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Lifestyle - 15. Januar 2018

Zwei Münchner
Originale

Florian Schönhofer liebt es, wenn etwas authentisch ist und Charakter hat. Das merkt man, wenn man seine Bar – das Café Kosmos – betritt. Und das fühlt man, wenn man sich in den Beifahrersitz seines Mercedes-Benz 230 E der Baureihe 123 sinken lässt. Unterwegs mit einem leidenschaftlichen Gastronomen, Klassiker- und Rennradfahrer.

Der 123er parkt in der Marsstraße vor dem Café Kosmos. Eine Tram klingelt. Zwei Männer in Anzug laufen mit ihren Trolleys Richtung Hauptbahnhof. Vor dem Café warten bereits ein paar junge Leute darauf, dass es öffnet und sie einen Kaffee trinken können. Im Inneren steht Chef Florian Schönhofer schon hinter dem Tresen und telefoniert mit einer Frau, die ihr Smartphone vermisst. „Das ist Routine. Handys, Geldbeutel, Schals, Mützen und Regenschirme werden besonders oft liegengelassen. Einmal hat einer sogar eine Tüte mit ziemlich viel Bargeld an der Bar vergessen“, erzählt er. Währenddessen schließt sein Mitarbeiter auf und die ersten Gäste betreten den kleinen Raum. Schönhofer macht ihnen noch einen Cappuccino ehe er sich verabschiedet, nach draußen geht, in seinen Mercedes-Benz einsteigt und sich in den fließenden Verkehr einfädelt. Sein nächstes Ziel: der Bayerische Rundfunk. Dort versorgt er bei Veranstaltungen die Gäste mit Essen und Getränken.

Gesucht und gefunden: Florian Schönhofer und sein Mercedes-Benz 230 E, Baujahr 1980.

Alle lieben den 123er

Seit zwei Jahren fährt der gelernte Fotograf nahezu alle Strecken in München mit seinem Mercedes-Benz 230 E, Baujahr 1980. Außer der Klassiker ist schon vergeben. „Meine 21-jährige Tochter und meine Jungs dürfen das Auto auch nutzen. Und das tun sie, wann immer sich die Gelegenheit dazu ergibt.“ Mit „seinen“ Jungs meint Florian Schönhofer die Barkeeper, die für ihn im Café Kosmos, im „Bier & Wurst“ und in seiner neuen Bar „404 – Page Not Found“ arbeiten. „Der 123er ist beliebt, weil er einfach zuverlässig und cool ist.“

Die Streifen, die sich über Dach, Motorhaube und Kofferraum ziehen, verleihen dem Wagen eine unverwechselbare Rennoptik – und sie spiegeln das Muster auf den Trikots des Rennradteams „Café Kosmos“ wider. „Ein paar Mitarbeiter, Freunde und ich fahren regelmäßig gemeinsam Rennrad, das ist unsere Leidenschaft.“ Einmal im Jahr gehen sie auf große Tour, die Alpen und die Pyrenäen haben die Radler schon überquert. Zum Trainieren fahren sie raus aufs Land. „Deshalb haben wir einen Fahrradträger auf das Dach montiert. Da packen wir die Räder drauf und los geht’s.“

Weil der Mercedes-Benz 230 E von Florian Schönhofer so ein Hingucker ist, sprechen ihn immer wieder Menschen an. „Viele sind einfach interessiert, aber einige möchten das Auto auch kaufen. Sie verbinden mit dem Modell tolle Momente und Erinnerungen.“ Aber verkaufen kommt für den Gastronomen nicht infrage. „Ich mag es einfach. Es musste auch unbedingt dieser 123er sein, denn er hat eine Handautomatik und das gibt es sehr selten. Außerdem hat er schon den Motor vom 124er.“

Lediglich den Keilriemen muss Schönhofer regelmäßig nachstellen und an den Türen wurde Rost entfernt, ansonsten ist sein Klassiker noch im Original-Zustand. „Mir ist es wichtig, seine Patina zu erhalten. Das Auto ist perfekt so wie es ist.“ Dazu gehören die weichen Sitze, in denen man sich entspannt zurücklehnen kann. Ebenso wie die schweren Türen. „Man macht sie zu und es herrscht eine wunderbare Ruhe. Dazu gehört aber auch dieses Gefühl von Sicherheit und Gelassenheit. Man hat es gar nicht nötig, sich mit jemandem zu messen. Das alles strahlt das Auto aus – Understatement und zugleich Luxus.“ Mittlerweile hat Florian Schönhofer Essen und Getränke in den Garderoben des Bayerischen Rundfunks verteilt. Weiter geht’s nach einem Abstecher in die Mercedes-Benz Niederlassung München – wo der Barbesitzer einen neuen Stern für seinen 123er bekommt – ins „404“.

Florian Schönhofer in seiner Bar
Florian Schönhofer morgens im Café Kosmos. „Es rufen regelmäßig Leute an, die etwas vergessen haben.“
Florian Schönhofer im Café Kosmos
Florian Schönhofer liebt die Gastronomie.

Worauf man beim Kauf eines Klassikers achten sollte

Im Mercedes-Benz Classic Center München berät Benjamin Künstner zu allen Fragen rund um Klassiker, Young- und Oldtimer. Hier gibt er Tipps rund um Kauf, Wertsteigerung und Werterhalt.

Welches Modell?

Im Vorfeld sollt man sich Gedanken machen, ob man den Klassiker als Familien- oder Freizeitauto oder zum Restaurieren anschaffen möchte. „Gerade im Youngtimer-Bereich hat die Entscheidung, welcher Wagen es werden soll, allerdings meist eine emotionale Komponente“, so Künstner. „Viele Interessenten suchen ein bestimmtes Modell, das schon der Vater oder der Opa gefahren ist.“

Was beachten?

„Jedes Modell hat Feinheiten und Schwachstellen. Darüber sollte man sich informieren.“ Wissen sollte man auch, wo sich die nächste Werkstatt befindet. „Hat man einen Klassiker ins Auge gefasst, empfiehlt es sich, das Auto von einem Fachmann auf Rost und andere Schäden kontrollieren zu lassen.“ Auch den Zustand von Motor, Bremsanlage und Co. sollte ein Experte begutachten.

Wo kaufen?

Die Young- und Oldtimer-Szene ist groß. Wer auf der Suche nach einem Klassiker ist, kann in einschlägigen Printmagazinen, im Internet oder bei Classic Tradern fündig werden. „Es bietet sich allerdings an, bei namhaften Händlern zu kaufen. Dann ist man auf der sicheren Seite“, rät der Experte. Wichtig: Achten Sie darauf, dass die Fahrzeugunterlagen vollständig vorhanden sind.

Wertsteigerung?

Ein Klassiker steigert seinen Wert laut VDA durchschnittlich um 5,6 Prozent im Jahr. Der Wert bezieht sich auf Young- und Oldtimer aller Marken. „Daher eignen sich Oldtimer durchaus auch für eine Kapitalanlage – gerade in den heutigen Zeiten der Niedrigzinspolitik. Selbst bei günstigen Youngtimern kann hier der Unterhalt nahezu gedeckt werden“, sagt Künstner, Experte im Classic Center München.