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Lifestyle | Nürnberg - 30. Oktober 2017

Espressone
Zurück zum Ursprung

Sie reisen nach Südamerika, Indien und Afrika und besuchen Kaffeeplantagen vor Ort: die Mitarbeiter der Kaffeerösterei Espressone. Weil ihnen Fairness, Qualität und die Farmer am Herzen liegen, blicken sie dort hinter die Kulissen.

Einmal im Jahr geht Espressone-Geschäftsführer Reiner Sulzer auf große Reise. Sein Ziel: die Plantagen, mit denen die Kaffeerösterei zusammenarbeitet. 2017 reiste er in die Region Tapachula in Mexiko und nach Lampocoy in Guatemala. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern begutachtete er die Bohnen, testete sie und verschaffte sich einen Eindruck davon, wie sie nach der Ernte verarbeitet werden. „So können wir sicherstellen, dass nur Bohnen von exzellenter Qualität bei uns in der Rösterei ankommen“, sagt Sulzer. Zudem ist es ihm wichtig, dass die Arbeitsbedingungen auf den Plantagen stimmen. Auch die Farmer vor Ort schaut er sich deshalb genau an. „Wir möchten wissen, wie sie das Geld verwenden, das sie von uns erhalten.“ Viele Farmer, die Espressone beliefern, haben sich mittlerweile Kooperationen angeschlossen, die ermöglichen, dass auch Frauen mitarbeiten, die Menschen lesen und rechnen lernen und dass die Kinder zur Schule gehen können.

2015 reisten die Mitarbeiter von Espressone nach Mittelamerika.
Espresso der Kaffeerösterei Espressone
„Ein guter Espresso belebt Körper und Geist“, sagt Barista Gregor Dattner.

Auf ihren Reisen bekommen Sulzer und seine Mitarbeiter Einblicke, die begeistern, bewegen und prägen. „Man lernt viel mehr zu schätzen, was man selbst hat. Schon ein Euro mehr pro Kilogramm Bohnen eröffnet den Bauern oftmals neue Chancen.“ Reiner Sulzer setzt sich dafür ein, dass die Menschen von ihrer Arbeit leben und ihre Plantagen bewirtschaften können, ohne die Natur auszubeuten. Deshalb wird bei Espressone vorwiegend Bio-Rohkaffee verarbeitet. „Nachhaltigkeit und Fairness sind uns wichtig“, sagt der Chef. Die Plantagen, die Espressone direkt beliefern, befinden sich in vielen verschiedenen Ländern nahe dem Äquator – von Hawaii und Bolivien bis hin zu Kuba, Indien und Honduras. „Wir arbeiten bewusst ausschließlich mit kleinen Kaffeefarmern zusammen und nicht selten nehmen wir ihnen fast die komplette Ernte ab. Bei einem Bauern in Guatemala sind das beispielsweise 80 Säcke.“ Diese kommen mit dem Schiff nach Hamburg und von dort aus mit dem Lkw nach Cadolzburg.

Indische Kaffeebohnen für Espressone
Auch indischen Kaffee bietet Espressone seinen Kunden.

Kakao-, Beeren- oder Nuss-Aromen

Dank der diversen Regionen kann die Kaffeerösterei ihren Kunden ein weites Geschmacksspektrum bieten. „Jedes Land und jedes Anbaugebiet hat seinen eigenen Geschmack. Der ist abhängig von den klimatischen Bedingungen und vom Boden“, erklärt Barista Gregor Dattner. So haben Bohnen aus Südamerika meist eine leichte Säure und sind stark kakaolastig. Beeren-Aromen sind typisch für Kaffees aus Äthiopien, und die Bohnen aus Costa Rica haben eine fruchtige Note. In Deutschland wird laut dem Experten besonders gerne Kaffee getrunken, der nach Schokolade oder Nüssen schmeckt und dabei eine leicht bittere Note hat. „Bohnen aus Südamerika kommen deshalb meist gut an.“

Auf die Zubereitung kommt es an

Allerdings können die Bohnen noch so gut sein – werden sie nicht richtig aufbereitet, gelingt auch kein guter Kaffee. Die Espressone-Röstmeister achten daher sorgfältig darauf, Bitterstoffe und Säure perfekt in Einklang zu bringen. „Wassermenge und -temperatur, Brühdruck, die Frische der Bohnen, all das spielt eine Rolle. Ein ausgezeichneter Kaffee braucht Zeit“, sagt Dattner. Und der muss es wissen, schließlich hat er 2014 die Deutsche Barista Championship gewonnen. Kaffee ist seine Leidenschaft. „Persönlich trinke ich am liebsten Kaffees mit einem hohen Anteil an Arabica- und einem geringen Anteil an Robusta-Bohnen. Je höher der Anteil an Arabica-Bohnen, desto dünner ist übrigens die Crema – aber der Kaffee ist hervorragend“, verrät Dattner. In Baristakursen und Kaffeeseminaren gibt er sein Wissen weiter und räumt mit Vorurteilen auf. „Ein Beispiel: Viele sind der Meinung, dass entkoffeinierter Kaffee nicht schmeckt. Wenn er gut gemacht ist, merkt man aber keinen Unterschied.“ Zudem verrät er, dass Jamaica Blue Mountain der Kaffee des japanischen Königshauses ist. „War die Ernte in Jamaika schlecht, dann rufen Händler sogar bei uns an, ob wir noch Bohnen auf Lager haben. Die kaufen sie zu jedem Preis.“

Kaffeebohnen für die Kaffeerösterei Espressone
Die Kaffeepflanze wächst in Ländern nahe dem Äquator. Je höher das Anbaugebiet liegt, desto besser ist die Qualität der Kaffeekirsche.
Logo der Kaffeerösterei Espressone
Espressone
  • Mitarbeiter:

    18 Mitarbeiter, die in der Rösterei, Produktion, Werkstatt, im Büro, Lager und in der Verwaltung arbeiten.

  • Produktionsmenge:

    Rund 250 Tonnen Kaffee pro Jahr.

  • Sorten:

    Rund 40 verschiedene Sorten hat die Kaffeerösterei im Angebot. Besonders beliebt: „Bio Espresso Numero Uno“ und „Espresso Milano“.

  • Röstverfahren:

    Die Röstmeister rösten ausschließlich sortenrein bei höchstens 220 Grad im traditionellen Trommelröstverfahren.

  • Website:

    www.espressone.de

Espressone-Barista Gregor Dattner
Vom Teetrinker zum leidenschaftlichen Barista: Gregor Dattner liebt seinen Job.

Kaffee-Geheimnisse

Gregor Dattner, der Sport studiert und bis vor drei Jahren im öffentlichen Dienst gearbeitet hat, ist mittlerweile für die fränkische Kaffeerösterei Espressone tätig. Was man über Kaffee wissen und worauf man bei der Zubereitung achten sollte, verrät der Barista hier.

Die Crema

Sie sagt nichts über die Qualität aus. „Kaffees aus indischen Bohnen haben beispielsweise meist eine sehr dicke Crema, aber dafür kaum Aromen“, sagt Barista Gregor Dattner.

Die Kaffeeart

Cappuccino, Espresso und Co. – wann man welchen Kaffee trinkt, ist Geschmackssache. Es gibt keine Regel. „Wenn ich Cappuccino am Nachmittag trinken möchte, dann tue ich das.“

Der Espresso

Zucker in den Espresso oder nicht? „Wenn er richtig gut ist, kann man ihn auch ohne Zucker trinken. Für mich ist das ein Qualitätskriterium – ist der Espresso zu bitter, dann süße ich ihn.“

Die Zubereitung

„Man kann mit allen Bohnen alle Kaffeegetränke zaubern“, sagt Dattner. Wichtig: die Vielseitigkeit der Bohnen nutzen, frische Bohnen frisch mahlen und den richtigen Mahlgrad wählen.