31. Juli 2017
Fahrzeuge

Ein M
für alle Fälle

In den deutschen Single-Charts steht der Song „Lonely” von Nana an der Spitze, in Mailand gewinnt der FC Schalke 04 im Elfmeterschießen gegen Inter den UEFA-Cup. Auf der anderen Seite des Globus, in Tuscaloosa, Alabama, debütiert zur selben Zeit, am 21. Mai 1997, die M-Klasse von Mercedes-Benz. Herzlichen Glückwunsch zum 20sten!

Das neue geländegängige Freizeitfahrzeug begründet als Baureihe W 163 erfolgreich das Angebot der Marke bei den Sports Utility Vehicles (SUV). In den folgenden Jahren überzeugt der Vorläufer des heutigen GLE als komfortables, sportliches Fahrzeug für Sport und Freizeit. Heute umfasst das Angebot von Mercedes-Benz in diesem Segment die Modellreihen GLA, GLC, GLE und GLS.

Seriennahe Studie AA Vision

Bereits 1996 hatte Mercedes-Benz auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit die seriennahe Studie „AA Vision“ vorgestellt. Der Name des Konzeptfahrzeugs verwies damals auf das Segment der „All Activity Vehicles“ (AAV), das später als „Sport Utility Vehicles“ (SUV) weltweit erfolgreich wird.

Impulse über die Grenzen hinweg

Die M-Klasse war eine der großen Erfolgsgeschichten der Mercedes-Benz Produktoffensive der 1990er-Jahre und lieferte weit über die eigene Marke hinaus starke Impulse für eine neue Fahrzeug-Gattung. Mit der sportlich-komfortablen M-Klasse setzte sich Mercedes-Benz an die Spitze der weltweiten Erfolgsgeschichte des SUV. Entsprechend groß war die Nachfrage nach der neuen Baureihe, die von den Fachmedien sehr positiv bewertet wurde. Diese gute Entwicklung setzte Mercedes-Benz mit der zweiten Generation der M-Klasse fort, dem ab 2005 gebauten W 164.

Nutzwert und Fahrspaß

Das geländegängige Freizeit-Fahrzeug verbindet das Beste aus beiden Welten. Allradantrieb, hohe Bodenfreiheit und großzügiges Raumangebot sind wichtige Eigenschaften klassischer Geländewagen. Hinzu kommen ein exzellenter Fahrkomfort auch auf der Straße, eine hohe Variabilität des Innenraums sowie ein harmonisches Design. Wegen ihrer hohen Zugkraft und Zuladungsmöglichkeiten avancierte die M-Klasse zu einem beliebten Fahrzeug etwa für Pferde- und Bootsbesitzer und alle, die richtig etwas bewegen wollen.

Die M-Klasse punktete zudem mit einem neuen Komfortniveau dank des aufwendigen Fahrwerks mit Einzelradaufhängung an Vorder- und Hinterachse sowie permanentem Allradantrieb. Einzelradaufhängung und eine weiterentwickelte Variante des elektronischen Traktionssystems ETS optimieren zusammen die Fahrsicherheit und Fahrstabilität der M-Klasse auf der Straße ebenso wie im Gelände.

Neues Werk für die Fahrzeug-Gattung

Die M-Klasse wurde im Mercedes-Benz Werk Tuscaloosa in Alabama (USA) produziert, das anlässlich der Fahrzeug-Premiere offiziell eingeweiht wurde. Hier baut Mercedes-Benz seither fast alle SUV der oberen Mittelklasse und Oberklasse. Tuscaloosa ist das erste Mercedes-Benz Produktionswerk, das für einen neuen Personenwagen außerhalb von Deutschland gebaut wurde – und zugleich der erste Produktionsstandort von Mercedes-Benz in den USA. Von 1999 bis 2002 wird der W 163 zusätzlich auch im Werk Graz der Steyr-Daimler-Puch AG gebaut – dort, wo seit jeher die G-Klasse vom Band läuft.

Ab März 1998 konnten auch europäische Kunden die M-Klasse kaufen. Als zweites Modell stand neben dem 160 kW (218 PS) leistenden V6-Typ der ML 230 mit 110 kW (150 PS) starkem Vierzylinder zur Auswahl. Weitere Varianten der ersten M-Klasse reichen vom ML 270 CDI (120 kW/163 PS) bis zum ML 55 AMG (255 kW/347 PS).

Der zweite Streich

Der zweite StreichIm Gegensatz zur ersten M-Klasse mit ihrer Rahmenkonstruktion aus geschlossenen Kastenprofilen erhielt der Nachfolger W 164 eine selbsttragende Karosserie mit weiterentwickeltem Fahrwerk. Das Ergebnis ist ein nochmals verbesserter Fahrkomfort auf der Straße bei höherer Verwindungssteifigkeit für Einsätze im Gelände. Die Bandbreite der Motorisierungen reichte vom ML 280 CDI 4MATIC (140 kW/190 PS) bis zum ML 63 AMG 4MATIC (375 kW/510 PS) mit V8-Vierventilmotor und Benzin-Saugrohreinspritzung. Auf der New York International Auto Show 2009 stellte Mercedes-Benz den für den US-Markt entwickelten ML 450 HYBRID vor, der einen V6-Ottomotor und zwei Elektromotoren kombinierte. Im selben Jahr lief im Werk Tuscaloosa die millionste M-Klasse vom Band.

1996 stellt Mercedes-Benz die Konzeptstudie „AA Vision“ vor, ein allradgetriebenes Freizeit-Automobil.
Die 1996 vorgestellte Konzeptstudie „AA Vision“ ist ein allradgetriebenes Freizeit-Automobil und nimmt Design-Elemente der künftigen M-Klasse (W 163, 1997 bis 2005) vorweg.
Die M-Klasse gibt auf jedem Terrain eine gute Figur ab.
M-Klasse
  • Baureihen:

    W 163, W 164, W 166

  • Produktionszeitraum:

    1997–2015

  • Markteinführungen:

     

    Baureihe 163 im März 1998
    Baureihe 164 im März 2005
    Baureihe 166 im November 2011