Erstelle Deine persönliche Artikelsammlung. Wähle die Schlagworte, die Deinen Interessen entsprechen.
+
Auswahl anzeigen

Alle Tags

Innovationen

Digitalisierung
E-Mobilität
Car-Sharing
Autonomes Fahren
Assistenzsysteme
Sicherheit

Lifestyle

Design
Start-Up
Nachhaltigkeit
Kult

Menschen

Mode
Pionier
Produktexperte
Markenbotschafter
Kunst
Soziales Engagement

Reise

Städtetrip
Essen & Trinken
Shopping
Mobilität
Abenteuer
Kultur

Events

Ausstellung
She's Mercedes
Fahrertraining
Roadshow
Pop-Up Store
Ausfahrt

Sport

Well-Being
Golf
Reiten
Tennis
Motorsport
Fitness

Innovation

Fahrzeugklassen

  • #A-Klasse
  • #AMG GT
  • #B-Klasse
  • #C-Klasse
  • #CLA
  • #CLS
  • #E-Klasse
  • #EQ
  • #G-Klasse
  • #GLA
  • #GLC
  • #GLE
  • #GLS
  • #Klassiker
  • #Maybach
  • #Nutzfahrzeuge
  • #S-Klasse
  • #SL
  • #SLC
  • #Smart
  • #V-Klasse
  • #X-Klasse
31. Mai 2019

Nachhaltig leben
Tipps für den Alltag

Raus aus der Komfortzone, rein in den nachhaltigen Lebensstil. Nicht nur drüber reden, was man für den Schutz von Umwelt und Klima tun könnte, sondern machen. So wie Johanna Lorey: Sie integriert nachhaltiges Handeln ganz selbstverständlich in ihren Alltag. Und hat jede Menge Tipps, wie man das hinbekommt.

Beruflich ist Johanna Lorey in Sachen Nachhaltigkeit ganz weit vorne. Sie gehört zum Team, das die neuen elektrischen Modelle von smart auf die Straße bringt. Klar, dass wir einen elektrischen smart fahren, als Johanna uns zeigt, wie sie im Privatleben immer mehr versucht, Ressourcen zu schonen, Müll zu vermeiden und ihren ökologischen Fußabdruck zu minimieren.

„Es sind viele kleine Veränderungen, die man mit der Zeit in seinen Alltag integrieren kann“, sagt die 25-Jährige zu ihrer ökologischen Schritt-für-Schritt-Reise. Entscheidend sei, einfach anzufangen. „Für den Durchbruch des nachhaltigen Lebensstils ist es wichtiger, dass viele Menschen mit kleinen Dingen – wenn auch nicht immer perfekt – beginnen, als dass wenige alles perfekt umsetzen.“
Gesunde Ernährung war Johanna schon immer wichtig. Den Impuls, noch weiter zu gehen, bekam sie letztes Jahr im Urlaub mit ihrem Freund auf einer geführten Wanderung an der Küste Portugals. „Unser Guide war total naturverbunden und dachte sehr nachhaltig. Er hatte immer eine Tüte dabei, um Abfall entlang des Weges aufzusammeln. Seine Idee: den Ort, den er besucht, für den nächsten besser zu hinterlassen, als er ihn vorgefunden hat. Diese Einstellung fand ich echt positiv. Sie hat mich inspiriert, auch in meinem Leben noch mehr auf das Thema Nachhaltigkeit zu achten.“

Vom Markt frische Produkte aus der Region

Los geht’s. Wir treffen Johanna auf dem Wochenmarkt am Stuttgarter Rathaus. Sie kocht fast jeden Tag selbst. Ihr Tipp: „Die gesunde Ernährung ist wichtiger Bestandteil eines nachhaltigen Lebensstils. Dabei spielen gute Zutaten eine zentrale Rolle. So weiß ich genau, dass keine unnötigen Zusatzstoffe in meinem Essen versteckt sind.“ Beim Einkauf von Obst und Gemüse achtet sie auf Regionalität und Saisonalität. Das vermeidet unnötige Transporte und damit Emissionen sowie eine Menge an Verpackungsmüll und oft eine Behandlung der Lebensmittel mit Chemikalien. „Für mich ist es global betrachtet einfach nicht sinnvoll, im Winter eine Kiwi aus Neuseeland oder eine Mango aus Peru zu essen. Das mache ich jetzt deutlich seltener. Lieber experimentiere ich mit neuen Rezepten für Grünkohl oder Steckrüben und freue mich im Müsli auf Apfel und Birne.“ Auf dem Wochenmarkt gibt es alle Zutaten ganz frisch direkt aus der Region.

Nachhaltig leben Tipps für den Alltag Markt Stuttgart
Auf dem Wochenmarkt in der Stuttgarter Innenstadt kauft Johanna regionales Gemüse.

Positiver Nebeneffekt: Obst und Gemüse vom Markt bleiben länger frisch als Produkte aus dem Supermarkt. Nachhaltigkeit betrifft auch das Thema Verpackung. Dank nachhaltiger Obst- und Gemüsenetze, die nicht viel Geld kosten, und einem Brotbeutel für den Bäcker kommt Johanna der Umwelt zuliebe ohne Plastiktüten aus. Für zu Hause empfiehlt sie Bienenwachstücher. „Die liebe ich wirklich. Sie sind eine gute Alternative zu herkömmlicher Folie und halten Brot und angeschnittenes Gemüse frisch.“

Ob in der Stadt oder auch für den Weg zur Arbeit nach Böblingen – für viele Strecken nutzt Johanna öffentliche Verkehrsmittel. Beim Reisen versucht sie, auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu achten und – wenn es Auto oder Flugzeug sein müssen – den CO2-Ausstoß zu kompensieren. Für individuelle Mobilität per Auto nutzt sie besonders gern SHARENOW, ehemals car2go. „Schön, dass die smart Carsharing-Flotte in Stuttgart vollkommen elektrisch ist. Das ist für mich aufgrund der Vermeidung von CO2-Emissionen attraktiv und außerdem ein toller Fahrspaß.“ Heute erfahren wir nachhaltige Mobilität mit einem smart EQ forfour (Stromverbrauch (kombiniert): 16,4–14,5 kWh/100 km; CO2-Emissionen (kombiniert): 0 g/km.[1]) vom smart center Stuttgart. Johanna erklärt uns ihren Beitrag zum Projekt, in dem sie nach ihrem dualen Studium bei Daimler seit 2017 arbeitet. Beim Thema Konnektivität ist sie für die smart EQ control App verantwortlich. Damit sieht man den Ladestand und die Reichweite des Autos, findet die nächste Ladesäule und kann das Laden sogar bezahlen. „Die App macht die Elektromobilität mit dem smart EQ fortwo und dem smart EQ forfour viel einfacher. Die Informationen sind problemlos verfügbar und geben den Nutzern im täglichen Gebrauch des Elektroautos Sicherheit.“ Natürlich ist Johanna nicht nur im Beruf digital-affin, im Alltag gehört das Smartphone zum Leben, Kommunizieren und Organisieren dazu. „Allerdings nehme ich mir auch Auszeiten vom Smartphone.“

Unverpackt macht glücklich

Nächste Station in Sachen Nachhaltigkeit ist das Geschäft Schüttgut in der Vogelsangstraße 51. Die Bilder der riesigen, im Meer treibenden Teppiche aus Plastikmüll geben der Unverpackt-Idee Aufschwung. Ein Pionier dieser Bewegung in Stuttgart ist Jens-Peter Wedlich. Er eröffnete 2016 seinen Laden und bietet auf einer Fläche von nur 53 Quadratmetern immerhin 800 verschiedene Produkte an.

Herr Wedlich, können Sie uns das Wesentliche Ihres Geschäftes erklären?

Bei uns lebt der Tante-Emma-Laden wieder auf. Es geht jedoch um mehr als nur um unverpackt, vegetarisch und bio. Mir ist vor allem die Wertschätzung für das Produkt und alle beteiligten Menschen wichtig. Deshalb stelle ich bewusst ein qualitativ hochwertiges Angebot zusammen. Den Kunden, die aus allen Altersschichten kommen, geht es um bewussten Konsum, eine veränderte Sicht auf die Ernährung.

„Nachhaltig leben mit deutlich weniger Müll macht die Menschen glücklich.“Jens-Peter Wedlich

Welche Produkte finden die Kunden bei Ihnen?

„Bei uns gibt es alles für den täglichen Bedarf: von Lebensmitteln bis zu Drogerieartikeln, Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmitteln.“

Nachhaltig leben Tipps für den Alltag Unverpackt-Laden Schüttgut Stuttgart
Nachhaltige, unverpackte Lebensmittel bietet „Schüttgut“ seit 2016 an.
Aber alles nur in loser Form ...

„Das gehört zu unserem Prinzip ‒ da, wo es möglich ist. Optimal geeignet sind alle Trockenprodukte wie Nudeln, Reis, Getreide, Hülsenfrüchte, Mehl, Kaffee, Tee, Müsli, Nüsse oder Trockenobst bis hin zu Kleinigkeiten wie Gewürzen und Backpulver. Auch Obst, Gemüse, Käse, Molkereiprodukte und Eier sowie viele Flüssigprodukte bekommen die Kunden bei uns. Und wo es nicht unverpackt geht, zum Beispiel bei Brotaufstrichen, bestimmten Molkereiprodukten oder Getränken, arbeiten wir mit Pfandgläsern oder Mehrwegverpackungen.“

Wie funktioniert der Einkauf?

„Die Kunden kommen mit ihren eigenen Vorratsgebinden zu uns, wiegen diese vor dem Einkauf und füllen anschließend die benötigte Menge des Produktes ein. An der Kasse ziehen wir dann das Verpackungsgewicht ab. Ganz einfach. Wasch- und Reinigungsmittel füllen wir nur in die mitgebrachten Originalverpackungen. Da sind die gesetzlichen Vorschriften streng, um eine Verwechslungsgefahr auszuschließen.“

Drink mit Bambus-Halm

Für eine kleine Pause vom Einkaufsbummel steuert Johanna das ConSafos an der Königstraße an. Als ihr die hausgemachte Limonade serviert wird, holt sie ganz selbstverständlich ihren Bambus-Trinkhalm aus der Tasche. Ökologisch denken und Plastikmüll nachhaltig verhindern beginnt schon im Detail. „Überall, wo ich unterwegs bin, nehme ich auch eine nachfüllbare Trinkflasche mit, um Wasser in Plastikflaschen zu sparen. Diese Trinkflasche passt wirklich in jede Tasche und ist leicht, das ist also wirklich für jeden umsetzbar.“ Auf Reisen hält Johanna die Angst vor verunreinigtem Trinkwasser in vielen Ländern für völlig unbegründet. „Selbst auf Bali fand ich immer wieder Wasserabfüllstationen, sodass ich auch dort nicht eine einzige Plastikflasche benutzen musste ‒ zumal es dort kein Recycling gibt.“

Nachhaltig leben Tipps für den Alltag Bambus Trinkhalm
Kein Plastik: Johanna hat immer einen Bambus-Trinkhalm dabei.

Mode für eine bessere Welt

Weiter geht es mit dem Einkaufen. Johanna braucht noch eine neue Jeans. Auch zum Thema Kleidung gibt sie einen einfachen Hinweis: den Konsum kritisch prüfen. „Im Vergleich zu meiner Teenager-Zeit kaufe ich heute viel weniger Kleidung.“ Statt immer wieder neue Teile zu konsumieren, wählt sie bewusst hochwertige Stücke, an denen sie sich lange freuen kann. Dabei sind ihr gerade die ökologischen und sozialen Produktionsbedingungen sowie nachhaltige, natürliche Rohstoffe wichtig. Bei Greenality an der Fürstenstraße gibt es ihre Lieblingsjeans von Armedangels. Gut zu wissen, dass bei der Produktion viel weniger Wasser und keinerlei giftige Chemikalien verwendet werden.

In Stuttgart gibt es mittlerweile einige Shops, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben:
schlechtmensch (Neckarstraße 86) bietet nachweisbar fair hergestellte Kleidung in Bioqualität.
Wiederbelebt (Esslinger Straße 14) setzt auf Upcycling von Überschussmaterial aus der Textilindustrie und fertigt seine minimalistisch designte Kollektion in limitierter Auflage vor Ort in Stuttgart.
⋅ Zu Johannas Favoriten zählt auch der Grüne Erde Store (Breite Straße 2), wo es neben Mode vor allem Produkte fürs Schlafen, Möbel, Heimtextilien und Wohnaccessoires gibt.

Noch ein Tipp von Johanna: Second Hand. „Anstatt meine gebrauchten Klamotten wegzuwerfen, gebe ich ihnen beim nächsten Besitzer ein neues Leben. Da bin ich ehrlicherweise aber eher auf der Verkäuferseite unterwegs. Als Käuferin fehlt mir der Antrieb der passionierten Schatzsucherin.“

 

Markus Beck gründete Greenality vor elf Jahren. „Ich habe mich damals für Umweltthemen interessiert und suchte einfach ein nachhaltig produziertes T-Shirt. Da gab es aber nur ganz wenig – und das sah alles sehr nach öko aus.“ Für sein eigenes Label designt Beck mit seinem Team junge Mode, die dann nachhaltig und fair produziert wird. Die Bio-Baumwolle stammt aus Bangladesch und wird vor Ort verarbeitet. „Uns ist wichtig, dass die Wertschöpfung dort im Land bleibt. Wir wissen, dass die Menschen die Arbeit brauchen“, sagt der 36-jährige Stuttgarter. „Über unsere Partnerfirma stellen wir sicher, dass alle lokalen Standards eingehalten oder übererfüllt werden. Das kontrollieren wir regelmäßig vor Ort. Die Leute bekommen auch höhere Löhne und haben so die Chance, ihre Kinder zur Schule zu schicken.“ Die Eigenmarke macht bei Greenality allerdings nur noch einen kleinen Teil des Angebots in den Shops in Stuttgart und Hannover aus. Hier finden die Kunden mittlerweile nachhaltige Mode vieler Labels aus Deutschland und Europa.

Reiniger und Kosmetika selbst herstellen

Wir machen einen kurzen Abstecher zu Johannas Wohnung. Hier will sie uns zeigen, wie man auch bei Putz- und Waschmitteln oder Kosmetika nachhaltig leben kann. Seitdem sie ein entsprechendes Buch geschenkt bekommen hat, probiert sie die Rezepte für selbst gemachte Reiniger aus. Ihr Tipp: Aus Schalen von Zitrusfrüchten und Haushaltsessig lässt sich zum Beispiel ein super funktionierender Allzweckreiniger ansetzen. Das spart Geld und ist gut für die Umwelt. Auch Kosmetika stellt sie selbst aus den einzelnen Zutaten her. Das vermeidet nicht nur Verpackungsmüll, sondern auch Mikroplastik, das in vielen Kosmetika enthalten ist und über die Haut vom Körper aufgenommen wird und übers Wasser in die Natur gelangt.

Nachhaltig leben Tipps für den Alltag Stuttgart Allzweckreiniger
Einfaches Rezept für einen Allzweckreiniger: Schalen von Citrusfrüchten (Orangen, Zitronen, Grapefruit …) in einem Glas mit Haushaltsessig aufgießen und zwei bis drei Wochen auf der Fensterbank ziehen lassen.

Unterwegs für die saubere Natur

Nachhaltig leben Tipps für den Alltag Spaziergang ald
Johanna Lorey ist gern im Wald unterwegs.

Die Sonne scheint, also raus ins Grüne. „Ich bin wirklich sehr gern in der Natur.“ Die schnelle Joggingrunde absolviert Johanna bevorzugt quasi vor der Haustür im Schlosspark. Ansonsten verbringt sie viel Zeit mit Wandern im Wald oder in den Bergen. Rund um Stuttgart ist sie am liebsten in der Landschaft am Fernsehturm oder am Bärensee unterwegs. Dabei hat sie immer die Idee im Hinterkopf, diesen Ort für den nächsten Besucher schöner zu hinterlassen, als sie ihn selbst vorgefunden hat. Deshalb sammelt zum Beispiel auch Plastikmüll entlang des Weges auf, den andere dort zurückgelassen haben, und entsorgt ihn ordnungsgemäß. Und dieses Handeln legt sie jedem Naturliebhaber ans Herz. So wird die Welt in Zukunft garantiert ein bisschen schöner.

Beim entspannten Spaziergang reden wir noch weiter über Johannas nachhaltiges Leben. Wie reagieren Freunde, Bekannte, Kollegen? „Ich bekomme tolle Rückmeldungen. Viele im Freundeskreis finden es gut und fragen mich auch nach Tipps. Es gefällt mir, wenn ich die Menschen dazu bewegen kann, über ihr Verhalten nachzudenken und mehr für die Umwelt zu tun.“ Wirklich negative Erfahrungen hat sie noch nie gemacht. „Natürlich gibt es auch Leute, die mich als ,Weltretterin‘ belächeln, meine Einstellung übertrieben oder anstrengend finden. Aber ich stehe selbstbewusst zu dem, was ich tue.“

Nachhaltige Küche etabliert

Der Spaziergang an der frischen Luft macht hungrig. Prima Idee, zum Abschluss eines spannenden Tages noch etwas zu essen. Lieferdienste sieht Johanna kritisch, da dies meistens mit viel Plastikverpackung verbunden ist. Dann lieber – neben der Leidenschaft fürs Kochen zu Hause – mal ins Restaurant gehen. Positive Entwicklung für Vegetarier: „Es ist mittlerweile kein Problem mehr, in einem normalen Restaurant etwas ohne Fleisch zu finden. Daher bin ich jetzt nicht nur in vegetarischen Läden anzutreffen.“ Auch die vegane Küche hat sich etabliert. Gern isst Johanna eine Kleinigkeit bei Super Jami, „ein kleines Deli mit super leckeren Gerichten. Die Wraps sind klasse.“

Vegane Küche als kulinarisches Erlebnis

Nachhaltig leben Tipps für den Alltag Restaurant Körle und Adam Stuttgart
Thomas Adam und Alexander Körle zelebrieren in ihrem Restaurant vegane Küche als kulinarisches Erlebnis.

Die Spitze der veganen Gastronomie in Stuttgart markiert das Körle und Adam in Feuerbach. „Wahnsinnig gut! Man muss früh reservieren, aber es lohnt sich auf alle Fälle“, sagt Johanna. Die erstklassige Küche überzeugt viele Genießer und lockt nicht nur Veganer in den kleinen, charmanten Gastraum und die im Sommer geöffnete, gemütliche Hofwirtschaft. Alexander Körle und Thomas Adam verzichten aus ethischen Gründen auf alle tierischen Lebensmittel. Ihr Mut, ein Zeichen zu setzen und die Karte in ihrem Restaurant rein vegan auszurichten, hat sich gelohnt.
Thomas Adam zaubert Gerichte aus vielfältigen Aromen und macht dabei Anleihen in aller Welt. „Früher war die Küche in vielen Ländern überwiegend vegan ausgerichtet. Es wird uns wieder bewusst, dass wir die Menschheit nicht mit Fleisch ernähren sollten, und wir kehren zu diesen Ursprüngen zurück.“ Dabei will der Koch die Idee nicht überstrapazieren. „Wir sind ein ganz normales Restaurant. Es soll den Gästen einfach nur schmecken. Im besten Fall merken sie es gar nicht, dass sie bei uns vegan gegessen haben.“ Und auch wir bekommen beim Blick auf die Karte Lust auf diese Küche – zum Beispiel mit einem der Menüs. Nach dem griechischen Bauernsalat als Vorspeise leitet ein kräftig geröstetes Crostini mit Kalamata-Olivencreme, Tomatenwürfeln und einem Hauch Knoblauch über zu einem saisonalen Wildkräuter-Risotto mit weißem Spargel. Bärlauch, Löwenzahn, Spitzwegerich und Brennnessel geben dem Risotto aus Arborioreis eine intensive Naturnote als harmonischer Gegenpol zum feinen Spargel. Gekrönt wird das Menü vom Dessert, bei dem ein fruchtiges Maracujasorbet die Nougatcreme mit Erdbeersauce toppt. Das Körle und Adam besticht nachhaltig mit rein pflanzlichem Genuss, ohne dabei auf geschmackliche und optische Raffinesse zu verzichten.

Nachhaltig leben Tipps für den Alltag Menü Körle und Adam Stuttgart
Geschmacklich und optisch ein Genuss: Griechischer Bauernsalat und Wildkräuter-Risotto mit Spargel serviert im Körle und Adam.
Kilometer
0