27. Juli 2016
Lifestyle | Köln/Leverkusen

Ehrenfeld
Das Tor zur Welt

Im Club Bahnhof Ehrenfeld und dem benachbarten YUCA verschmelzen vielfältige kulturelle Einflüsse und musikalische Stilrichtungen aus aller Welt zu einem erfolgreichen Veranstaltungskonzept.

Hip-Hop aus Brasilien, Latin-Jazz aus Peru, Folk-Rock aus den USA, Dubstep aus Dänemark – Liebhaber von internationaler Musik abseits des globalen Mainstreams bekommen in Köln seit nunmehr einem Jahr im YUCA in Ehrenfeld ein volles Programm auf ihre Ohren. „Das YUCA wurde vom Start weg gut vom Publikum angenommen“, zeigt sich Mankel Brinkmann, Mitgründer des Club Bahnhof Ehrenfeld (CBE), noch immer überrascht vom schnellen Erfolg des Nischenclubs. „Wir begrüßen es, wenn noch mehr Clubs in Köln entstehen – insbesondere bei uns in der Nachbarschaft. Schließlich profitieren wir alle von einer vielfältigen Musik- und Kulturszene.“Mankel BrinkmannMit Unterstützung einer Crowdfunding-Kampagne bauten er und seine Partner vom CBE 2015 einen dritten Brückenbogen aus – gleich neben ihrer etablierten Location unterm Ehrenfelder Bahnhof. Ziel war, unbekanntere Künstler vor kleinerem Publikum auftreten zu lassen und große Partys auf mehreren Floors zu ermöglichen. „Es ist eine ambitionierte Angelegenheit“, sagt Brinkmann. „Man muss am Ball bleiben. Denn natürlich suchen viele Gäste auch nach den Trends des Mainstreams – höchstens mit lokaler Einfärbung.“

Für jeden Jeck etwas anderes

Mit dem YUCA hat sich der Club Bahnhof Ehrenfeld die Möglichkeit geschaffen, Trends zu setzen, statt ihnen bloß zu folgen. „Wir versuchen, vielfältig zu sein und neben Konzerten auch Veranstaltungen mit kulturellem Anspruch anzubieten. Und größere Veranstaltungen können wir mit dem YUCA zum Beispiel durch Livemusik auf einer zusätzlichen Bühne verbessern“, sagt CBE-Finanzchef Brinkmann. Vielfalt war auch 2010 schon oberstes Ziel, als er, Ricardo Costa, Gabriel Riquelme und Torge Draeger beschlossen, in der damals recht überschaubaren Musikszene in Köln einen neuen Akzent zu setzen. „Wir haben zusammen studiert und lateinamerikanische Partys organisiert. Unser Traum war, das in größerem Rahmen zu machen, denn Köln hatte in diesem Bereich ein Defizit“, sagt der Portugiese Costa, der für den Gastronomiebereich verantwortlich ist.

Mankel Brinkmann und Ricardo Costa stehen vor ihrem Club.
Mankel Brinkmann (l.) und Ricardo Costa, zwei der Gründer des CBE, mischen mit ihrem Clubbing-Konzept die Kölner Eventszene auf.

Es lebe die Vielfalt!

Heute fließen durch die Erweiterung des CBE-Teams, die nach der Eröffnung des YUCA nötig war, wieder viele neue kulturelle Facetten mit in das Unternehmen ein. So feierte vor wenigen Wochen zum Beispiel der Día Andino, ein lateinamerikanischer Markt mit einer fröhlichen Melange aus Kultur, Essen, Kunst und Livemusik, eine gelungene Premiere. Auch für die zweite Jahreshälfte 2016, der Hochsaison für Konzerte und Liveshows, steht neben Musik auch schon wieder einiges an Kultur auf dem facettenreichen Programm. „Es wird mit ‚Urban Africa – My Future in 2020’ ein Förderprojekt der Bundeskulturstiftung geben“, kündigt Brinkmann an. „Dabei arbeiten deutsche Kunstschaffende mit Künstlern aus Südafrika, Ghana und Simbabwe zusammen, um die Zukunftsperspektiven beider Kontinente zu thematisieren.“

Ricardo Costa und Mankel Brinkmann im ersten Bogen des Club Bahnhof Ehrenfeld.
Mit der Neueröffnung des YUCA haben Costa und Brinkmann einen dritten Bogen hinzugewonnen, in dem sie kleinere Konzerte und Newcomer-Events anbieten.
Die vier Gründungsväter des CBE
Club Bahnhof Ehrenfeld und das YUCA
  • Gründung:

    Der Club Bahnhof Ehrenfeld wurde am 22. Mai 2010 von Ricardo Costa, Mankel Brinkmann, Gabriel Riquelme und Torge Draeger (Bild v. l.) gegründet. Das YUCA, welches zu einem großen Teil durch eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne finanziert wurde, kam 2015 hinzu.

  • Location:

    Der CBE befindet sich im Künstler- und Partyveedel Köln-Ehrenfeld direkt unter dem S-Bahnhof in zwei alten Brückenbögen. Für das YUCA wurde ein dritter Bogen ausgebaut.

  • Events:

    Der Club bietet ein weitgefächertes kulturelles Angebot aus Partys, Konzerten, Poetry Slams, Cultural-Entertainment-Shows, Flohmärkten und vielen anderen Events. Dank des YUCA gibt es nun auch Raum für kleinere Newcomer-Konzerte und ein profiliertes Nischenprogramm.

  • Genres:

    Vielfalt ist im Club Bahnhof Ehrenfeld Programm. Der Schwerpunkt liegt aber im Bereich Alternative Black Music – sprich Jazz, Soul, Funk, Hip-Hop, House, Salsa, Latin-Jazz, Reggae und Blues.

Fotos: © Club Bahnhof Ehrenfeld, © Jens Pussel

Der Biergarten im Club Bahnhof Ehrenfeld

Club Bahnhof Ehrenfeld

Bartholomäus-Schink-Straße 67
50825 Köln

cbe-cologne.de