18. Mai 2017
Lifestyle | Augsburg

Frühjahrsputz
So machen’s die Profis

Trübe Fenster, Schlieren, Flecken und Grünbelag. Der Winter hat ganz offensichtlich und ungeniert seine Spuren hinterlassen. Zeit, mal gründlich durchzuwischen und Haus, Hof und natürlich das Auto wieder auf Hochglanz zu bringen. Mit einem Profi an der Seite nichts einfacher als das – Praxistipps für den Einsatz von Hochdruckreiniger und Co. beim Frühjahrsputz und bei der Fahrzeugpflege von einer, die weiß, wie es geht.

Wenn sich jemand mit Reinigungsgeräten auskennt, dann Sybille Frisch-Lerf. Sie ist die Geschäftsführerin des Kärcher Centers Frisch und hat sich über die Jahre großes technisches Verständnis sowie Produkt-Know-how angeeignet. Selbst die Expertin ist von den Möglichkeiten der verschiedenen Geräte wie Hochdruckreiniger, Fenstersauger und Kehrmaschinen immer noch begeistert. Wer jetzt noch schrubbt, ist selber schuld.

Frühjahrsputz fürs Auto

Für die Autowäsche von außen sind Hochdruckreiniger gut geeignet. Aber mit Rücksicht auf die Umwelt gibt es hier ein paar Regeln zu beachten: Das Wasserhaushaltsgesetz gibt den Rahmen vor, die Gemeinden entscheiden jeweils für sich, ob und in welchem Umfang das Autowaschen auf dem Privatgrundstück erlaubt ist. Wichtig beim Gebrauch von Hochdruckreinigern: Gehen Sie mit der Düse des Gerätes nicht zu nah heran, insbesondere nicht an die Reifen – das Gummi kann durch den hohen Druck beschädigt werden. Die Mercedes-Benz Niederlassung Augsburg bietet weitere Produkte für die Fahrzeugpflege.

Sybille Frisch-Lerf
Sybille Frisch-Lerf, Reinigungsprofi und Geschäftsführerin des Kärcher Centers Frisch.
Reinigung eines Mercedes-Benz mit einem Kärcher Hochdruckreiniger
Saubere Sache: Bei der Reinigung der Mercedes-Benz E-Klasse wird ausreichend Abstand gehalten, mindestens eine Armlänge. So werden Beschädigungen vermieden.

Profi-Tipp: „Für die Autoreinigung innen bieten sich Nass-Trocken-Sauger an. Die robusten Geräte vertragen locker auch Kieselsteine. Auch für den Frühjahrsputz im Haus können sie für zahlreiche Zwecke verwendet werden, etwa für das Aussaugen von Lichtschächten oder die Beseitigung kleinerer Überschwemmungen, falls die Waschmaschine mal ausläuft.“

Wie geschmiert: Fenster streifenfrei putzen

So schön die ersten warmen Sonnenstrahlen sind, beim Frühjahrs-Fensterputz zeigen sich immer wieder unschöne Streifen. Auch hier kann ein Profigerät ein für alle Mal Abhilfe schaffen, Zeit und Nerven sparen: ein Fenstersauger samt zugehöriger Sprühflasche. In einem Arbeitsgang wird das Wasser mit Reinigungsmittel auf die Scheibe gesprüht und mit dem Mikrofaseraufsatz der Sprühflasche verteilt. Anschließend einfach mit dem Fenstersauger absaugen.

Die Vorteile: Es wird beim Fensterputzen immer sauberes Wischwasser verwendet. Im klassischen Putzeimer wird das Wasser mit jedem Auswringen des Fensterleders schmutziger, irgendwann verteilt sich der Dreck nur noch auf der Scheibe. Auch das Tropfen des Schmutzwassers auf Fußboden oder Armaturenbrett ist Geschichte, und lästiges Hinterherwischen kann man sich nun sparen.

Profi-Tipp: „Wenn es doch Streifen geben sollte, einfach die Gummilippe des Saugers mit einem Tuch abwischen. Hilft das nicht, kann es an Reinigungsmittelrückständen auf der Scheibe liegen. Es dauert ein paar Putzdurchgänge, bis diese restlos entfernt sind.“

Saubere Windschutzscheibe bei Sonnenschein
Streifenfreier Durchblick erhöht den Fahrkomfort – besonders bei starkem Sonnenschein und Gegenlicht.
Fensterreinigung
Ein Fenstersauger hilft dabei, Fenster schnell und streifenfrei zu reinigen.

Frühjahrsputz im Garten und auf dem Balkon

Auch im Außenbereich leisten Hochdruckreiniger beim Frühjahrsputz gute Dienste: besonders für die Reinigung von Gartenmöbeln, Zäunen, Terrassen- oder Balkonfliesen, Vordächern und Fassaden. Ein wichtiger Faktor für die Auswahl des Gerätes ist die sogenannte Schwemmleistung, also die Wasserfördermenge pro Stunde. Je höher diese ist, desto schneller wird der Schmutz entfernt. Empfehlenswert sind Reinigungsgeräte, die einen maximalen Druck von 140 Bar oder mehr erzeugen können bzw. eine Fördermenge von maximal 500 Litern pro Stunde oder mehr liefern.

Bei größeren Flächen – Böden oder Fassade – wird der sogenannte Flächenreiniger benutzt, der den Arbeitsbereich vergrößert und gleichzeitig vor Spritzwasser schützt. Kleinere Teile wie Gartenmöbel oder das Vordach werden mit der normalen Düse oder einer Waschbürste gesäubert.

Profi-Tipp: „Insbesondere beim Reinigen von Holzteilen sollten Sie auf den richtigen Druck achten und mit der Düse nicht zu nah herangehen. Denn bei zu hohem Wasserdruck können weiche Holzschichten ausgespült werden, ähnlich wie beim Sandstrahlen. Und falls es bereits Frostschäden in Mauerwerk oder Bodenfliesen gibt, können die beschädigten Teile durch den Hochdruckreiniger endgültig abgelöst werden.“

Hochdruckreinigung
Kehrmaschinen befreien große Flächen wie Hofeinfahrten oder Gehwege von Dreck. Hochdruckreiniger lösen in Sekundenschnelle hartnäckigen Schmutz.

Das bisschen Haushalt: Tipps für Küche, Bad & Co.

Fliesen, Duschkabinen, Armaturen, Dunstabzugshauben, Backofen und Herde werden mit einem Dampfreiniger schnell wieder sauber. Das Gerät gibt beim Reinigen heißen Wasserdampf ab, der Fett, Kalk und andere Ablagerungen löst. Auch Fliesenfugen werden damit gründlich gereinigt. Vorteil des Dampfreinigers: Er kann zu einer Dampfbügelstation erweitert werden. Durch den hohen Dampfausstoß werden selbst dicke Materialien in nur einem Arbeitsgang glatt.

Die vielleicht beste Nachricht für Frühjahrs-Putzteufel: Ob Fliesen, Laminat, Parkett oder Linoleum – es gibt eine Reinigungsmaschine, die für alle Böden in Wohnung oder Haus geeignet ist. Die Maschine, die optisch an einen Handstaubsauger erinnert, wischt und saugt in einem Arbeitsgang. Ein Frischwassertank liefert sauberes Wischwasser, das Schmutzwasser wird in einen separaten Tank gesaugt. Die Wischwassermenge ist dabei so gering, dass alle Hartböden gereinigt werden können. Und die Maschine benötigt deutlich weniger Wasser als die klassische Reinigung mit Schrubber, Aufnehmer und Putzeimer.

Profi-Tipp: „Selbst der gute alte Besen hat längst ein Hightech-Pendant: Wenn Saugen zu aufwendig und Fegen zu unbequem ist, hilft ein Akkubesen weiter.“