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Lifestyle | Hamburg - 27. November 2018

Zeit für
Veränderung

Unter Uhren-Liebhabern ist sie ein Mythos: die „Exit-Watch“. Wer sie findet, kann sich glücklich schätzen. So wie Simon Schmidt und Björn Matthiesen. Die beiden haben ihr Wunschmodell allerdings selber entwickelt. Mit wenigen Handgriffen lässt es sich individualisieren. Zu Besuch bei EQVIS.

„Unser Qualitätsanspruch ist absolut.“ Simon Schmidt von EQVIS zeigt den Prototyp eines eleganten Leder­etuis, das der standes­gemäßen Aufbewahrung von Werkzeugen und Accessoires dient. Mit denen können die Besitzer einer EQVIS Varius ihre Uhr individuell konfigurieren. „Der Reißverschluss war aus Kunststoff und nach 500-maligem Öffnen und Schließen defekt. Jetzt ist er aus Metall.“ Solche Details machen deutlich, wie akribisch Schmidt und sein Geschäftspartner Björn Matthiesen die Planung und Produktion ihrer ersten Uhr vorangetrieben haben.

Dafür braucht es Leidenschaft, jede Menge Zeit und eine ganze Reihe professioneller Partner. „Unsere Uhren entstehen wirklich bis zur kleinsten, selbst entwickelten Schraube in der Schweiz“, unterstreicht Schmidt, der Björn Matthiesen vor langen Jahren in der Uhrensammler-Szene kennengelernt hat. Zu Recht wirbt das Duo mit dem Claim „100 % designed in Germany, 100 % manufactured in Switzerland, 200 % driven by Passion“.

Vom Sammeln und Finden

„Als Sammler ist man immer auf der Suche nach der einen sogenannten Exit-Watch“, so Designer Schmidt, „der Uhr, mit der man den Ausstieg schafft, die einem den Leidensdruck des Sammelns nimmt.“ Er lacht. „Irgendwann habe ich mir überlegt: Warum bauen wir nicht eine Uhr, die variabel ist, anpassbar?“ Den Uhrenbau selbst sind die beiden dann eher atypisch und unkaufmännisch angegangen. „Geld verdienen stand bei diesem Projekt nicht im Vordergrund, sondern die kompromisslose Umsetzung einer Idee“, ergänzt Matthiesen. Fünf Jahre Entwicklungszeit später war es so weit: Mit der Varius präsentierte EQVIS ihr erstes Modell, das in einem stilvollen Starterset samt Werkzeug zum Zusammenbauen ausgeliefert wird.

„EQVIS steht für Emotion, Qualität und Vision.“Simon Schmidt

Eine Uhr, unendliche Variationen – die EQVIS Varius. Deren Entwickler kommen aus Hamburg.
Eine Uhr, unzählige Variationen – die EQVIS Varius.
Simon Schmidt und sein Vater gründeten 2011 EQVIS.
Simon Schmidt gründete 2011 zusammen mit seinem Vater EQVIS.

Am Puls der Zeit bleiben

Aktuell umfasst das Programm im EQVIS eShop Changelings, Dividers und verschiedene Armbänder. Neue Accessoires kommen ständig hinzu. So kann EQVIS sein vollmundiges Versprechen „One Watch and endless Possibilities“ zwar nicht wortwörtlich erfüllen, kommt ihm aber schon relativ nahe. Umso mehr, da die beiden kongenialen Geschäftspartner ständig an Verbesserungen sowie Erweiterungen tüfteln und über ein weiteres Modell nachdenken. Auch der Verkauf über den stationären Handel wird geprüft.

Herr Schmidt, wie oft tragen Sie Ihre EQVIS Varius?

Ich habe jahrelang keine Uhr getragen, nun aber tatsächlich meine „Exit-Watch“ gefunden, die ich auch täglich trage. Das Umschrauben der Accessoires geht übrigens ganz schnell. Wir haben Rückmeldungen von Kunden, für die das eine Art von Meditation ist. Wenn einer sagt: „Das dauert ja ewig“, antworten wir: „Nimm dir die Zeit“.

Und Sie, Herr Matthiesen?

Täglich, auch an unseren Fremdmarken-Freitagen, an denen wir sonst immer andere Uhren angelegt haben. Ich sage immer scherzhaft: Wenn einem seine Uhr dafür zu schade ist, dann ist man noch nicht reif für eine EQVIS. Auch manche Kunden denken so. Einer meldet sich immer von seinen Weltreisen: Der trägt seine Varius sogar in der Wüste.

Herr Schmidt, wie stellen Sie sich die Zukunft von EQVIS vor?

Die Uhrenbranche ist eher konservativ, aber der Trend zum Individualismus ist da. Dadurch sind wir sehr nah am Puls der Zeit, erreichen ein junges, neues Publikum. Aber wir planen nicht zu weit im Voraus. Ich könnte mir vorstellen, dass man mit Drei-D-Druckern noch individuelleres Zubehör produzieren kann. Wir denken auch über den Vertrieb nach: Eine Uhr wie die Varius verkauft sich über das Anfassen und Schrauben, das ist natürlich ein Argument für den stationären Handel. Wir wollen in Zukunft mehr mit Uhren-Dummys arbeiten. Die können interessierte Kunden dann Probe tragen: Das ist für die Kunden einfacher und für uns beruhigender.

Sie bleiben also der Uhrenbranche treu ...

Nicht unbedingt. Ich könnte mir für die Marke EQVIS auch Gitarren vorstellen, ich war schließlich früher selbst Bassist in einer New Yorker Punkband. Oder Messer. Das sind, wie auch Uhren, faszinierende designte Technikobjekte mit echtem Nutzwert.

Aber der Nutzwert steht doch bei der Varius sicher nicht im Vordergrund, Herr Matthiesen?

Das stimmt, keiner kauft eine Uhr zu diesem Preis, nur um die Zeit abzulesen. Wir verkaufen Leidenschaft und Faszination.

Simon Schmidt (r.) und Björn Matthiesen von EQVIS kennen sich seit Jahrzehnten aus der Uhrensammler-Szene.
Simon Schmidt (r.) und Björn Matthiesen von EQVIS kennen sich seit Jahrzehnten aus der Uhrensammler-Szene.