28. Juni 2018
Fahrzeuge | Ulm/Schwäbisch Gmünd

Freiheit und Abenteuer
Offroad mit der G-Klasse

Einfach mal abbiegen Richtung Freiheit und Abenteuer. Mit der G-Klasse kein Problem. Doch wo findet man die Routen, um das volle Potenzial der Geländewagen-Ikone auszuschöpfen? Frank Seiffert aus Ulm erkundet Namibia. Und Offroad-Experte Martin Breuninger fährt auf Traumrouten um die Welt. (Mercedes-Benz G 500 Kraftstoffverbrauch* kombiniert 12,1 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 324-249 g/km.)

Die G-Klasse polarisiert. „Entweder man liebt sie oder man lehnt sie ab“, sagt Frank Seiffert aus Ulm. Er bekennt sich klar zur ersten Position. „Ein Fahrzeug mit Charakter. Man erkennt die Bestimmung auf einen Blick: Dieses Auto hat man fürs Gelände.“ Der Unternehmer schwört zwar auch auf die entspannende Wirkung des Offroaders im normalen Straßenverkehr. Aber erst auf den Baustellen, auf denen er beruflich oft unterwegs ist, ist der Geländewagen in seinem Element. „Da ist die G-Klasse perfekt. Speziell auf schwierigem Untergrund gibt es nichts Besseres.“

Mercedes-Benz Offroad G-Klasse Frank Seiffert
Frank Seiffert aus Ulm ist ein großer Fan der G-Klasse und mit seinem Geländewagen oft auf Baustellen unterwegs. Mit seinem Unternehmen Resoil sorgt er unter anderem für die umweltgerechte Wiederverwertung oder Entsorgung von Bodenaushub und Abraum.

Doch Seiffert weiß auch, dass sich hierzulande keine Routen finden, die eine G-Klasse wirklich an ihre Grenzen bringen. So beschenkte er sich zum 40. Geburtstag selbst mit einem Plan: einer Reise nach Namibia! Noch steckt er mitten in den Vorbereitungen der geführten Tour für eine Gruppe mit mehreren Fahrzeugen. Inspiriert ist die Tour von Globetrotter Mike Horn, Markenbotschafter von Mercedes-Benz. Der Abenteurer, berühmt für seine Reisen mit der G-Klasse, ist ein Vorbild. „Ich freue mich auf großartige Landschaften und spannende Begegnungen mit den Menschen, der Tierwelt und der Natur“, so Seiffert. Im nächsten Jahr soll es losgehen.

Mit Mercedes-Benz Offroad die Welt neu entdecken

„Wir wollen abseits ausgefahrener Wege die Welt neu entdecken“, sagt Martin Breuninger, einer der profiliertesten Experten der Szene. Der Reiz extremer Offroad-Touren ist für ihn klar. „Mit einem Geländewagen erschließen wir spannende Routen und Regionen, die Reisenden im Pkw und auch Pauschaltouristen verschlossen bleiben.“ Für Mercedes-Benz Offroad als Teil der Mercedes-Benz Driving Events ist er seit Jahrzehnten in den wildesten Winkeln der Welt unterwegs.

Namibia ist seiner Meinung nach ein ideales Ziel für Offroad-Einsteiger. „Sie finden dort wunderschöne Strecken und alle Attribute, die Afrika für Touren mit einem Geländewagen ausmachen. Gleichzeitig bietet das Land eine gute Infrastruktur bei Kommunikation und Rettungsdienst, hohe Sicherheit und stabile politische Verhältnisse. Und es wird viel Deutsch gesprochen.“ Das Urteil von Breuninger zu Namibia fällt absolut positiv aus. Legendär unter den Offroad-Strecken ist neben den Wüsten der Van-Zyl’s-Pass im Nordwesten des Landes. Eine echte automobile Herausforderung. Die Werbung für 4×4-Touristen pflegt gern den Mythos, die Route sei nur bergab zu bezwingen. Doch: „Wir sind die Strecke selbst schon gefahren. Extrem anspruchsvoll. Aber mit der G-Klasse fährt man diesen Pass rauf wie runter ohne Probleme.“

Impressionen aus Namibia

Mercedes-Benz Offroad G-Klasse Wüste
Die Sanddüne hinab: Aufnahme einer Expedition von Mercedes-Benz Offroad in Namibia.

Ausgewiesene Offroad-Gelände in Deutschland

Als ein Beitrag zum Umweltschutz beschränkt sich in Deutschland das Fahren im Gelände weitestgehend auf ausgewiesene Bereiche in ehemaligen Steinbrüchen (zum Beispiel Offroadpark Langenaltheim zwischen Augsburg und Nürnberg), Tagebauen (zum Beispiel in der Lausitz) oder auf früheren Truppenübungsplätzen (zum Beispiel Fursten Forest in Niedersachen, mit 400 Hektar das größte Outdoor-Freizeitgelände Europas). „Man kann sich einen Tag lang richtig austoben. Das ist gut, um das Fahren auf steilen Auf- und Abfahrten, Schrägen und Verschränkungsstrecken sowie durch tiefe Wasserlöcher zu üben. Aber letztlich fährt man nur im Kreis. Mit einer echten Offroad-Route und einer Langstrecken-Expedition ist das nicht zu vergleichen“, so das Urteil von Breuninger. Auch Mercedes-Benz Offroad unterhält einen anspruchsvollen Übungsparcours und bietet Fahrtrainings im Sommer und im Winter, die mit aufbauenden Leveln die fahrerischen Möglichkeiten der SUV mit Stern erschließen.

Tipps für Europa: Alpen und Karpaten

Und auch in Europa werden die Routen für Geländewagenfahrer immer knapper. Anspruchsvolles Terrain findet sich noch in ausgewiesenen Offroad-Geländen in den Alpen, speziell in den Westalpen zwischen Frankreich und Italien, sowie auf Korsika oder Sardinien. Ursprüngliche Regionen mit Schotterpisten und Felsuntergrund lassen sich ebenso bei Offroad-Touren in Rumänien entdecken. Die Karpaten in Transsilvanien (Siebenbürgen) im Herzen Rumäniens bieten noch viele urtümliche Routen. Ungeteerte Schotterstraßen durch weite Landschaften finden sich auch im Baltikum oder in Skandinavien. Jedoch lassen sich solche Touren nicht mit wirklichen Expeditionen in schroffen Bergwelten, durch heiße Wüsten, weite Steppen oder dichte Urwälder vergleichen.

Im schweren Gelände fühlt sich die G-Klasse wohl. Doch solche Strecken werden in Europa immer rarer.

Traumrouten zur Weltumrundung kombiniert

Experte Breuninger wird oft nach der schönsten Strecke für Offroader gefragt. Eine klare Antwort gibt er nicht. „Jedes Land hat seinen spezifischen Reiz und damit ganz eigene Erlebnisse. Und auch jeder Teilnehmer empfindet die Landschaften, die Natur und die Begegnungen mit den Einwohnern auf seine ganz persönliche Art.“ Allerdings hat er mit einem Projekt viele seiner Traumrouten zu einer großen Weltumrundung mit der G-Klasse verbunden. Wie immer bei Reisen von Mercedes-Benz Offroad sind die Touren präzise vorbereitet und professionell begleitet. Dennoch genießen die Teilnehmer unterwegs die Freiheit, die Route zum jeweiligen Tagesziel individuell zu fahren. Die Global Experience führt in sechs Etappen über alle Kontinente:

• 2014 Europa: von Deutschland nach Vietnam
• 2015 Australien: von Darwin nach Sydney
• 2016 Nordamerika: von Alaska nach Texas
• 
2017 Südamerika I: von Französisch-Guayana nach Uruguay
• 2018 Südamerika II: von Uruguay nach Feuerland
• 2019 Afrika: von Kapstadt nach Deutschland

Dabei ist es Breuninger und seinem Team gelungen, tatsächlich auch ganz neue Strecken zu erschließen. „Unsere erste Etappe führte von Berlin nach Hanoi. Das ist normalerweise unmöglich, weil Ausländer in Laos und Vietnam eigentlich nicht mit dem eigenen Fahrzeug fahren dürfen. Uns ist es gelungen, für die Global Experience mit der G-Klasse eine Sondergenehmigung zu erhalten.“ Jede Etappe hat ihren eigenen Charakter. „In Australien waren wir auf dem Weg von Darwin nach Sydney allein sechs Tage in der großen roten Wüste unterwegs.“ Von Alaska nach Houston/Texas erlebten die Teilnehmer das Traumland Amerika: Grizzlybären, unendliche Weiten, riesige Wälder, beeindruckende Berglandschaften und Städte. Die Durchquerung Südamerikas belegt zwei Etappen. „Die Pisten der Amazonasregion kann man ausschließlich außerhalb der Regenzeit befahren. Dann herrscht in Feuerland im Süden aber tiefster Winter. Für diese Region eine alles andere als komfortable Reisezeit.“ Französisch-Guayana, Brasilien, Ecuador, Peru, Chile, Bolivien, Argentinien und Uruguay wurden also 2017 befahren. Die Strecke von Uruguay zur südlichsten Stadt der Welt, Ushuaia in Feuerland, folgt im November 2018 und auf einer zweiten Tour im Februar 2019. Dann herrscht auf der Südhalbkugel Frühjahr beziehungsweise Herbst.

Mercedes-Benz Offroad G-Klasse Südamerika
Mit der G-Klasse unterwegs in Südamerika.

Mit der G-Klasse überall durchgekommen

Die Finaletappe 2019 führt durch Afrika von Kapstadt und über die Arabische Halbinsel zurück nach Deutschland. Botswana, Malawi, Sambia oder Tansania sind dann schon „Afrika für Fortgeschrittene“. Alles Routen, bei denen man auf der sicheren Seite unterwegs ist. „Die Teilnehmer sollen unsere Touren genießen. Abenteuer gehört dazu. Unnötige Risiken in politisch instabilen Ländern werden aber vermieden.“ Angst vor den Strecken muss man als Fahrer der G-Klasse ohnehin nicht haben. Eine der besten Versicherungen im schweren Terrain ist die Geländewagen-Ikone von Mercedes-Benz selbst. „Wir sind bislang überall durchgekommen. Die meisten Fahrer können die technischen Möglichkeiten des Fahrzeugs gar nicht ausreizen. Grenzen setzt letztlich nur die Physik.“

Mercedes-Benz Offroad G-Klasse Tibet
Bei der ersten Etappe ihrer Weltumrundung überquerten die Teilnehmer der Mercedes-Benz Offroad Global Experience auch den Himalaja.