13. Oktober 2016

Solution Space:
Ideenkraftwerk am Dom

Ein kleines Brainstorming auf dem Mars, Team-Workshops auf dem Merkur oder gleich ein Firmen-Event in den riesigen Hallen des Jupiters – alles ist möglich. Das Innovationshaus am Dom gehört zu Deutschlands beliebtesten Coworking Spaces und bietet für jedes Team und jedes Budget einen kreativen Raum. Willkommen im Solution Space.

Ob in Startups, kleinen und mittleren Unternehmen oder großen Konzernen – bleiben die innovativen Ideen auf der Strecke, sind die Gedanken einmal festgefahren, braucht es häufig einen Tapeten- und Perspektivwechsel. Das heißt für Stefanie Weidner: Raus aus der Einbahnstraße, rein in die Umlaufbahn des Solution Space. „Wir haben immer eine bunte Mischung an Mietern hier“, so die Gründerin und Geschäftsführerin des Kölner Coworking Space. „Von Künstlern über Filmemacher bis zu Social-Media-Experten und Softwareentwicklern.“ Auch Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker unterhielt während ihres Wahlkampfs 2015 ein Büro im Solution Space.

Querdenken im Solution Space

Hier werden neue Geschäftsideen erarbeitet, Businesspläne entwickelt, Projekte realisiert. Da sind zum Beispiel Stefanie Gärtner und Rabea Knippscher, die mit ihrer Firma Limmaland alte IKEA-Möbel in neues Kinderspielzeug verwandeln und 2016 den Kölner Gründerpreis gewannen. Oder die Firma Virado, die Apps für Versicherungsmakler entwickelt. Hier lernt jeder von jedem. Das ist der Kern des Solution-Space-Konzepts. Und sein Erfolgsgeheimnis.

Stefanie Weidner im Wohnzimmer Café ihres Innovationshauses.
Im gemütlichen Wohnzimmer-Café kommen die Bewohner zu Gesprächen zusammen – ganz zur Freude von Stefanie Weidner.

Neue Impulse und Aha-Effekte

Gemeinschaftsbüros sind besonders beliebt bei Start-ups und Freiberuflern. Sie bieten Raum für Kreativität, Kontakte und Inspiration. Das Kölner Co-Working-Space schlägt die Brücke zwischen unterschiedlichen Arbeits- und Denkwelten, die hier zusammenwirken. „Viele Unternehmen kommen zu uns, um außerhalb ihrer strengen Konzernstrukturen mit einem gewissen Freiraum an neuen Ideen und Lösungen zu arbeiten“, weiß Weidner. Im Solution Space begegnen sich flexible Start-ups mit innovativen Visionen und große Unternehmen mit fachlichem Know-how und der nötigen Infrastruktur, um aus guten Ideen marktreife Produkte zu entwickeln.

Hinterm Dom gleich links

Stefanie Weidner, studierte Service-Designerin, setzt sich mit der Frage auseinander, was Menschen benötigen, um kreativ, innovativ und produktiv zu sein. Die entscheidende Rolle spielen dabei Arbeitsräume und -prozesse. „Obwohl Ideen meist von Individuen artikuliert werden, sind sie doch das Produkt einer Gemeinschaft.“Brian Eno, Musiker„Ich habe früher selbst in Co-Working-Büros gearbeitet, dachte aber immer, dass das Potenzial eines solchen Netzwerkangebots nicht richtig ausgenutzt wird.“ Also hat sie das Konzept des Solution Space erarbeitet und wurde damit in dem Gebäudekomplex am Kölner Dom mit offenen Armen empfangen. Seit Ende 2014 bietet die 31-Jährige hier mit ihrem Team auf über 3.500 Quadratmetern 65 Büros, zwei Co-Working-Bereiche, Besprechungs- und Eventräume, eine Werkstatt sowie das urige Wohnzimmer-Café. Dort wird nicht nur fair gehandelter Kaffee getrunken, sondern auch diskutiert, gegrübelt, sich ausgetauscht und beraten.

Future Work Design

Stefanie Weidner, die ihre Solution-Space-Mieter liebevoll „Bewohner“ nennt, versteht sich eben nicht nur als Vermieterin von Büros. Denn gerade Gründer und Startupper verbringen den größten Teil ihres Arbeitsalltags hier – gemeinsam mit dem Team des Kölner Innovationshauses. Fürs Abschalten und Seele-baumeln-lassen sorgt ein Yoga-Kurs; ein Massageraum und Qi Gong-Kurs sind bereits in Planung. Das Konzept: Erfolg versprechend. Für Flexibilität, Raumangebot, Services und Gebäudeportfolio erhielt das Solution Space die manager magazin-Auszeichnung „bestes Managed Office 2016“ am Standort Köln. Die Geschäftsführerin ist überzeugt: „Flexiblere Strukturen und Arbeitsgemeinschaften begünstigen die Entwicklung von Innovationen. Wir sind ein Modell für die mögliche Zukunft des Arbeitsalltags.“

Fotos: © Jens Pussel