07. August 2018
Fahrzeuge

Entspannter reisen
mit Car-to-X-Technologie

Schöne neue Mobilitätswelt: In der sind Autos Sender und Empfänger von Informationen. Bei Mercedes-Benz ist dieses Szenario seit 2016 Realität. Zuerst wurde die Car-to-X-Technologie in der E-Klasse eingeführt. Die Innovation sorgt dafür, dass Fahrzeuge sich automatisch austauschen und zudem Signale von Einrichtungen der Verkehrsinfrastruktur erhalten. Das Ergebnis: mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Es ist Freitagnachmittag. Im Radio läuft gerade mein Lieblingssong und ich fahre gemütlich über die Landstraße, um ein entspanntes Wochenende mit Freunden zu verbringen. Da meldet sich das Navigationsgerät mit einer wichtigen Information: „Verkehrsereignis voraus“. In diesem Fall handelt es sich um den Hinweis auf eine Wanderbaustelle. Ok, kein Problem – ich passe meine Fahrweise an und reduziere die Geschwindigkeit. Kurze Zeit später taucht das Baustellenfahrzeug mit dem Hinweisschild vor mir auf. Hinter einer Kurve. Ich bin darauf eingestellt und umfahre das Fahrzeug – locker und entspannt.

Car-to-X Kommunikation erweitert den Bereich der Fahrzeugsensorik durch den Informationsaustausch mit anderen Fahrzeugen und Einrichtungen der Verkehrsinfrastruktur.

Mit der innovativen Car-to-X-Kommunikation ist das keine Zukunftsmusik mehr. Mercedes-Benz baute diese Innovation erstmals 2016 serienmäßig in der E-Klasse ein und stattet heute auch andere Baureihen damit aus. Dazu gehört auch die neue A-Klasse. Im Rahmen der „Intelligent Drive“-Strategie, die sich um die Integration sämtlicher Assistenzsysteme kümmert, sorgt Car-to-X als revolutionäre Entwicklung für ein Höchstmaß an intelligenter Mobilität – durch Vernetzung. Die Technik macht es möglich, dass die am Verkehr teilnehmenden Fahrzeuge nicht nur miteinander, sondern auch mit der sie umgebenden Verkehrsinfrastruktur in Dialog treten. „Empfängt das Fahrzeug eine Gefahrenmeldung, vergleicht die Technologie seine Position mit dem Gefahrenort“, erklärt Mathias Hartl, Leiter der Car-to-X-Entwicklung bei Mercedes-Benz. Sobald man sich einer Gefahrenstelle nähert, wird der Fahrer sowohl durch optische als auch durch akustische Signale gewarnt. „Car-to-X-Kommunikation hilft uns, gefährliche Situationen dem Fahrer frühzeitig mitzuteilen.“Mathias Hartl, Leiter der Car-to-X-Entwicklung bei Mercedes-Benz

Darüber hinaus haben auch Fahrer die Möglichkeit, manuell Warnhinweise einzugeben – beispielsweise über Hindernisse auf der Fahrbahn. Diese Informationen werden dann an andere Fahrer verschickt. Und auch das Auslösen des Warnblinkers – wenn man etwa am Ende eines Staus steht – wird an andere Mercedes-Benz Fahrzeuge übertragen. So erhalten die herannahenden Fahrer frühzeitiger einen Hinweis. Das hilft, kritische Situationen zu vermeiden.

Car-to-X: Prädikat zukunftsweisend

Die Funktionsweise dahinter ist eigentlich ganz simpel und macht sich moderne Kommunikationsstrategien und -technologien zunutze. Das Stichwort dabei lautet Mobilfunk, also UMTS und LTE. Anders als klassische Sensoren kann Car-to-X auch das wahrnehmen, was sich weit abseits des eigenen Fahrzeugs ereignet. Dafür sorgt der ständige Austausch von Informationen, die andere Autos oder Teile der Verkehrsinfrastruktur – zum Beispiel Baustellenanhänger – aussenden. Im Gegenzug sendet auch das eigene Fahrzeug Infos über Besonderheiten im Verkehr, sobald es sie mit seinen Sensoren wahrnimmt, und gibt damit anderen Fahrern die Chance, sich darauf einzustellen. Die Kommunikation zwischen den Car-to-X-Teilnehmern findet vollständig im Hintergrund statt und wird erst in Form von konkreten Warnhinweisen wahrnehmbar.

Die Car-to-X-Technologie ist ein Projekt, das ganz im Hier und Jetzt verankert ist, seine Fühler jedoch bereits in Richtung Zukunft ausstreckt. „Ziel ist ganz klar, dass die gesamte Automobilindustrie Car-to-X-Kommunikation gemeinschaftlich betreibt“, so Hartl. Denn die Technik wird umso wirkungsvoller, je dichter das Netz der Teilnehmer gestrickt ist. Eins ist damit schon jetzt klar: Die Mobilität im Straßenverkehr wird sicherer.