterwegs ist, kann ein Buch mitnehmen, einen Whisky trinken und einfach ganz gemütlich im Sessel sitzen und den Abend genießen. Ich persönlich genieße gerne einen guten Drink mit einer passenden Zigarre. Als kleiner Snack dazu: schottische Potato Chips oder klassische Erdnüsse.

Dirk James Römer
  • MALTbar-Besitzer
    Dirk James Römer hat Ende 2014 die MALTbar in Darmstadt eröffnet. In den darauffolgenden Jahren hat sie sich zur besten Bar Darmstadts (2016/2017) entwickelt und zählt aktuell zu den Top-Whisk(e)y-Bars in ganz Deutschland.
  • Whisky-Ambassador
    Das Fachwissen für den Beruf hat sich Römer selbstständig angeeignet. Um einen tieferen Einblick in die Materie zu bekommen, hat er unter anderem in einer Destillerie gearbeitet. Seit einigen Jahren ist er nun als „Whisky-Ambassador“ fest in der Branche verankert.
  • Freiberufler
    Whisky ist seine Leidenschaft – im Beruf und in der Freizeit. Neben seinem Job als Barbesitzer arbeitet Römer freiberuflich auch für Getränkemarkenhersteller. Er pflegt Kontakte zu schottischen, amerikanischen und irischen Whisky-Herstellern.
Auf dem Tresen der Bar steht eine Auswahl an Whisky, ein Cocktail und etwas zu knabbern.

Ausgehtipp

MALTbar

Rheinstraße 41
64283 Darmstadt
(Nähe Kennedyplatz)

Öffnungszeiten:
Dienstag – Donnerstag: 19 - 1 Uhr
Freitag & Samstag: 19 - 3 Uhr
Sonntag & Montag: Ruhetag