15. September 2016
Lifestyle | Dortmund

Perspektivwechsel

Kunst ist ein Geschenk. Ein Geschenk, das uns begeistert, inspiriert und oft auch überrascht. Das Museum Ostwall im Dortmunder U ist der perfekte Ort, um dies zu erleben. Ein Rundgang durch die Räume mit Werken des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart eröffnet immer wieder neue Blickwinkel.

Unter dem Titel „Sammlung in Bewegung“ gestalten die Museumsmacher einen Teil der Ausstellung stets vollständig neu. Die sechste Etage bietet komplett Raum für Wechselausstellungen. Ein Rundgang ermöglicht einen wunderbaren Einblick in alle wichtigen Kunstrichtungen des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Empfangen wird der Besucher von der Arbeit „Das Geschenk“ von Jochen Gerz. Eine Wand mit Hunderten von Porträtaufnahmen. Alt und jung, Frauen und Männer, ganz unterschiedliche Menschen, die alle aus der gleichen Perspektive aufgenommen wurden. Die Bilder erinnern an Fahndungsfotos. Fast 5.000 Bürger der Stadt ließen sich im Jahr 2000 für dieses Projekt fotografieren. Viele dieser Menschen besuchen immer wieder das Museum, um ihr eigenes Porträt anzuschauen. Dabei entdecken sie unausweichlich auch die vielen anderen Gesichter. Sie sind Teil des großen Ganzen. Sie sind Teil eines Kunstwerks. Genauso ungewöhnlich zeigt sich die Arbeit „Kleiner Sonnenuntergang“ von Dieter Roth. Einem Künstler, der mit Nahrungsmitteln wie Wurstscheiben, Schokolade oder Gewürzen experimentierte und diese zum Material für seine Objekte machte: die sogenannte Eat Art.

Museum Ostwall Dortmund Paik Sammlung in Bewegung
Kunstwerk von Nam June Paik mit dem Titel „Before the word there was light, after the word there will be light“. Zu sehen in der Ausstellung „Sammlung in Bewegung“ – noch bis Frühjahr 2017

Aktives Kunsterlebnis

Ziel der Museumsmacher war und ist es, einen Ort zu schaffen, an dem Kunst für jeden erlebbar wird. So lädt das abwechslungsreiche Programm mit verschiedenen Führungen, Kunstkursen und Aktionen zu einem aktiven Kunstgenuss ein. Ein Konzept, das von Kunsthistorikern, Künstlern und Pädagogen entwickelt wurde – und alle Generationen anspricht. Ein Beispiel dafür ist das „interaktive Bildarchiv“: Es ermöglicht den Besuchern, eigene Bilder oder Fotos in das Museum einzubringen, um auf diese Weise die Werke aus der Sammlung zu ergänzen. Kinder können mit einem speziell aufbereiteten Kunst-Set die Dauerausstellung auf eigene Faust erkunden und außerdem an Kunstkursen in allen Gestaltungstechniken teilnehmen. Hier darf alles ausprobiert werden – vom Malen bis zum Umgang mit digitalen Medien. Fotografien, Texte, Filme und Interviews beleuchten die Entstehung der Kunstwerke näher. Nach einem Rundgang sollte man sich einen Besuch im „Lautsprecher“ nicht entgehen lassen. In einem Erkerraum mit Blick auf Dortmund kann man bei Klangkunst und Soundarbeiten entspannt das Gesehene und Erlebte noch einmal auf sich wirken lassen. Wer sich darauf einlässt, wird auch dies als Geschenk empfinden. Ganz aktuell: Ab September 2016 präsentiert der Hartware MedienKunstVerein ein Programm aus künstlerischen Radiofeatures und Hörspielen zum Thema Stadt.

Museum Ostwall Wertpapier
Tipp für Kulturliebhaber
  • Das Kultur-Wertpapier:

    Ein Geschenk der besonderen Art für Freunde, Verwandte oder Bekannte – ob zum Geburtstag, Jubiläum oder einfach als Überraschung zwischendurch.

  • Kultur erleben:

    Das Kultur-Wertpapier
    berechtigt für maximal zwei Jahre zum freien Eintritt in alle sieben Museen der Stadt Dortmund.

  • Kultur zum Bestellen:

    Das Kultur-Wertpapier für zwei Personen gibt es für 60 Euro – die Familienkarte für bis zu fünf Personen ist für 80 Euro zu haben. Beide können in der Geschäftsstelle der Freunde des Museums Ostwall e.V. oder per Mail an freundemo@dortmund.de bestellt werden.

Fotos: © Ellen Kozik, © Jürgen Spiler, © Hannes Woidich

Museum Ostwall im Dortmunder U

Museum Ostwall im Dortmunder U

Aktuelle Ausstellungen:

„Ich bin eine Kämpferin“
Frauenbilder – Niki de Saint Phalle
9. Dezember 2016 bis 23. April 2017

MO Schaufenster #16
Georg Meissner: Morpha
24. Juni bis 30. Oktober 2016

www.museumostwall.dortmund.de