14. Mai 2018
Events

G-Klasse Tour de G'Ländle
Gelände wagen

Das G steht bei Mercedes-Benz für Gelände. Doch viele G-Klassen bekommen nur selten ihren bestimmungsgemäßen Auslauf. Bei der Tour de G’Ländle war das anders. Es wurde spektakulär.

In wenigen Jahren soll der ICE der Deutschen Bahn Stuttgart und Ulm in einer halben Stunde verbinden. Heute ist die Trasse der Neubaustrecke neben der A 8 noch eine riesige Baustelle. Ein Abenteuerspielplatz für die Fahrer und 40 G-Klassen, die sich zur Tour de G’Ländle angemeldet haben. Und zum Finale des Tages präsentiert Florian Ilg, Verkaufsleiter Pkw Mercedes-Benz Ulm/Schwäbisch Gmünd, den Teilnehmern in einer exklusiven Preview vor der Markteinführung die neue G-Klasse.

Einen begeisternden Tag rund um die G-Klasse erlebten die Teilnehmer der Tour de G’Ländle – vom Geländeparcours auf der Baustelle der ICE-Neubautrasse bis zur Präsentation des neuen Mercedes-AMG G 63 (*Kraftstoffverbrauch Superplus kombiniert: 13,1 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 299 g/km).

Am Morgen werden die Fahrzeuge noch sauber mit dem Label der Tour de G’Ländle beklebt. „Adrenalin“ verspricht sich Gerhard Tausch von diesem Tag. Der Projektentwickler aus Stuttgart setzt seine G-Klasse ab und zu mal auf Baustellen ein. Aber wirkliche Geländeerfahrung hat er damit nicht. Da findet er die Idee der Mercedes-Benz Niederlassungen Stuttgart, Ulm/Schwäbisch Gmünd und Reutlingen und Tübingen super, für ihre „G-Klasse Community“ Fahrevents und andere Veranstaltungen anzubieten. Das Lebensgefühl verbindet. „Diese Offroad-Ikone macht Spaß. Man fährt nicht schnell, sondern genießt die Zeit“, sagt Tausch. Auch bei seinem Modell Final Edition zeugen wenig später Schlammspuren vom großen Spaß, den der Besitzer im Gelände hat.

Spektakulärer Offroad-Kurs für die G-Klasse

Die Gruppe zieht auf dem Weg zum Gelände-Parcours eine Staubfahne hinter sich her. Ein kleines Plateau unterhalb des Aichelbergs ist das Ziel. Für das grandiose Panorama der malerischen Alblandschaft im Frühling haben nur wenige auf der Baustelle einen Blick. Alle sind auf die Auf- und Abfahrten mit bis zu 80 Prozent, Schrägfahrten mit bis zu 27 Grad und Verschränkungsstrecken fixiert, die Bagger und Planierraupen ins Schiefergestein geformt haben. „Wie ein großer Sandkasten“, schwärmt Klaus Alber. Der G-Klasse Profi von Mercedes-Benz Offroad hat den Kurs modellieren lassen. Sieht von außen und erst recht aus der Perspektive von Fahrer und Beifahrer richtig spektakulär aus – bringt die G-Klasse aber längst noch nicht an ihre Grenzen. „Die G-Klasse kann mehr als die meisten Fahrer“, so Klaus Alber, der seit 25 Jahren auf der ganzen Welt als Instruktor Abenteuerreisen von Mercedes-Benz Offroad vorbereitet und begleitet. „Man muss nur wissen, was geht.“ Also akzeptieren, dass die Physik ein Limit setzt: „Ohne Traktion geht es nicht weiter.“ Bis es so weit ist, absolviert die G-Klasse auch dank ihrer drei Differenzialsperren allerdings atemberaubende Fahrübungen. Über Tipps per Funk weihen die Instruktoren auch Anfänger in die Geheimnisse des Geländefahrens ein.

„Artgerechte Haltung“ der G-Klasse

Und wie viel Spaß die Tour im Gelände macht, zeigt das Lächeln auf den Gesichtern der Fahrer. Florian und Bastian Stahl aus Walddorfhäslach sehen ihre Entscheidung bestätigt. „Der G ist Kult und hat in fast 40 Jahren seine einzigartige Klasse immer wieder bewiesen. Er ist einfach der beste Geländewagen.“ Die Brüder setzen ihren Allradler im Forst und auch für die Arbeit in Windparks ein. „Aber so extreme Strecken wie hier – das ist schon eine ganz neue Erfahrung. Total super!“ Sie sagen es und fahren mit Vergnügen die nächste Böschung hinab und mit Schwung die nächste 80-Prozent-Steigung wieder hinauf. „Die artgerechte Haltung der G-Klasse“, nennt das Stefan Hauner, Leiter Marketing & Kommunikation der Mercedes-Benz Vertriebsdirektion Württemberg, der die Idee zur Tour de G’Ländle hatte.

ICE-Strecke Stuttgart–Ulm für Tempo 250

Die Bahnbaustelle vor der Haustür beeindruckt nicht nur als Offroad-Trainingsgelände. Zur Tour de G’Ländle gehören auch eine Führung über das Areal und ein Hubschrauber-Rundflug. Erst das erschließt die gesamte Dimension. Die Neubaustrecke zwischen Wendlingen und Ulm ist knapp 60 Kilometer lang und wird zur Hälfte in Tunneln verlaufen. Die Teilnehmer erkunden den Abschnitt Albvorland zwischen Kirchheim unter Teck und dem Aichelberg. Verantwortlicher Teamleiter ist hier Peter Wer, Brückenbauer und „Eisenbahner von Herzen“, wie er selbst sagt. Der Bauingenieur schwärmt bei der Projektvorstellung von der Aufgabe. Vier Tunnel und zahlreiche Brücken entstehen in seinem Abschnitt. Allein hier werden 3,5 Millionen Kubikmeter Erde bewegt. Das von Hügeln abgetragene und aus Tunneln gebuddelte Material wird an anderen Stellen zu Dämmen für die Gleise und Lärmschutzwällen aufgeschüttet. Derzeit bohren zwei Tunnelvortriebsmaschinen in bergmännischer Bauweise die beiden Röhren des Albvorlandtunnels. Jede 8,2 Kilometer lang. Und die Augen von Wer leuchten, wenn er über die Kurvenüberhöhung im Tunnel spricht: „Das ist wie eine Steilkurve, damit der ICE volle Kanne durchfahren kann.“ Heute muss sich der Fernverkehr der Bahn noch über die 1850 eingeweihte Filstalbahn durch enge Kurven und mit Maximaltempo 80 über die berüchtigte Geislinger Steige als einer der steilsten Bahnstrecken in Deutschland quälen. Auf der Neubaustrecke kann der ICE auf bis zu 250 km/h beschleunigen.

G-KlasseTour de Glaendle Deutsche Bahn NBS Wendligen Ulm Bauingenieur Peter Wer
Bauingenieur Peter Wer von der Deutschen Bahn auf einer Brückenbaustelle der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm der Deutschen Bahn.
G-Klasse Tour de G'Laendle Steilabfahrt
Gelände-Features der G-Klasse
  • Wattiefe:

    maximal 70 Zentimeter

  • Schräglage:

    fahrstabil bei bis zu 70 Prozent

  • Steigfähigkeit:

    bis zu 100 Prozent (45 Grad)

  • Rampenwinkel:

    25,7 Grad

  • Böschungswinkel:

    vorn 30,9 Grad, hinten 29,9 Grad

  • Bodenfreiheit:

    24,1 Zentimeter

Blick aus der Vogelperspektive auf die Baustelle der Neubaustrecke Wendlingen Ulm der Deutschen Bahn neben der A 8 am Aichelberg.

Tour de G'Ländle

Bahn-Neubaustrecke
Wendlingen–Ulm
an der A 8
Höhe Rastplatz am Aichelberg