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Lifestyle | Darmstadt - 20. Oktober 2017

Stadt der
Ideen

In der schönen neuen Welt wird alles vernetzter. Darmstadt wird hierbei eine Vorreiterstellung einnehmen. Vor ein paar Monaten hat sich die Stadt im Wettbewerb „Digitale Stadt“ durchgesetzt. Die ersten Maßnahmen werden im kommenden Jahr umgesetzt. Was bedeutet das konkret?

„Darmstadt ist seit zwanzig Jahren Wissenschaftsstadt. Dass es uns ausgerechnet im Jubiläumsjahr gelingt, digitale Stadt für Deutschland und Europa zu werden, ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis jahrelangen Vordenkens und Vorarbeitens.“ So äußerte sich Oberbürgermeister Jochen Partsch anlässlich des Wettbewerbgewinns. Doch womit hat die Stadt gepunktet, welche Kriterien haben den Unterschied gemacht? Überzeugt wurde die Experten-Jury vor allem durch die zahlreichen wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen, die Vielseitigkeit der ansässigen Industriebetriebe und vom generellen Gründergeist der offenen und vor allem technikaffinen Menschen der Stadt. Sie ist schließlich die Heimat Tausender Wissenschaftler und ganz nebenbei auch noch die Wiege der Elektrotechnik – und jetzt könnte die Stadt zum Leuchtturm für das Projekt Digitalisierung werden.

Wettbewerb Digitale Stadt Darmstadt: die Bürgermeister der Bewerber in der Endrunde
Die Bürgermeister der fünf Endrundenteilnehmer (v. l. n. r.): Klaus Mohrs (Wolfsburg), Michael Dreier (Paderborn), Prof. Eckart Würzner (Heidelberg), Klaus Weichel (Kaiserslautern) und Jochen Partsch (Darmstadt)

Oberbürgermeister Jochen Partsch erklärt, warum Darmstadt das perfekte Ökosystem für die Digitalisierung bietet.

Darmstadt: digitaler und vernetzter

Ab Anfang 2018 werden alle öffentlichen Bereiche mit neuester digitaler Technologie und Infrastruktur ausgerüstet. So wird etwa die Stadtverwaltung ein E-Government-Portal einrichten, das den Bürgern virtuelle Behördengänge ermöglicht. Lob-, Ideen- und Beschwerdemanagement erfolgen ebenfalls online.

Eine wesentliche Neuerung für den Wirtschaftssektor ist die Darmstadt-App, die den Kunden künftig digitalen Zugang zu Handels- und Dienstleistungsangeboten bietet. Für Einkäufe von zu Hause oder unterwegs erhalten die Darmstädter eine direkte Verbindung zu den Geschäften, die sich am lokalen Lieferservice beteiligen. Bestellungen werden noch am selben Tag mit E-Cargo-Bikes, die mit Ökostrom geladen werden, umweltschonend nach Hause geliefert.

Wettbewerb Digitale Stadt Darmstadt: App
Für den digitalen Zugang zu lokalen Handels- und Dienstleistungsangeboten dient die Darmstadt-App. Neben der Bereitstellung von Basisinformationen bietet die App zahlreiche Services. So können Waren zum Beispiel direkt nach Hause bestellt werden. Geliefert werden sie mit Fahrzeugen mit Elektroantrieb.
Wettbewerb Digitale Stadt Darmstadt: Verwaltung
Darmstadts Verwaltung bietet ab 2018 weitere digitale Dienstleistungen an. Ein Beispiel ist das E-Government-Portal, das den Service für die Bürger verbessern soll.

Digitale Angebote


Besser im Fluss
Um den Verkehr in der Stadt zu optimieren, werden der öffentliche Nahverkehr und die Infrastruktur weiter ausgebaut. Ein wichtiger Baustein dabei sind Elektro-Ladestationen, deren Netz sowohl im Zentrum als auch in den Randgebieten engmaschiger werden soll. Zudem werden öffentliche Mobilitätsstationen eingerichtet, an denen Fahrräder, Autos sowie Transporter zur Verfügung stehen.


Besser vernetzt
Sensoren, die in Signalanlagen, Straßenbeleuchtung („Smart Lampposts“), Mülltonnen und Fahrzeugen der öffentlichen Versorgung integriert sind, erfassen vielfältige Daten. Hierdurch werden der Verkehrsfluss, die Straßenbeleuchtung, der öffentliche Nahverkehr, die Müllentsorgung und Carsharing-Angebote bedarfsgerecht gesteuert.


Besser versorgt
Durch den zunehmenden Einsatz von Energiespeichern in Mietgebäuden wird eine kostengünstige und effiziente Versorgung mit Strom und Wärme sichergestellt. Bei der Abfallentsorgung entstehen wirtschaftliche und ökologische Vorteile durch die Bündelung und Ausweitung von Services auf den Sammeltouren der städtischen Betriebe.

Auch das Gesundheitswesen der Stadt wird grundlegend reformiert. So können Bürger zum Beispiel per Smartphone jederzeit auf ihre Gesundheitsdaten zugreifen. Der Online-Check-in ins Klinikum Darmstadt wird ebenfalls möglich sein. Den sicheren Weg bis auf die Station garantiert die digitale Gebäudenavigation. Nach der Entlassung sorgt dann das digitale Verordnungsmanagement für die notwendigen Hilfsmittel bei der Homecare-Versorgung. Im Bereich Energie und Umwelt wird ebenfalls einiges passieren: Ressourceneffizienz und Emissionsminderung stehen dabei im Vordergrund. So sorgen etwa digitale Wasser- und Stromzähler, sogenannte Smart Meter, für mehr Transparenz. An den Straßen der digitalen Stadt bieten „Solar Trees“ Internetzugang und Ladestationen – und sorgen ganz nebenbei für energieeffiziente Beleuchtung.

Digitale Verkehrsplanung

Bei der Müllentsorgung wird künftig durch Nutzung von Füllstandssensoren und Berücksichtigung der aktuellen Straßenlage eine wesentlich dynamischere Tourenplanung möglich sein. Dadurch können deutlich kleinere Fahrzeuge zum Einsatz kommen – zum Beispiel auch E-Fahrzeuge. Ein weiterer Aspekt, der bei der digitalen Verkehrsplanung ganz klar im Fokus steht, ist die Optimierung des Verkehrs in der Stadt. So werden die städtischen E-Fahrzeuge und die Fahrzeuge aus Firmenflotten durch ein digital vernetztes Flottenmanagement optimal ausgelastet. Den Bürgern wird durch eine App die Möglichkeit gegeben, verkehrsmittelübergreifend ihre Routen zu planen. E-Ticketing und Bezahlfunktion sind ebenfalls integriert. Außerdem werden in Darmstadt ein teilautonom fahrender Straßenbahn-Prototyp entwickelt und autonom fahrende Minibusse erprobt.

Die Vernetzung aller Angebote liefert die Grundlage für die reibungslose Umsetzung des ehrgeizigen Konzepts, das noch zahlreiche weitere innovative Änderungen vorsieht. Die Weichen für den Aufbruch in eine schöne neue Welt sind gestellt. Und die wird auf jeden Fall digitaler.

Wettbewerb „Digitale Stadt“
  • Veranstalter:

    IT-Branchenverband Bitkom

  • Ziel:

    Förderung der Digitalisierung im urbanen Umfeld

  • Teilnahmebedingungen:

    Städtische Prägung, eine gute Infrastruktur-Anbindung, Nähe zu einer Hochschule

  • Informationen zum Wettbewerb:

    www.digitalestadt.org