05. Dezember 2018
Lifestyle | Rhein-Ruhr

Ein Traum von Schmuck

Zufall oder Schicksal? Die Wege von Mira Blumberg und Sophie Caspers haben sich im Laufe ihres Lebens immer wieder gekreuzt. Zeit, gemeinsame Sache zu machen. Heute kreiert das junge Start-up aus Düsseldorf begehrte Designerstücke. Und die sind vor allem eines: edel und exklusiv.

Schon als Kind war Sophie Caspers vom Schmuck ihrer Großeltern fasziniert. „Ich kannte einzelne Edelsteine wie Rubine, Saphire oder Smaragde und war davon angetan, welche Farben die Natur hergibt“, erinnert sich die 25-Jährige. Kein Wunder, dass ihr Berufswunsch früh feststand: „Goldschmiedin“, schrieb sie in ein Freundschaftsbuch zu Schulzeiten. Ein Eintrag, den sie erst Jahre später wiederentdeckte. Nach dem Abitur absolvierte Caspers verschiedene Praktika, um einen Beruf zu finden, der wirklich zu ihr passt. „Mein letztes Praktikum machte ich bei einem Goldschmied und wusste sofort, dass das meine Bestimmung ist.“

Während ihrer Ausbildung traf sie immer wieder auf Mira Blumberg. „Kennengelernt haben wir uns in der Berufsschule, später sahen wir uns in der Edelsteinfasserschule wieder, dann hatten wir denselben Arbeitgeber, später kam noch die Meisterschule hinzu – das konnte kein Zufall mehr sein.“ Schnell wurde beiden klar, dass sie ähnlich ticken, ihre Arbeitsweise und die Vorstellung vom perfekten Schmuckstück zusammenpassen. „Und so entstand die Idee zu Blumberg Caspers, denn auch der Traum von der Selbstständigkeit verband uns“ erzählt die 31-jährige Mira, die zuvor den Bachelor im Bereich Media Management absolvierte.

Mira Blumberg und Sophie Caspers bei der Arbeit in der Goldschmiede in Düsseldorf
Exklusive Einzelanfertigungen sind ihr Fachgebiet: Sophie Caspers (l.) und Mira Blumberg bei der Arbeit.
Ausgewählte Schmuckstücke der Goldschmiede-Manufaktur Blumberg Caspers in Düsseldorf
Inspiriert werden die Designerinnen durch vielerlei Dinge: „Manchmal ist es ein Gebäude mit einer besonders interessanten Architektur, das uns zu neuen Formen bringt.“

Blumberg Caspers: Schmuck made in Germany

Im Juni 2018 war es so weit: Die Goldschmiedemanufaktur Blumberg und Caspers eröffnete ihren neuen Showroom mit der gläsernen Manufaktur am Carlsplatz – direkt im Herzen der Düsseldorfer Altstadt. Ein Ort, der eine lange Handwerkstradition hat, denn über viele Jahre war hier das Familienunternehmen Conzen mit seiner Rahmenfabrik ansässig. „Das Gold ist mit uns also wieder in die Poststraße 3 zurückgekehrt“, erzählt Caspers, „früher wurden hier die handgefertigten Rahmen vergoldet, heute kreieren wir Schmuck.“ Für die jungen Designerinnen ging mit dem Showroom ein weiterer Lebenstraum in Erfüllung. „Es ist ein Ort, wo wir uns wiederfinden, die persönliche Begegnung mit unseren Gästen ermöglicht es uns, ihnen unsere Leidenschaft und den Schaffensprozess näherzubringen und sie mit einzubeziehen.“ Vom Entwurf über die Anfertigung bis hin zum Fassen des Schmuckstücks. Toll sei es auch, dass der Hof der Poststraße 3 drei Kunstgalerien beherberge, „so ist ganz viel Kreativität und Künstler-Touch unter einem Dach vereint. Dadurch fühlen wir uns und unser Handwerk wertgeschätzt. Wir halten zusammen und veranstalten gemeinsame Events.“

Mira Blumberg und Sophie Caspers bei der Arbeit in der Goldschmiede in Düsseldorf
Der Showroom der Goldschmiedemanufaktur Blumberg Caspers in Düsseldorf vereint Stil und Exklusivität.

„Rotgold schmeichelt einfach jedem Hauttyp“

Welcher Ohrring passt zu meiner Kette? Was kann ich mit dem Edelstein machen, den ich von meiner Oma geerbt habe? Auch bei Fragen wie diesen helfen Blumberg und Caspers gerne weiter. „Es ist zum Beispiel schon vorgekommen, dass eine Kundin uns das Foto ihres Kleides zeigte, das sie auf einer Gala tragen wollte, sie war sich aber unsicher bei der Wahl des richtigen Schmuckstücks.“ Ist das entsprechende Stück nicht in der Kollektion vorhanden, geht’s an die Arbeit: „Meist hat eine von uns den Ansatz einer Idee, die andere ergänzt und dann fangen wir an zu zeichnen. So ein Schmuckstück ist immer Teamwork und zu zweit macht das Designen einfach doppelt Spaß.“

„Wir haben einfach den schönsten Beruf, den es gibt.“Mira Blumberg

Was schmucktechnisch gerade im Trend liegt? „Materialien wie Bronze und Kupfer sind zwar derzeit angesagt, wir arbeiten in der aktuellen Kollektion jedoch vorwiegend mit 750er Rotgold und 750er Weißgold. Denn wir machen ungern Kompromisse, unser Schmuck soll hochwertig und zeitlos schön sein“, erzählt Caspers. Rotgold schmeichle übrigens jedem Hauttyp, das sei sicherlich auch ein Grund, warum das Material schon seit Längerem viel genutzt werde.

„Brillanten sind, glauben wir, immer im Trend“, ergänzt Blumberg. „Zusätzlich schwören wir noch auf ausdrucksstarke Farbsteine.“ „Ein Stein muss sein“, lautet das Motto der ausgezeichneten Goldschmiedinnen. „Erst durch ihn wird der Schmuck zum Leben erweckt.“ Passend dazu befindet sich in jedem ihrer Schmuckstücke ein etabliertes Markenzeichen von Blumberg Caspers: ein kleiner Brillant zwischen Logo und Feingehaltpunzierung.

Ohrstecker aus Mondstein Rauchquarz 750 Rotgold von der Goldschmiede Manufaktur Blumberg Caspers aus Düsseldorf
Elegant und filigran: Ohrstecker aus Mondstein, Rauchquarz und 750er Rotgold.

„Die Menschen hier mögen es exklusiv“

Und welcher Edelstein wäre Düsseldorf? „Definitiv ein Brillant“, so Blumberg, für mich ist das der perfekte Stein. Ich wurde hier geboren, daher ist Düsseldorf für mich die schönste Stadt und der gebührt natürlich der schönste Stein.“ „Wir finden, er würde gut an einen Ring passen, denn den sieht man immer und er bleibt in Bewegung – so wie die Stadt auch“, ergänzt Caspers. Generell müsse es schon etwas ganz Besonderes sein: „In Düsseldorf, da ist Fashion und Art, da legen die Leute Wert auf ihr Äußeres.“

Auch für die Zukunft haben Blumberg und Caspers noch einige Träume: „Gerne würden wir einen Azubi ausbilden, denn wir möchten unsere Leidenschaft und das handwerkliche Wissen weitergeben. Der Beruf des Goldschmiedes ist einfach der schönste, den es gibt. Außerdem wäre es toll, wenn wir unsere Sommer- und Herbstausstellungen ausweiten könnten, die wir dieses Jahr im Romantikhotel Achterdiek und dem Strandhotel Kurhaus auf der Nordseeinsel Juist gestartet haben. Projekte auf anderen Inseln wie Sylt sind gerade in Planung. Auch bei uns in der gläsernen Manufaktur werden zukünftig Events anstehen, unter anderem eine „Ladies Night“. Bis dahin tun die beiden Goldschmiedinnen das, was sie am liebsten tun: sich zu neuen Kreationen beflügeln lassen.

Brillantring 750 Weissgold aus der Goldschmiede Blumberg Caspers Duesseldorf
Ein edler Hingucker: ein Brillantring aus 750er Weißgold aus der Goldschmiede Blumberg Caspers.