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Lifestyle | Wuppertal - 01. April 2019

Aralandia:
Ein Projekt wird flügge

Der „Grüne Zoo Wuppertal“ wird um eine Attraktion reicher: Die imposante Freiflugvoliere Aralandia soll noch in diesem Jahr ihre Tore für die Besucher öffnen. Sie bietet Einblicke in die Welt der Papageien und Flamingos und eröffnet dem internationalen Artenschutz ganz neue Möglichkeiten.

Am Hang aufgespannt zwischen prächtigen alten Bäumen und neuen, funktionellen Gebäuden empfängt Aralandia demnächst die Besucher im Grünen Zoo Wuppertal. Die rund 1.100 Quadratmeter große Freiflugvoliere, das bislang größte Projekt des Zoo-Vereins Wuppertal e. V., wird nicht nur Heimat für exotische Vögel vom Ara bis zum Flamingo sein. Sie fungiert auch als größte Partner­börse für Papageien weltweit. „Man könnte sie spaßeshalber als Speed-Dating-Treffpunkt für Aras bezeichnen“, sagt Andreas Haeser-Kalthoff, Diplom-Biologe und Geschäftsführer des Zoo-Vereins. „Wir werden Jungvögel nach Wuppertal holen, damit sie sich hier bei uns in der Voliere näherkommen.“ Wenn sich zwei der treuen Tiere gefunden haben, werden sie aus dem Schwarm separiert und als Paar wieder an Zoos und Zuchtstationen abgegeben. „Es ist ein Geben und Nehmen“, so Haeser-Kalthoff. Dafür arbeitet der Wuppertaler Zoo eng mit anderen europäischen Artenschutzprojekten wie der Loro Parque Fundación zusammen. „Das zoologische Konzept von Aralandia ist einmalig.“Andreas Haeser-Kalthoff Das Projekt des bekannten Zoos Loro Parque auf Teneriffa widmet sich dem Schutz und der Züchtung vom Aussterben bedrohter Papageien-Arten wie dem Blaulatz-Ara.

Die quirligen Erdmännchen im Wuppertaler Zoo sind besonders bei Kindern beliebt.
Da staunen sie nicht schlecht: Die Erdmännchen freuen sich schon auf ihre neuen Nachbarn in Aralandia, das Ende 2019 eröffnen soll.

Filigrane Metallkonstruktion

Eigentlich sollte Aralandia schon 2017 öffnen. Doch wie häufig bei solchen Großprojekten mussten erst einige finanzielle und administrative Hürden aus dem Weg geräumt werden, bevor im März 2018 endlich die Baugenehmigung vorlag. Von da an ging es schnell: Die Papageien und Flamingos im Wuppertaler Zoo wurden für die Bauzeit von ihrem alten Platz ausquartiert. Dann erfolgte im Juli die Grundstein­legung. Die Pläne des renommierten Berliner Architekturbüros Dan Pearlman lagen bereits vor. Sie erinnern mit ihrem Entwurf einer bis zu zehn Meter hohen filigranen Konstruktion an den Flügel eines Papageien. Über sieben Metall­bögen spannt sich das Netz von Aralandia. Darunter entfaltet sich eine abwechslungsreiche Landschaft, die an die südamerikanische Heimat der Bewohner erinnern soll – soweit das bei einem Freiluftgehege in europäischen Breiten möglich ist. Ein Besuchersteg verläuft in drei bis vier Meter Höhe über einen künst­lichen Bachlauf und vorbei an den beiden integrierten Bäumen. So können die Vögel ab Herbst 2019 quasi auf Flughöhe beobachtet werden.

Andreas Haeser-Kalthoff zeigt uns den Rückzugsraum für die Papageien im Wuppertaler Zoo.
Dort, wo Andreas Haeser-Kalthoff gerade noch in der Baustelle steht, wird sich der Bereich befinden, in den sich die Ara-Liebespaare zurückziehen können.
Aralandia im Wuppertaler Zoo nimmt langsam Formen an.
Aralandia unterstützen
  • Netzpatenschaft:

    Ornithologen, Tierfreunde und Liebhaber des Wuppertaler Zoos können Aralandia nach wie vor unterstützen mit einer Patenschaft für ein symbolisches Stück der Netzkonstruktion. Bereits ab 100 Euro kann man unter www.aralandia.de Netzpate werden. Alle Netzpaten erhalten als Dankeschön eine Urkunde, ein Netzpaten-Abzeichen in Form einer Ansteckfeder in Blau, Bronze, Silber oder Gold sowie eine Spendenbescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt. Außerdem werden sie auf einer Spendentafel in Aralandia verewigt.

Naturnahe Lebensräume

Nach und nach wurden seit 2013 Teilprojekte in Angriff genommen, um Tierhaltung und Zucht zu verbessern, die Attraktivität zu steigern sowie die Bedingungen für Besucher und Mitarbeiter zu optimieren. „Das bedeutet leider, dass wir uns von einigen Arten trennen mussten und auch noch trennen werden“, sagt Haeser-Kalthoff. „Dafür schaffen wir aber auch gezielt neue Spezies an, wie etwa den Ameisenbär, und geben vorhandenen Tieren mehr Raum.“ Nach dem Neubau des Zoo-Restaurants Okavango erhielten 2016 die Milus oder Davidshirsche in einem bis dato ungenutzten Waldgebiet ein neues und naturnahes Gehege. Zuletzt wurde eine neue Anlage für die junge Schneeleopardenfamilie fertiggestellt. In Planung ist noch eine Anlage für bedrohte asiatische Tierarten. Neben südost­asiatischen Gebäuden soll das Besondere an „Pulau Buton“ die Vergesellschaftung mehrerer Arten wie Gibbons, Zwergotter oder die stark bedrohten Prinz-Alfred-Hirsche werden.

Mercedes-Benz unterstützt den Wuppertaler Zoo mit Fahrzeugen.
Die Mercedes-Benz Niederlassung Wuppertal kooperiert mit dem Grünen Zoo Wuppertal. Derzeit ist unter anderem ein lokal emissionsfreier eVito im Zoo im Einsatz.
Die zwei jungen Schneeleoparden streifen gerne durch ihr Himalaya-Revier.
Die zwei jungen Schneeleoparden wurden vor knapp drei Jahren im Wuppertaler Zoo geboren.