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Lifestyle | Bremen - 05. Juni 2019

Farbrausch
im Rhododendron-Park

Der Bremer Rhododendron-Park beherbergt eine der größten Rhododendron-Sammlungen der Welt. Gärtner Martin Monthofer verrät uns, warum die Anlage ein ideales Ausflugsziel ist, welche Pflanzen besondere Raritäten sind und welche Pflege die Zucht im heimischen Garten benötigt.

Einige leuchten rot, andere schimmern violett oder orange. Zur Hauptblütezeit von Ende April bis Mitte Mai verwandeln Tausende Blütensträucher den Rhododendron-Park Bremen in ein Farbenmeer. Auf 46 Hektar wachsen mehr als 600 Arten und etwa 3.500 Züchtungen. Martin Monthofer kennt die meisten. Der Gärtner arbeitet im Anzucht-Gewächshaus, in dem er täglich Rhododendren pflegt und vermehrt. Wir treffen ihn im Rhododendron-Wald, der sich im alten Parkbereich direkt hinter dem Haupteingang der Anlage befindet.

Start im Rhododendron-Wald

„Der Park teilt sich im Wesentlichen in zwei Bereiche auf: in einen alten Parkteil mit dem Rhododendron-Wald, dem Azaleenhain und dem Artengarten. Dort sind die Baum- und Pflanzenbestände deutlich älter, höher und größer als im neuen Parkbereich. Die Rhododendren- und Azaleenbestände existieren hier seit mehr als 80 Jahren. Der neue Parkteil umfasst den Sortengarten, die Themengärten, die Staudenterrassen und die Heckengärten. Und dann gibt es noch den Botanischen Garten mit dem Alpinum“, erzählt er. Auf unserem Spaziergang gelangen wir zum Azaleenhain, dessen Baum- und Pflanzenbestand lichter ist als im Wald. „Etliche haben nach und nach ihr biologisches Endalter erreicht. Um das Sortiment zu erhalten, ziehe ich regelmäßig neue Pflanzen von alten nach – zum Beispiel durch Stecklinge oder Veredlung und durch Aussaat“, erzählt der Gärtner.

Martin Monthofer arbeitet als Gärtner im Rhododendronpark Bremen.
Martin Monthofer kennt sich bestens aus: Der Gärtner ist für die Vermehrung der Rhododendren im Park zuständig.

So schön ist die Blütenpracht des Rhododendron-Parks Bremen.

Bunte Sammlung …

Um neue Arten zu gewinnen, werden Samen aus verschiedenen Teilen der Welt eingeflogen und von Martin Monthofer gehegt und gepflegt. Im Gegensatz zu vielen anderen Rhododendron-Sammlungen und -Gärten sind in Bremen alle großen Rhododendron-Gruppen vertreten. Dazu zählen zum Beispiel die großblättrigen immergrünen Rhododendren, die sommergrünen Azaleen, die japanischen Azaleen und die kleinblättrigen Zwerg-Rhododendren. „Je nach Herkunft, Entstehung und Alter kommen die Pflanzen dann in unterschiedliche Bereiche des Parks“, so Monthofer.

… mit Wildarten

Auch verschiedene Raritäten bietet die Sammlung. Dazu gehören unter anderem tropische Rhododendron aus Südostasien wie das gefährdete Rhododendron taxifolium von den Philippinen. „Diese Wildarten besitzen einen ausgefallenen Blattschmuck, besondere Blütezeiten sowie untypische Blütenformen und -farben.“ Außergewöhnliche Rhododendren und Azaleen lassen sich auch im Botanischen Garten bewundern. Dort fühlen sich Rhododendron-Arten aus den europäischen Alpen ebenso wohl wie Rhododendren aus den Hochlagen des Himalajas oder aus den chinesischen und japanischen Gebirgen. Außerdem bietet der Botanische Garten Einblicke in die heimische Flora mit 800 in Bremen und Niedersachsen wachsenden Pflanzenarten. In der Gewächshauslandschaft der botanika können Besucher eine exotische Tier- und Pflanzenwelt erleben. Ein interaktives Entdeckerzentrum mit Duftwiese und regelmäßige Sonderausstellungen schaffen ein abwechslungsreiches Angebot für einen Besuch mit der ganzen Familie.

Im Rhododendronpark Bremen gibt es auch Sorten für den eigenen Garten.
Eignet sich ideal zum Bepflanzen des heimischen Gartens: Rhododendron Bohlken’s Lupinenberg, eine moderne Yakushimanum-Sorte.
Im Rhododendronpark Bremen gibt es auch Raritäten wie Rhododendron taxifolium.
Einzigartige Pflanze: der Rhododendron taxifolium von den Philippinen.

Events und Führungen

Das Gartenbauamt Bremen (heute als Umweltbetrieb Bremen bekannt) plante und realisierte den Rhododendron-Park, initiiert wurde dieser jedoch von der 1935 gegründeten Deutschen Rhododendron-Gesellschaft. Die erste offizielle Einweihung fand schließlich 1937 statt. Unterstützt wird der Park bis heute von seinen Förderern. „Während einer Führung berichten erfahrene Guides über die Geschichte des Parks und die Vielfalt der Pflanzen“, so Monthofer. Weitere Events innerhalb der Parkanlage finden in Form von Vorträgen statt, zum Beispiel über Gewürze oder Allergiepflanzen.

Frühlings-Pflanzenmarkt

Auf dem traditionellen Frühlings-Pflanzenmarkt im Mai präsentieren etwa 40 Aussteller ihre Stauden, Gräser und Pflanzen. „Für den heimischen Garten eignen sich pflegeleichte Azaleen und Rhododendren, die dem Klima in Deutschland standhalten. Dazu gehört zum Beispiel der Rhododendron Bohlken’s Lupinenberg, eine moderne Yakushimanum-Sorte. In einem Garten mit kühlem, feuchtem Mikroklima finden auch Wildarten gute Lebensbedingungen vor“, so Monthofer. Bei Fragen rund um Rhododendren und die eigene Gartenbepflanzung ist der Gärtner auf jeden Fall der richtige Ansprechpartner.

Experten-Tipps für Rhododendren im eigenen Garten

Lockerer Boden

Luftdurchlässig, sauer und humushaltig sollte der Boden sein. Ideal ist ein Mix aus Rinde und Laub, damit die Pflanze atmen kann. Beim Einsetzen darauf achten, dass die Flachwurzler maximal zwei bis drei Zentimeter vom lockeren Substrat bedeckt sind.

Genug Wasser

Wie oft Rhododendren gegossen werden müssen, hängt von der Witterung ab. Fest steht: 20 Zentimeter tief sollte der Boden gut durchfeuchtet sein, um ein Austrocknen zu verhindern. Deswegen kann Gießen auch bei Regen nötig sein.

Ausreichend Licht

Licht ist für das Wachstum und die Entwicklung der Blüte wichtig. Ideal sind Standorte, die morgens Sonne haben und ab Mittag lichten Schatten geben. Vorsicht: Zu viel Schatten in Kombination mit Feuchtigkeit kann zu Algenbildung führen.

Kein Schnitt

In der Regel brauchen Rhododendren keinen Schnitt. Sie bauen sich selbst zu gut geformten Pflanzen auf. Sollte ein Eingriff dennoch notwendig sein, können im oberen Bereich einige Zweige oder Äste entfernt werden.