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Lifestyle | Reutlingen/Tübingen - 23. November 2017

Raum für findige Köpfe

Erfindungen und Ideen verändern die Welt. Der Technologiepark Tübingen-Reutlingen bietet Start-up-Unternehmen aus der Region einen (Frei-)Raum für die Entwicklung ihrer Visionen. Dort entstehen neue Produkte, die sich sehen lassen können!

Der Alles-Erfinder Daniel Düsentrieb wäre bei einem Besuch des Technologieparks Tübingen-Reutlingen (TTR) völlig aus dem Häuschen gewesen. Auch er träumte von seinem großen Durchbruch. Doch seine über 180 Ideen sind niemals außerhalb der Comic-Welt – im realen Leben – verwirklicht worden. Man nehme nur den Schalllöscher für störenden Lärm oder den Brotschmier-Apparat. Weitaus erfolgreicher sind die Erfindungen der Start-up-Unternehmen, die den Laboren des TTR entstammen.

Am Anfang steht die brillante Idee

Hier tüfteln findige Köpfe aus der Region Reutlingen und Tübingen von der Idee bis zum marktfähigen Produkt. In speziell auf sie zugeschnittenen Räumlichkeiten können sie ihre Innovationen bis zur Marktreife bringen. In zwei Jahren, in fünf Jahren, manchmal dauert es auch länger. Darunter Lösungen, die die Welt verändern und sogar Blinden via Seh-Chip das Sehvermögen wiedergeben, den Einsatz von Rettungshubschraubern koordinieren oder das Mobilitätsverhalten mit dem E-Bike-Antrieb clever beflügeln.

Mitarbeiterin der Firma CeGaT forscht im TTR
Eine revolutionäre Entwicklung aus dem Technologiepark ist die DNA-Analyse von CeGaT, mit der die genetische Ursache von Krebserkrankungen bestimmt wird.

Plattform für Potenziale

15 Jahre ist es her, dass der erste Grundstein gelegt wurde und der Technologiepark Tübingen-Reutlingen seine Pforten öffnete. Thomas Dephoff, TTR-Geschäftsführer, erinnert sich: „Wir wussten nicht wirklich, was passieren wird. Alles war möglich. Aber wir wussten, dass die Region großes Potenzial durch die unmittelbare Nähe zu Forschung und Wirtschaft hat und eine bevorzugte Plattform für viele junge Firmen und die Entwicklung neuer Technologien und Produkte sein könnte.“

Das Gespür sollte nicht trügen. Heute sind im TTR über 50 Unternehmen ansässig und 1.600 Arbeitsplätze entstanden. Der Park ist kontinuierlich gewachsen. „Im vergangenen Jahr konnten wir einen fünften Neubau verwirklichen und damit noch mehr Freiraum für Freidenker und innovative Firmen schaffen.“ Geht der Geschäftsführer heute durch die Flure des Technologieparks, erfüllt es ihn mit Stolz. Der gelernte Architekt hat schon Deutschlands größten Technologiepark in Berlin-Adlershof mitentwickelt. Seit dieser Zeit hat es ihn nicht mehr losgelassen, einen Kosmos für Innovationen zu kreieren.

Im TTR-Reutlingen ist von Retina Implant ein Seh-Chip entwickelt worden.
Ein Chip der Reutlinger Firma Retina Implant kann unter der Netzhaut angebracht werden. Nicht mal so groß wie der Kamerachip eines Smartphones ist die Prothese für das Auge.

Wenn Ideen Gestalt annehmen …

„Es ist toll mitanzusehen, wie Ideen mit den Monaten und über die Jahre Gestalt annehmen. Und es erfüllt uns alle mit Stolz, wenn ein Produkt Erfolg am Markt hat und den Durchbruch schafft und nicht nur der Region Reutlingen und Tübingen zugutekommt“, betont Dephoff. Von diesen bahnbrechenden Innovationen und Produkten gab es einige.

Man nehme nur den Seh-Chip von Retina Implant. Dieser ermöglicht Blinden wieder das Sehen mithilfe eines Implantats. Bei einem operativen Eingriff wird ein drei mal drei Millimeter kleiner Mikrochip unter die Netzhaut implantiert. Dieser Chip verfügt über 1.500 Fotozellen, welche die defekten Fotorezeptoren des Auges ersetzen sollen.

Mobile Erfolgsgeschichte

„Eine weitere Erfolgsgeschichte kommt von Bosch eBike Systems“, erzählt Dephoff. „Das Unternehmen startete vor acht Jahren mit zwei, drei Leuten im TTR. Das E-Bike und das Antriebssystem von Bosch haben in den letzten Jahren den Markt erobert. Heute beschäftigt die Firma rund 300 Mitarbeiter und ist Weltmarktführer.“ Und auch aktuell tüfteln findige Erfinder mit Hochdruck an Innovationen, die kurz vor dem Durchbruch stehen. Besonders im Bereich der Medizinforschung und -technologie gibt es viele Erfolg versprechende Ansätze.

Bosch eBike startet im TTR Reutlingen und gehört heute zu den Marktführern
Bosch eBike Systems bietet ein umfassendes Portfolio für Elektrofahrräder. Was 2009 als Start-up innerhalb der Bosch-Gruppe begann, hat sich mittlerweile zum Weltmarktführer im Premium-Segment entwickelt.

Zugeschnittene Räume, moderne Architektur

Die Rolle des Technologieparks mit den Schwerpunkten Biotechnologie in Tübingen und Sensorik sowie Mikro- und Nanotechnologie in Reutlingen ist es, den nötigen Raum zu bieten. „Wir schaffen die besonderen Voraussetzungen, die Start-ups brauchen. Dazu gehören Gebäude in moderner Architektur mit erstklassigen technischen Installationen und Spezialimmobilien für Labore sowie Raumzuschnitte nach Anforderungen und Wachstumsmöglichkeiten im Park“, erläutert Dephoff. „Ebenso bieten wir Kooperationen mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die von uns eine individuelle Labor- und Werkstattkonfiguration erhalten. Mit dem TTR versuchen wir ein Gebiet zu kreieren, wo sich um junge Firmen gekümmert wird und sich eigene technologische Firmen ansiedeln können. Wir fördern nicht finanziell, aber mit Know-how und einem wissenschaftlich und wirtschaftlich fundierten Netzwerk. Start-ups sind wichtig für die Wirtschaftskraft der Region.“ Und die Region Reutlingen-Tübingen hat den Nachwuchs im Blick und bietet zudem die Innovationskraft sowie die Nähe zu Universitäten und Forschungseinrichtungen. So stammen 80 bis 90 Prozent der im TTR ansässigen Firmen aus der Region und können auch hier ihre Ideen weiterentwickeln.

Eine weitere große Erfindung

Diese jungen Firmen erleben viele Höhen und Tiefen. Zu ihren größten Schwierigkeiten und Hürden zählen finanzielle Probleme, unternehmerische Fehlentscheidungen und Probleme am Markt. Dephoffs Rat an die Gründer: „Manche Start-ups sind schnell am Markt und sogar nach zwei Jahren profitabel, aber in der Regel brauchen sie das nötige Durchhaltevermögen. Ebenso sollten sie den Zeitpunkt erkennen, wann es keinen Sinn hat, weiterzumachen, weil es ihr Produkt nicht auf den Markt schaffen wird. Für diejenigen, die sich austesten möchten, haben wir ein Start-up-Labor und damit nur einen Raum, in dem sie beginnen können. Nach zwei bis sechs Monaten sieht man, ob es etwas bringt und ob die Idee das Potenzial zu einer weiteren großen Erfindung hat und nicht nur Traum bleibt.“

Der Technologiepark TTR Reutlingen Außenansicht

TTR

Technologiepark Tübingen-Reutlingen GmbH
Gerhard-Kindler-Straße 13
72770 Reutlingen

www.ttr-gmbh.de