Erstelle Deine persönliche Artikelsammlung. Wähle die Schlagworte, die Deinen Interessen entsprechen.
+
Auswahl anzeigen

Alle Tags

Reise

Städtetrip
Essen & Trinken
Mobilität
Shopping
Abenteuer
Kultur

Innovationen

Digitalisierung
E-Mobilität
Car-Sharing
Autonomes Fahren
Assistenzsysteme
Sicherheit

Lifestyle

Design
Start-Up
Nachhaltigkeit
Kult

Menschen

Mode
Pionier
Produktexperte
Markenbotschafter
Kunst
Soziales Engagement

Events

Ausstellung
She's Mercedes
Fahrertraining
Roadshow
Pop-Up Store
Ausfahrt

Innovation

Sport

Well-Being
Golf
Reiten
Tennis
Motorsport
Fitness

Fahrzeugklassen

  • #A-Klasse
  • #AMG GT
  • #B-Klasse
  • #C-Klasse
  • #CLA
  • #CLS
  • #E-Klasse
  • #EQ
  • #G-Klasse
  • #GLA
  • #GLC
  • #GLE
  • #GLS
  • #Klassiker
  • #Maybach
  • #Nutzfahrzeuge
  • #S-Klasse
  • #SL
  • #SLC
  • #Smart
  • #V-Klasse
  • #X-Klasse
Lifestyle | Frankfurt/Offenbach - 25. August 2017

Total regional

„Krümelrausch“, „Die Glücksrolle“, „Zeit für Brot“ – allein die Liste der Produzenten, die hier einen Verkaufsstand haben, liest sich wie ein Kochbuch der Köstlichkeiten. Beim „Markt im Hof“, mitten in Frankfurts neuem Szene-Kiez, treffen Genießer auf Gleichgesinnte und Familien auf Freunde. Im Interview mit dem Mercedes-Benz Kundenmagazin erzählt Mitgründerin Susanne Stahl, was das kleine Brückenviertel mit seinem Food Market so beliebt macht.

Frau Stahl, was lieben Sie an Ihrem Viertel?

Dass es all das hat, was man eben so mag, wenn man als Tourist in andere Städte wie Paris oder Wien fährt: viele kleine, familiäre Läden, die inhabergeführt sind, mit Individuen, die einfach ihr Ding machen, ohne sich darum zu scheren, was ein Betriebswirt dazu sagen würde. Es ist auch oft viel Idealismus dabei. Den Namen Brückenviertel haben wir uns übrigens selbst gegeben, eigentlich gehören wir zum Stadtteil Sachsenhausen.

Wer steckt hinter dem Brückenviertel?

Allerlei Leute aus dem Grafik-, Design- und Mode-Bereich, die hier im Kreativquartier ihre eigenen kleinen Ateliers und Läden haben, die im Hinterraum produzieren und im Vorderraum verkaufen. So wie ich. Und das Tür an Tür mit einem portugiesischen Feinkostladen oder einem Geschäft, in dem ausschließlich Kaviar verkauft wird. Außerdem gibt es im Brückenviertel noch das beliebte Eiscafé Bizziice, entdeckenswerte Restaurants, tolle Manufaktur-Apfelweine und einen renommierten Whisky-Shop.

Damit wären wir beim Thema Kulinarik: Märkte gibt es in Frankfurt ja sicher schon einige. Was ist das Besondere am Markt im Hof?

Das stimmt, städtische Wochenmärkte gibt es viele. Aber wir waren der erste Food Market Frankfurts. Also ein Ort, an dem man sich nicht vorwiegend etwas kauft, um es mit nach Hause zu nehmen, sondern etwas, das man vor Ort konsumiert. Und dabei kann man wunderbar verweilen, Freunde treffen oder ein wenig bummeln gehen. Bei uns auf dem Markt im Hof finden die Gäste unter anderem Bio-Fastfood, Sandwiches, Crêpes und Burger, Limos und Cocktails aber auch allerlei Sachen, die man sich fürs Wochenende mitnehmen kann. Wir holen Erzeuger aus dem Umland ins urbane Milieu Frankfurts. Dazu gehören beispielsweise Gemüsebauern, ein Schweine- und Rinderzüchter sowie eine Mikro-Brauerei. Es gibt viel Selbstgemachtes, Regionales und Saisonales. Ergänzt wird das Ganze durch internationales, authentisches Street-Food, unter anderem aus Vietnam oder Äthiopien.

Food Markets sind derzeit sehr angesagt. Wie kamen Sie schon so früh auf die Idee?

Wir vom Brückenviertel wollten gerne einen Mittelpunkt etablieren, und historisch betrachtet war der Markt schon immer ein wichtiger Treffpunkt der Gesellschaft. Als dann 2013 der Getränkemarkt aus der Halle und dem Hof ausgezogen war und das Gelände ein halbes Jahr leer stand, reifte die Idee weiter. Und dann kam die Stadt Frankfurt und fragte: „Können wir euch etwas Gutes tun?“ So wurde hier im Brückenviertel der Wunsch nach einem Food Market geäußert. Lorenzo Bizzi vom Eiscafé Bizziice, Michael Rühl von Apfelweinkontor und ich vom Design-Laden designe, kleine! haben uns dann gesagt „Komm, wir probieren das jetzt einfach mal“ und die Umsetzung übernommen. Ziel war es, mehr Leute ins Viertel zu locken.

„Manchmal kommen Frankfurter mit ihrem Wochenend-Besuch vorbei, um zu zeigen 'wir haben auch ein bisschen Berlin hier'.“Susanne Stahl, Mitgründerin von Markt im Hof

Im Interview: Susanne Stahl, Mitgründerin von Markt im Hof
Und, klappt das?

Ja, ganz gut. Letztes Jahr haben wir sogar den Frankfurter Tourismuspreis für unser Projekt „Markt im Hof“ verliehen bekommen. In einer so entspannten Atmosphäre nehmen sich die Leute auch Zeit, mal ein bisschen in den Seitenstraßen zu stöbern. Wir achten auch darauf, dass die Besucher immer etwas Neues entdecken können. Deswegen gibt es im Nebenraum von Markt im Hof wechselnde Designer und Künstler – gerade hat dort die Agentur „esistfreitag“ die Erstausgabe ihres Magazins „Frankfurt du bist so wunderbar“ vorgestellt.

Wen sprechen Sie mit Markt im Hof besonders an?

Es ist vor allem ein Nachbarschaftstreff. Viele junge Familien nutzen die Möglichkeit sich auszutauschen, und dadurch, dass der Hof geschützt gelegen ist, kann man auch die Kinder gut im Blick behalten. Die meisten Besucher sind zwischen 30 und 50 Jahre alt, samstags kommen manche Frankfurter mit ihrem Besuch vorbei, um zu zeigen: „Wir haben auch ein bisschen Berlin hier.“ Es kommen aber auch viele „S-Bahn-Touristen“, wie ich sie immer nenne, zum Bummeln ins Viertel. Zum Beispiel aus Mainz, Wiesbaden und Darmstadt. Außerdem haben wir internationale Gäste, wie zum Beispiel Japaner von der Frankfurter Messe, die etwas Uriges und Typisches der Region kennenlernen möchten. Die wollen Frankfurter sehen, die Äppler trinken und Schnitzel mit Grüner Soße essen. So, wie sie in Bayern Menschen in Trachten sehen wollen, die aufs Oktoberfest gehen.

Werden sie im Brückenviertel fündig?

Ja, auch das gibt es hier in der Nachbarschaft: urtypische Äppler-Kneipen mit manchmal etwas mürrischer Bedienung und harten Bänken. Also richtige Originale.

Haben Sie Pläne für die Zukunft des Marktes?

Wir würden das Ganze gerne ausdehnen: Die Infrastruktur der Halle könnte zum Beispiel weiter ausgebaut werden, damit wir noch mehr Kultur integrieren können, wie zum Beispiel Musikbeiträge oder Lesungen. Da steckt viel Potenzial drin! Im September wird es auf jeden Fall wieder ein Straßenfest geben – das beste Straßenfest der Stadt, finde ich.

Was macht es dazu?

Die Geschäfte des Viertels organisieren das Fest selbst, es wird nicht einfach irgendwo ein Bierwagen mit Würtschenbude hingestellt, in der dieselben Menschen arbeiten wie auf Festen in anderen Städten. Bei uns finden Sie eine familiäre Atmosphäre, es gibt Dosenwerfen und andere urige Sachen. Bei mir am Laden biete ich immer Fadenziehen an: Dabei darf man für einen Euro an einem Faden ziehen. Daran hängen irgendwelche Kleinigkeiten, aber ich habe immer eine riesige Schlange vorm Schaufenster, weil so viele mitmachen wollen. Es geht einfach um den Spaßfaktor, darum, gemeinsam eine schöne Zeit zu haben.

Der Stand von Madame Herrlich auf dem Markt im Hof in Frankfurt

Markt im Hof

Der Food Market im Brückenviertel

Markt im Hof e.V.
Wallstraße 11
60594 Frankfurt am Main

www.marktimhof.de