30. August 2017

Mercedes-Benz: Erfolgreich auf Touren

Rennsport besitzt eine ganz eigene Faszination und genießt bei den Fans absoluten Kultstatus – sei es bei der Formel 1, der DTM oder im Kundenrennsport, wo auch Mercedes-AMG erfolgreich vertreten ist.

Hochkarätige Kurse, spannende Rennen, prominente Piloten, spektakuläre Überholmanöver an der Grenze des fahrerisch Machbaren – das alles bietet die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). Mercedes-Benz engagiert sich seit Jahren erfolgreich in der DTM, ihren verschiedenen Nachfolge-Rennserien sowie im Kundenrennsport. Mit den Black-Series-Modellen hat Mercedes-AMG darüber hinaus Fahrzeuge im Programm, die aus jeder Pore pure Sportlichkeit verströmen und das Zeug für die Rennstrecke hätten. Viel Spaß bei einem Schnelldurchlauf durch dreißig Jahre Tourenwagengeschichte und Kundenrennsport.

Erfolgreicher Startschuss

Bremen, 1989, Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution I

Der Startschuss für das Engagement von Mercedes-Benz bei der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) fiel 1988. Mit riesigem Erfolg. Den verkörperten in den Anfangsjahren die Rennversionen des 190 E (W 201, „Baby-Benz“), die im Werk in Bremen vom Band liefen. Im Video ist die Straßenversion des Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution I zu sehen, also die erste Ausbaustufe – wie es damals hieß „für sportlich interessierte Kunden“. Die Sonderserie ist auf 500 Exemplare limitiert, weil das DTM-Reglement seriennahe Tourenwagen vorsah. Mindestens 500 Stück dieser Ausbaustufen, den Evolutionsmodellen, mussten gebaut und verkauft werden.

Der 190 E 2.5-16 Evolution I entstand 1989 auf Basis des Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 und war kompromisslos auf den Einsatz in der DTM ausgerichtet. Das Herz des Boliden war der neue Motor, ein 2,5-Liter-16-Ventiler.

Die Sonderserie fällt gegenüber der Basisserie durch die deutlich sportlichere Silhouette schon rein optisch auf: um 4,5 Zentimeter tiefergelegtes, sportlicheres Fahrwerk, straffer abgestimmte Dämpfung, zahlreiche Karosseriemodifikationen wie der tiefer und steiler heruntergezogene Frontspoiler. Ins Auge fallen auch die verbreiterten Kotflügel und die vergrößerten Kotflügelausschnitte. Um das Abtriebsverhältnis zu verändern, war der größer dimensionierte Heckflügel verstellbar. Auch der leistungsstarke 2,5-Liter-Motor wurde leicht modifiziert und damit für leistungssteigernde Maßnahmen vorbereitet.

Der Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 EVO I ist die Straßenversion eines erfolgreichen Rennsportmodells.

1990 folgte mit dem Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution II die nächste Ausbaustufe, von der ebenfalls 502 Serien-Exemplare produziert wurden. Die letzten von ihnen verließen im Juli 1990 das Werk in Bremen. Der Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution II gab sein Renn-Debüt am 16. Juni 1990 auf der Nordschleife des Nürburgrings.

Der letzte 190er Mercedes-Benz (W 201) wurde im August 1993 gebaut und ist im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart zu besichtigen. Nachfolger war ab 1993 die „C-Klasse“ der Baureihe 202.

Der ausgestellte Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 EVO I ist die Straßenversion des gleichnamigen DTM-Rennwagens.
190 E 2.5-16 EVO I
  • Baujahr:

    1989

  • Zylinder:

    4 / Reihe

  • Hubraum:

    2.463 cm3

  • Leistung:

    195 PS / 145 kW

  • Höchstgeschwindigkeit:

    230 km/h

Mit dem Baby-Benz auf die Piste

Hockenheimring, 1989, Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution I DTM

Der „Baby-Benz“ ist klein und leicht und hört eigentlich auf den Namen 190 bzw. 190 E. Hinsichtlich Effizienz, Fahreigenschaften, Sicherheit und Design setzt die Baureihe W 201, die sogenannte Kompaktklasse, seit 1982 Maßstäbe. Im Video ist der 190 E 2.5-16 Evolution I zu sehen, die erste Ausbaustufe von 1989 für die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). Mit diesem Renn-Tourenwagen konnte Klaus Ludwig in der Saison 1990 auf dem Hockenheimring seinen einzigen Sieg herausfahren.

Ab 1984 wird der Baby-Benz auch als Sportmodell 190 E 2.3-16 verkauft. Und siehe da: Durch den Einbau des noch leistungsfähigeren Motors wird das Modell zu einem hervorragenden Renn-Tourenwagen.

Mercedes-Benz EVO I in Führung beim Rennsportfestival auf dem Hockenheimring 1990

Schon beim Eröffnungsrennen des neuen Nürburgrings 1984 zeigt der 190 E 2.3-16, was in ihm steckt. Gleiches kann man auch von dem 24-Jährigen behaupten, der ganz oben auf dem Podest steht, ein bis dahin weitgehend unbekannter Brasilianer namens Ayrton Senna. Die Rennsportversion des ursprünglich zahmen Baby-Benz wurde von da an Jahr für Jahr weiterentwickelt, und 1988 steigt Mercedes-Benz mit einem Werksteam in die faszinierende DTM-Rennserie ein.

Auf der Basis der Straßenversion entsteht 1989 der Typ 190 E 2.5-16 Evolution. Bei unveränderter Motorleistung wurde das Fahrwerk für die Rundstrecke modifiziert. Der Evolution I ist die Basis für einen DTM-Tourenwagen der Gruppe A, von dem exakt 502 Stück gebaut wurden, um die formellen Voraussetzungen für die Teilnahme an Rennsport-Wettbewerben nach dem seriennahen „Gruppe A“-Reglement zu erfüllen. Die Mühen lohnen sich: Der Evolution I feiert in zahlreichen Rennen Erfolge.

Mit dem 190 E 2.5-16 kehrte Mercedes-Benz 1988 auch in den Tourenwagensport zurück und engagierte sich erstmals bei der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM).

Um auf das vorgeschriebene Gewicht von 1.040 Kilogramm zu kommen, wurde fast die ganze Innenausstattung entfernt. Ein zusätzlicher Überrollkäfig schützt den Fahrer. Bei vielen Karosserieteilen wie Motorhaube, Kofferraumdeckel und Spoiler wird der Kunststoff Kevlar verwendet. Der stärkere Motor bringt nun bis zu 333 PS auf die Hinterachse.

Aber auch die Konkurrenz schläft nicht. So ist ein noch stärkerer „EVO“, der 190 E 2.5-16 Evolution II, nur eine logische Konsequenz: Er feiert im März 1990 auf dem Internationalen Auto-Salon Genf Weltpremiere und schreibt in der Folge DTM-Geschichte.

Roland Asch im Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 EVO I beim Rennen in Zolder
Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 EVO I DTM
  • Baujahr:

    1989

  • Zylinder:

    4 / Reihe

  • Hubraum:

    2.490 cm3

  • Leistung:

    333 PS / 248 kW

  • Höchstgeschwindigkeit:

    300 km/h

Das Beste kommt zum Schluss

Zolder, 1993, Mercedes-Benz 190 E Klasse 1

Der 190 E 2.5-16 Evolution II, kurz „EVO II“ wurde neu entwickelt und gilt als einer der erfolgreichsten DTM-Sportler der Neunziger. In seiner letzten Rennsaison wechselte der Mercedes-Benz 190 E (Baureihe W 201) im zehnten Jahr noch einmal seine Gestalt: Das 1992er-Meisterauto wurde nach entsprechender Modifizierung zum „AMG Mercedes 190 E Klasse 1“ der Saison 1993.

Die Klasse 1 basiert auf einer Reglement-Änderung: Anders als früher 500 musste den Rennwagen nun eine Minimalanzahl von 2.500 gebauten Serien-Fahrzeugen zugrunde liegen. Der EVO II mit seinen 502 Exemplaren konnte deshalb nicht selbst als Basis dienen – die bildete stattdessen der Mercedes-Benz 190 E 2.5-16.

Der Mercedes Rennsport-Tourenwagen 190 E Klasse 1 entstand auf Basis des Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 AMG.
Der Mercedes Rennsport-Tourenwagen 190 E Klasse 1 entstand auf Basis des Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 AMG.

Bei den Motordaten des AMG Mercedes 190 E Klasse 1 gibt es viele Gemeinsamkeiten mit denen des EVO II. Er ist nur 20 Kilogramm schwerer als der Wagen von 1992, der Motor liegt nun fünf Zentimeter tiefer und zwölf Zentimeter weiter nach hinten versetzt. Die Karosserie wurde vorn angepasst, die Radaufhängung besteht nun aus Dreiecks-Querlenkern, Federbein und Stabilisator.

Der Wagen mit der Startnummer 12 wurde von Roland Asch in der DTM-Saison gefahren. Der Kfz-Meister aus Altingen in Schwaben betrieb seine Rennsportkarriere zunächst nur als Hobby, feierte aber trotzdem eine Vielzahl von Erfolgen. Bereits drei Jahre nach seinem Debüt in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft wurde er mit dem Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 des BMK-Teams 1988 Vizemeister. Anfang der 1990er-Jahre fuhr Asch für Mercedes-Benz insgesamt fünf Siege und diverse gute Platzierungen ein. Im AMG-Mercedes-Team wurde er 1993 zum zweiten Mal Vizemeister der DTM.

Der AMG Mercedes 190 E Klasse 1 wurde nach Reglement-Änderungen 1994 durch einen Tourenwagen auf Basis der C-Klasse abgelöst.

Der AMG Mercedes 190 E Klasse 1 – hier mit Roland Asch – kam nur in der Saison 1993 zum Einsatz.
Mercedes-Benz 190 E Klasse 1
  • Baujahr:

    1993

  • Zylinder:

    4 / Reihe

  • Hubraum:

    2.490 cm3

  • Leistung:

    375 PS / 280 kW

  • Höchstgeschwindigkeit:

    ca. 300 km/h

Eine Klasse für sich

Shanghai, 2004, Mercedes-Benz C-Klasse DTM AMG Vodafone

Die Saison 2004, die fünfte seit dem Comeback der DTM als Deutsche Tourenwagen-Masters, galt mit ihren vielen Neuerungen als eine der spektakulärsten. Erstmals wurden sogenannte Silhouetten-Fahrzeuge auf der Basis viertüriger Limousinen eingesetzt: Alle Hersteller begannen bei null. Für Mercedes-Benz und den Rennstall HWA bedeutete das: Der CLK wird durch die C-Klasse der Baureihe W 203 abgelöst. Bei den Motoren war ein 4,0-Liter-V8-Motor mit vier Ventilen je Zylinder Pflicht.

In dieser Saison gelang Gary Paffett der Sprung auf den zweiten Platz der Gesamtwertung. Das damals erst 23-jährige Fahrertalent zeigte auf der Strecke eine erstaunliche Reife und verdiente sich den Spitznamen „Gary Perfect“. Schon in der nächsten Saison konnte sich der sympathische Engländer in einem packenden Finale gegen den Audi-Piloten Mattias Ekström durchsetzen und sich als DTM-Champion krönen. Die Entscheidung fiel erst beim letzten Rennen in Hockenheim. Im belgischen Spa überzeugte in diesem Jahr auch Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen als DTM-Neuling.

Für Mercedes-Benz hätte die Bilanz in der DTM kaum besser ausfallen können: Insgesamt gab es bis 2005 acht Marken- und ebenso viele Fahrer-Championate. Erfolgreichster Starter war Bernd Schneider, dessen DTM-Tourenwagen auch im Video zu erleben ist. Schneider war einer der erfolgreichsten Werksfahrer bei Mercedes-Benz (1992 bis 2008): Er kann fünf DTM- und einen FIA-GT Meistertitel, 226 DTM- und ITC-Läufe, 43 erste Plätze, 25 Pole-Positions und 59 schnellste Runden auf seinem Konto verbuchen und hat fast jedes fünfte Rennen seiner Tourenwagen-Karriere gewonnen. 2008 hängte er das Lenkrad an den Nagel, arbeitet aber als Testpilot und Markenbotschafter weiter mit Mercedes-Benz zusammen, etwa bei der Entwicklung des Mercedes-Benz SLS AMG.

In die Geschichte ging auch das Rennen auf dem Shanghai Pudong Street Circuit ein, das am 18.7.2004 gestartet wurde, aber nicht zur Meisterschaft zählte. Im ersten Rennen riss das Fahrzeug von Bernd Mayländer beim Überfahren einen Kanaldeckel aus der Halterung. Mayländers Mercedes-Benz blieb daraufhin mitten auf der Strecke stehen. Das Rennen wurde abgebrochen, alle 72 Kanaldeckel wurden festgeschweißt. Aufgrund der Verzögerung konnte nur das erste Rennen neu gestartet werden, das Gary Paffett schließlich gewann.

Mit der C-Klasse konnte Mercedes-Benz seit 2004 in der DTM einige Erfolge und Titel feiern.

Die DTM C-Klasse von 2004 schrieb Rennsportgeschichte.
Mercedes-Benz C-Klasse DTM AMG Vodafone
  • Baujahr:

    2004

  • Zylinder:

    V8

  • Hubraum:

    4.000 cm3

  • Leistung:

    470 PS / 346 kW

  • Höchstgeschwindigkeit:

    280 km/h

Immer eine Nasenlänge voraus

Istanbul, 2004, Mercedes-Benz SLK 55 AMG DTM Safety-Car

Den Mercedes-Benz SLK 55 AMG ziert eine charakteristische Front, die eine Anlehnung an den Supersportwagen Mercedes-Benz SLR McLaren darstellt – und ihm den Spitznamen „Nasenbär“ einbrachte. Kein Wunder bei der markanten Schnauze.

Der SLK 55 AMG (Baureihe R 171) kam 2004 in einer für den Motorsport modifizierten Version in der Formel 1 als Safety-Car zum Einsatz. Am Steuer – damals wie heute – Bernd Mayländer. Der SLK 55 AMG des Videos übernahm diese Rolle in der DTM-Saison 2005.

Damit die Safety-Cars ihre Aufgabe erfüllen können, erfahren sie für eine bessere Performance einige Umbauten. Denn das Safety-Car darf die hinterherfahrenden Rennwagen nicht zu sehr ausbremsen, damit die wiederum ihre Reifen auf Temperatur halten können. Der SLK 55 AMG ist deshalb knapp 100 Kilogramm leichter als sein Serienpendant, verfügt über bessere Bremsen und kann dank breiterer Reifen und strafferer Fahrwerksabstimmung höhere Kurvengeschwindigkeiten erzielen.

Der Mercedes-Benz SLK 55 AMG wurde in der DTM-Saison 2005 als Safety-Car eingesetzt.

Viele sehen im SLK den Nachfolger des Klassikers 190 SL (W 121 B II), der als eleganter Sportwagen mit aufregendem Design bei kleinem Preis ursprünglich die Amerikaner begeistern sollte. Der Amerikaner Maximilian Edwin Hoffman hatte 1953 Vorstände von Daimler-Benz hartnäckig gedrängt, außer dem 300 SL noch einen bezahlbaren Sportwagen für den amerikanischen Markt zu bauen. Der 190 SL war – im Gegensatz zum 300 SL – nicht als reinrassiger Sportwagen konzipiert, sondern als sportlich-elegantes zweisitziges Reise- und Gebrauchsfahrzeug. Bereits 1954 feierte er seine Weltpremiere in New York. Bis Februar 1963 entstanden in Sindelfingen 25.881 Exemplare, und viele damalige Prominente wie Grace Kelly und Frank Sinatra schmückten sich mit dem eleganten Sportwagen.

Der Mercedes-Benz SLK 55 AMG wurde in der DTM-Saison 2005 als Safety-Car eingesetzt.
Mercedes-Benz SLK 55 AMG (Leistungsdaten Serienfahrzeug)
  • Baujahr:

    2004

  • Zylinder:

    V8

  • Hubraum:

    5.439 cm3

  • Leistung:

    360 PS / 265 kW

  • Höchstgeschwindigkeit:

    250 km/h

Der erfolgreiche Liebling

Dijon, 2009, Mercedes-Benz C-Klasse DTM Salzgitter

Die C-Klasse der Baureihe W 203 war von Beginn an eines der beliebtesten Modelle von Mercedes-Benz und schrieb auch als Rennwagen erfolgreich Motorsportgeschichte. 2004 löste sie den Mercedes-Benz CLK in der DTM ab, was seit 2000 für „Deutsche Tourenwagen-Masters“ steht. Ein Wagen in der Optik des Nachfolgemodells W 204 kam zwischen 2007 und 2011 zum Einsatz. Das Video zeigt ein Auto des Salzgitter-DTM-Teams der Saison 2009.

Die Mercedes-Benz C-Klasse DTM Bosch/Salzgitter kam in der Saison 2009 zum Einsatz.

Das DTM-Reglement hatte der Weiterentwicklung der Fahrzeuge sehr enge Grenzen gesetzt, um die Chancengleichheit zu erhöhen. Die 2009er-Fahrzeuge unterschieden sich in der Folge deshalb nur unwesentlich von den Vorjahreswagen. Durch intelligente Detaillösungen schafften es die Entwickler trotzdem, mehr Leistung aus der C-Klasse herauszuholen. Aerodynamisch gesehen ist der Wagen der Saison 2009 ein echtes Highlight: Ein Teil des Fahrtwindes wurde über große quadratische Kanäle durch das Cockpit geleitet und dann zur Steigerung des Abtriebs einem Doppeldiffusor zugeführt. Eine 8-in-1-Anlage auf der rechten Fahrzeugseite entließ die Abgase ins Freie. Dank dieses Maßnahmenpakets erzielte der Wagen deutlich schnellere Rundenzeiten als das Vorjahresmodell. Ab Mitte Juli 2009 kam eine 8-in-2-Anlage zum Einsatz, deren Endrohre sich auf beide Seiten des Wagens verteilen.

In der Saison 2009 sicherte sich Gary Paffett den Vizemeistertitel, was er ein Jahr später wiederholen konnte.

Die Mercedes-Benz C-Klasse DTM von 2009 ist ein aerodynamisches Highlight.
Mit der Salzgitter AMG Mercedes-Benz C-Klasse erzielte Gary Paffett auf dem Circuit Dijon-Prenois den 13. Sieg seiner DTM-Karriere.
Die Mercedes-Benz C-Klasse DTM von 2009 ist ein aerodynamisches Highlight.
Mercedes-Benz C-Klasse DTM Salzgitter
  • Baujahr:

    2009

  • Zylinder:

    V8

  • Hubraum:

    4.000 cm3

  • Leistung:

    500 PS / 368 kW

  • Höchstgeschwindigkeit:

    ca. 300 km/h

Der Flügelstürmer

Puebla, 2010, SLS AMG GT3

Der Mercedes-Benz SLS AMG ist zugleich der legitime Nachfolger und die komplette Neuinterpretation der Automobil-Ikone Mercedes-Benz 300 SL. Fachjournalisten und Besucher sind auf der IAA 2009 gleichermaßen begeistert und feiern die Rückkehr einer Legende. Als GT3-Version erobert die Neuauflage des Flügeltürers wenig später auch die Rennstrecken.

Der SLS AMG von 2009 ist der erste Flügeltürer von Mercedes-Benz seit dem Uhlenhaut-Coupé 300 SLR bzw. dem zwischen 1954 und 1957 gebauten 300 SL. Er ist zudem das erste von Mercedes-AMG eigenständig entwickelte Fahrzeug.

Der Mercedes-Benz SLS AMG GT3 machte auf dem internationalen Parkett eine ausgezeichnete Figur.
Der Mercedes-Benz SLS AMG GT3 machte auf dem internationalen Parkett eine ausgezeichnete Figur.

Ende März 2010 wurde mit dem SLS AMG GT3 im mexikanischen Puebla eine für den Kundensport konzipierte reinrassige Rennversion des Supersportwagens vorgestellt. Rennserien des Automobil-Weltverbandes FIA für seriennahe GT-Fahrzeuge gewannen und gewinnen immer mehr an Beliebtheit.

Der Mercedes-Benz SLS AMG GT3 fuhr weltweit in mehr als 22 Rennserien und auf fünf Kontinenten. Allein die Saison 2012 brachte 43 Siege und 9 Titelgewinne, eine Bilanz, die 2013 mit dem Gewinn zahlreicher prestigeträchtiger Rennen wie in Spa-Francorchamps oder Barcelona einen neuen Höhepunkt fand. Der Sieg beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring war zugleich der 100. Triumph für den Rennwagen seit Beginn des Kundensportprogramms im Jahr 2010. Gegenüber der Serie hat der SLS AMG GT3 eine höhere Motorleistung, aerodynamische Veränderungen sowie das auch aus der Formel 1 bekannte Schutzsystem „Head and Neck Support“ (HANS).

Der SLS AMG GT3 verbindet hochkarätige Rennsporttechnik mit spektakulärem Design.

Der Mercedes-Benz SLS AMG GT3 konnte auf fast allen internationalen Rennstrecken Erfolge feiern.
Mercedes-Benz SLS AMG GT3
  • Baujahr:

    2011

  • Zylinder:

    V8

  • Hubraum:

    6.208 cm3

  • Leistung:

    ca. 550 PS / 410 kW

  • Höchstgeschwindigkeit:

    > 300 km/h

Der SLS AMG Coupé Black Series siegte 2013 in Le Castellet.

Schwarze Magie

Affalterbach, 2013, SLS AMG Coupé Black Series

Die „Black Series“-Modelle von Mercedes-AMG stehen für kompromisslose Sportlichkeit, für „Fahrdynamik von einem anderen Stern“, so auch der SLS AMG Coupé Black Series. Die High-End-Version des Flügeltürers wurde inspiriert von der Rennversion SLS AMG GT3 und 2013 zum „Sportscar des Jahres“ gewählt.

Das Modell der Baureihe C 197 fasziniert durch atemberaubendes Design und überragende Fahrdynamik. Basis für Performance und Dynamik sind zahlreiche Neuentwicklungen bei Aerodynamik, Fahrwerk und Motor sowie konsequenter Leichtbau: Zahlreiche Elemente der Karosserie wie etwa die Motorhaube und die „Torque Tube“ zwischen Getriebe und Motor bestehen komplett aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff Carbon. Alternativ zum serienmäßigen Heckflügel, der ab 120 km/h automatisch ausfährt, ist ein feststehender und verstellbarer Carbon-Heckflügel im Stil des SLS AMG GT3 erhältlich. Mit einem Leergewicht von nur 1.550 Kilogramm und einem Plus von 44 kW (60 PS) gegenüber dem „normalen“ SLS AMG erreicht der SLS AMG Coupé Black Series eine Beschleunigung von 0 auf 100 in 3,6 Sekunden und unterstreicht, wie gut der Techniktransfer vom Motorsport auf die Straße funktionieren kann.

Der AMG 6,3-Liter-V8-Motor wird nach der Philosophie „one man, one engine“ in der AMG Motorenmanufaktur in Affalterbach in Handarbeit gefertigt. Sichtbarer Beleg: die für „Black Series“-Modelle typische schwarze AMG Motorplakette mit Unterschrift des verantwortlichen Motorenmonteurs. Der V8-Motor ist akustisch unverkennbar von der Rennstrecke inspiriert und überzeugt – dank neu konzipierter AMG Sport-Abgasanlage in Titan-Ausührung – mit einem kräftigeren, noch markanteren Motorsound. Für den Rennstreckeneinsatz haben die Ingenieure von Mercedes-AMG darüber hinaus bei Motor und Getriebe zahlreiche Optimierungen umgesetzt. Nicht umsonst schreiben die Fachzeitschriften von „schwarzer Magie“, wenn es um die „Black Series“-Modelle geht.

Der SLS AMG Coupé Black Series wurde zum „Sportscar des Jahres“ 2013 gewählt.

Der SLS AMG Coupé Black Series ist das fünfte Modell der „Black Series“-Serie von AMG.
SLS AMG Coupé Black Series
  • Baujahr:

    2013

  • Zylinder:

    V8

  • Hubraum:

    6.208 cm3

  • Leistung:

    464 kW / 631 PS

  • Höchstgeschwindigkeit:

    315 km/h

Pretty in Pink

Frankfurt, 2016, Mercedes-AMG C 63 DTM

Der pinke Mercedes-AMG C 63 DTM von BWT ist ein echter Hingucker auf den Rennstrecken der DTM. BWT hat sein Engagement ausgeweitet und war in der Saison 2016 gleich mit zwei Wagen im einmaligen BWT-Design unterwegs. Das Fahrzeug mit der Startnummer 8 wurde von Christian Vietoris pilotiert.

Für die Saison 2016 bekam der Mercedes-AMG C 63 DTM ein Facelift, das die Designsprache der Straßenversion des Mercedes-Benz C-Klasse Coupés (C 205) übernahm; das war auf der IAA 2015 in Frankfurt der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Es bot eine hervorragende Basis für das DTM-Fahrzeug, denn es setzte Standards bezüglich Fahrdynamik und Design. Durch das Reglement waren die Entwicklungsbereiche stark eingeschränkt: Die Aerodynamik, der Motor und das Fahrwerk sowie die Einheitsbauteile musste man unverändert vom Vorgänger übernehmen. Die Aerodynamik des Fahrzeugs wurde oberhalb der „Designlinie“ auf die neue Form des C-Klasse Coupés angepasst. So ist sichergestellt, dass das Design des Serienfahrzeugs immer auch beim DTM-Auto erkennbar bleibt. Unterhalb dieser Linie sind Änderungen nicht erlaubt. Optisch auffällig sind vor allem das dynamische Design der Scheinwerfer und der AMG Twin Blade Grill des Mercedes-AMG C 63 Coupés.

Mercedes-AMG C 63 DTM-Wagen von BWT im markanten pinken Design auf dem Norisring

Als Fahrer gingen der DTM-Rookie Lucas Auer und der erfahrene Christian Vietoris ins Rennen. Insgesamt standen in der Saison 2016 drei verschiedene Mercedes-AMG DTM-Piloten als Sieger auf dem Podest.

Der Mercedes-AMG C 63 DTM-Wagen von BWT trug in der Saison 2016 ein markantes pinkes Design.

Übrigens: Die C-Klasse ist mit 85 Siegen in 156 Rennen (seit 1994) das erfolgreichste Auto der DTM-Geschichte.

Der Mercedes-AMG C 63 DTM-Wagen von BWT im markanten pinken Design.
Mercedes-AMG C 63 DTM
  • Baujahr:

    2016

  • Zylinder:

    V8

  • Hubraum:

    4.000 cm3

  • Leistung:

    482 PS / 360 kW

  • Höchstgeschwindigkeit:

    > 250 km/h

Kilometer
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