02. November 2018
Fahrzeuge | Mannheim-Heidelberg-Landau

Power für die Pfalz
Mehr E-Mobilität

Damit die Elektromobilität Fahrt aufnehmen kann, braucht es ein flächendeckendes Netz von Ladesäulen für Elektroautos. Die Pfalzwerke treiben den Ausbau voran. Die nächste Ladestation ist ganz leicht zu finden.

Eine große Bremse beim Ausbau der Elektromobilität sind die fehlenden Ladesäulen. Doch das ändert sich, zum Beispiel durch Versorgungsbetriebe wie die Pfalzwerke. Das Unternehmen aus Ludwigshafen hat schon zahlreiche Ladesäulen in Betrieb genommen und investiert in den weiteren Ausbau. Zudem verbessert sich die Reichweite der Elektrofahrzeuge immer weiter. Beispiele dafür sind innovative Modelle wie der Mercedes-Benz EQC (Stromverbrauch kombiniert: 22,2 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km*, Angaben vorläufig), der smart EQ fortwo (Stromverbrauch kombiniert bei Aufladung an einer Wallbox: 14,5–12,9 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km*) oder die Mercedes-Benz E-Klasse 300e (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 2,0 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 45 g/km*; Stromverbrauch kombiniert: 14,5 kWh/100 km*, Angaben vorläufig).

Ladesäule für Elektrofahrzeuge in der Paflaz von den Pfalzwerken in Mutterstadt
Eine neue Ladestation der Pfalzwerke AG in Mutterstadt.

Ladesäulen für Elektroautos

Energieversorger wie die Pfalzwerke AG spielen für die Mobilität eine zentrale Rolle. Denn neben ihrem Kerngeschäft, der Versorgung von Privathaushalten, Industrie- und Gewerbe­kunden mit Strom, Gas und Wärme, setzen sie wichtige Impulse, die eine ganze Region voranbringen. So eben auch im Bereich der E-Mobilität. Für die Pfalzwerke gibt es keinen Zweifel, dass der leisen und klimafreundlichen Technologie die Zukunft gehört. Damit Elektroautos aber zur echten Alternative im Individualverkehr werden, muss das Stromtanken schnell, unkom­pliziert und nachhaltig sein. Für Dieter Dietz, der im Bereich Vertriebssteuerung und Produktmanagement arbeitet, sind die Pfalzwerke Teil der Lösung. Denn sie können den Strom dorthin liefern, wo ihn die Autofahrer brauchen. „Die Elektromobilität ist ein Megatrend und für uns ein bedeutendes Thema. Als wichtigster Infrastrukturgeber der Region nehmen wir ein solches Zukunftsthema aktiv auf und bringen es mit unserem gesamten Unternehmens-Know-how voran.“

Teil der Lösung sein

Im Zentrum steht dabei der Ausbau des Ladesäulennetzes. Richtig los ging es im vergangenen Jahr. 2017 hat das Unternehmen in der Pfalz und im Saar-Pfalz-Kreis eine Aus­bau-Offensive gestartet und aktuell bereits 42 Ladesäulen eingerichtet (Stand: Oktober 2018). Meist stehen sie auf Parkplätzen des Einzelhandels oder von Gemeinden. So lässt sich das Stromtanken gut mit dem Einkauf, einem Behördengang oder Besorgungen im Orts- oder Stadtzentrum verbinden. Denn über eine moderne Ladesäule, beispielsweise mit einer Leistung von 50 Kilowatt (kW), lässt sich abhängig von Autotyp und Akkukapazität der Speicher in circa 20 Minuten für 100 Kilometer nachtanken. Bezahlt wird direkt an der Ladesäule, zum Beispiel mit EC-, Kredit- oder RFID-Karte.

Die Pfalzwerke errichten nicht nur Ladestationen in der Region, sie sind selbst elektrisch und teilelektrisch unterwegs: Derzeit haben die Ludwigshafener fünf Elektrofahrzeuge und einen Plug-in-Hybrid im Fahrzeugpool. Ab Januar 2019 kommen 13 neue smart EQ forfour (Stromverbrauch kombiniert: 13,2-13,1 kWh/100km; CO2-Emissionen kombiniert: 0g/km)* hinzu.

Für Autofahrer, die mit einem voll- oder teilelektrischen Fahrzeug fahren oder über eine Anschaffung nachdenken, zählt nicht nur das öffentliche Ladenetz. Sie wollen auch zu Hause möglichst bequem und sicher die Akkus laden. Daher hat der Energieversorger eine Komplettlösung entwickelt. Wer in der heimischen Garage einfach über eine normale Steckdose lädt, braucht Geduld, da der Ladevorgang zehn Stunden oder mehr dauern kann. Deutlich schneller geht das mit einer sogenannten Wallbox von Mercedes-Benz.

Ladesäule für Elektrofahrzeuge für den Mercedes-Benz EQC
Der neue Mercedes-Benz EQC 400 4MATIC wird an einer Wallbox geladen (Stromverbrauch kombiniert: 22,2 kWh/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km*, Angaben vorläufig).

Mobilität und Smart Home

Elektromobilität ist nicht das einzige Innova­tionsfeld, auf dem die Pfalzwerke aktiv sind. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist nur Teil eines großen Ganzen. Die übergreifenden Schlagworte lauten „Energiewandel“ und „Digitalisierung“. „Das Geschäftsfeld Elektromobilität ist in einen strategischen Gesamtkontext eingebunden, zu dem vor allem die Bereiche Smart Energy und Smart Living zählen“, bestätigt Susanne Becker, die im Bereich Strategisches Marketing und Unter­nehmenskommunikation tätig ist.

Im Bereich Smart Living heißt das: Haushalts­geräte, Heizung, Licht und Sicherheitssysteme können über eine sichere Cloud vernetzt und per App gesteuert werden. „Intelligente Geräte im Haushalt erkennen sich und tauschen untereinander Informationen aus. Wenn die Geräte registrieren, was in ihrer Umgebung passiert, werden sich in Zukunft noch viele weitere Möglichkeiten bieten“, ist Becker überzeugt. „Dann wird Smart Home mehr sein als die Summe seiner Geräte.“ Neben der ortsunabhängigen Steuerung geht es vor allem darum, durch die effiziente Nutzung der vernetzten Geräte Energie einzusparen.

Energiewende, Mobilitätswende, das Internet der Dinge – diese Themen ergänzen sich. So gesehen ist das smarte Ein- oder Mehrfamilienhaus, das Strom über eine Solaranlage auf dem Hausdach produziert und die Energiespitzen dezentral im Akku eines Elektroautos speichert, keine Utopie mehr. Es ist der nächste logische Schritt.

Die wichtigsten Fragen zur Elektromobilität

(am Beispiel des smart EQ fortwo)

1
Wie weit komme ich mit einer Batterieladung?

Ein smart EQ fortwo (Stromverbrauch kombiniert bei Aufladung an einer Wallbox: 14,5–12,9 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km*) hat eine Reichweite von bis zu 160 Kilometern. Die Reichweite ist unter anderem von der Fahrweise abhängig, von der Außentemperatur und ob während der Fahrt beispielsweise die Klimaanlage genutzt wird. Wer die Energierückgewinnung beim Bremsen nutzt (Rekuperation), kann die Reichweite erhöhen.

2
Welche Möglichkeiten habe ich zum Laden?

Elektrofahrzeuge können an öffentlichen Ladesäulen geladen werden oder an einer Wallbox. Ein smart EQ fortwo mit optionalem 22-kW-Bordlader kann auch an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose angeschlossen werden. Dann dauert der Ladevorgang jedoch am längsten. Bei einem smart EQ fortwo sind dies von 10 auf 80 Prozent bis zu 8,5 Stunden. Deutlich schneller sind Wallbox und Ladesäule.

3
Was ist eine Wallbox?

Mit einer Wallbox wird der private Stellplatz zur Ladestation. Eine Wallbox lässt sich in einer Garage, einem Carport oder auch am Firmenparkplatz anbringen. Ein smart EQ fortwo benötigt mit einem 4,6-kW-Bordlader unter 3,5 Stunden, bis seine Akkus geladen sind. Mit dem optionalen 22-kW-Bordlader verkürzt sich die Dauer auf etwa 40 Minuten.

4
Wo kann ich Strom tanken?

Das Angebot an Ladesäulen steigt rasant. Im 3. Quartal 2018 lag die Zahl deutschlandweit bei über 10.000. Das sind rund 2.500 mehr als noch im 1. Quartal (Quelle: statista). Unternehmen wie die Pfalzwerke sind Treiber innovativer Mobilität und bringen den Ausbau voran. Ladesäulen in der Pfalz und Ladesäulen in Europa lassen sich mittlerweile problemlos finden.