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Lifestyle | Frankfurt/Offenbach - 06. Februar 2018

Vegane Sporternährung:
Die mit den Promis shoppt

Frisch, gesund, pflanzlich – Aleksandra Keleman möchte Profisportler und Promis für vegane Lebensmittel begeistern. Und das gelingt der 24-Jährigen mit großem Erfolg. Die Liste ihrer Klienten ist lang und reicht von Fußball-Bundesligaspielern wie Luca Waldschmidt (Hamburger SV, Foto) und Diego Demme (RB Leipzig) bis hin zum Techno-DJ. Im Interview mit dem Mercedes-Benz Kundenmagazin spricht die Frankfurterin über das Bauchgefühl, leckere Rezepte und Einkaufstipps.

Aleksandra, seit wann lebst du vegan und warum?

Im Sommer 2010 habe ich einige Artikel über die gesundheitlichen Auswirkungen von Tiermilchkonsum gelesen und daraufhin auf Pflanzenmilchprodukte umgestellt. Dabei blieb es jedoch nicht. Bei meiner Recherche über Milch begegneten mir auch Dokumentationen über die ökologischen Auswirkungen von Fischerei und Fleischproduktion, welche mich darin bestärkten, es mal ganz vegan zu probieren. Seit Anfang 2011 ernähre ich mich komplett vegan.

Hast du dadurch irgendwelche körperlichen Auswirkungen bemerkt?

Auf jeden Fall! Ich fühle mich fitter, mein Hautbild hat sich verbessert und ich habe ein paar Kilos verloren.

Wie kamst du ausgerechnet auf die Idee, Promis von einer veganen Sporternährung zu überzeugen?

Sportler werden von der Gesellschaft in der Regel als Vorbilder wahrgenommen. Wenn berühmte Sportler vegan leben, könnte das viele Menschen überzeugen, es auch mal zu probieren. Die ersten Kontakte zu Sportlern stellte ich über soziale Medien her. Zwei Eishockeyspieler der DEL haben Anfang 2015 mit mir die Facebook-Gruppe Top Athletes Vegan gegründet, in der sich Profisportler aus verschiedenen Disziplinen austauschen.

Vegane Sporternährung: Aleksandra Kelemann kämpft für ihre Überzeugung
Lebt seit sieben Jahren vegan: Aleksandra Keleman (24) aus Frankfurt möchte auch andere dafür begeistern.
Klingt, als ob man bei einer veganen Sporternährung viel beachten müsste. Wie hast du dir dein Wissen angeeignet?

Anhand von Büchern, Studien und dem Austausch mit Trainern, Ärzten, Heilpraktikern und Physiotherapeuten. Besonders hilfreich sind für mich aber auch die Feedbacks von den Sportlern selbst. Denn sie können schnell testen, welches Essen sie stärker oder schwächer macht. Zudem werden im Leistungssport häufig Bluttests durchgeführt. Man sollte aber auch selber auf seinen Körper hören: Wer die Reaktionen des Körpers genau beobachtet, zum Beispiel Mundgefühl, Bauchgefühl, Stoffwechsel, Schlafverhalten oder Hautbild, kann wertvolle Schlüsse daraus ziehen.

Welches Feedback hörst du am häufigsten von den Profis?

Die Sportler berichten meistens über ein geringeres Schlafbedürfnis, weniger Muskelverhärtungen und eine schnellere Regeneration. Sie geben an, beim Training fitter als früher zu sein. Sehr beeindruckt hat mich das Feedback von Weitspringer Alyn Camara: Nach einem harten Tempolauf musste er sich früher hinlegen oder hatte sogar das Gefühl, sich übergeben zu müssen. Er sagt, er könne heute problemlos vier harte Tempoläufe nacheinander absolvieren. Insgesamt bestätigen die Rückmeldungen meine Vermutung, dass Menschen durch eine pflanzliche Ernährung leistungsfähiger werden.

Wie läuft so eine Beratung bei dir ab?

Das ist immer individuell. Ich versuche, meinen Klienten die Vorteile einer veganen Sporternährung aufzuzeigen, und erkläre ihnen, worauf sie achten müssen, zum Beispiel was die ergänzende Aufnahme einzelner Nährstoffe betrifft. Ich gehe aber auch gerne mit ihnen shoppen und zeige, wie man leckere vegane Gerichte zubereitet.

„Je größer der Anteil der frischen Nahrung aus dem Garten ist, desto besser fühle ich mich.“Aleksandra Keleman

Vegane Sporternährung: Aleksandra Keleman berät den Leichtathlethen Alyn Camara
Zwei, die sich verstehen: Zu den prominenten Klienten von Aleksandra Keleman gehört auch der Leichtathlet Alyn Camara.
Apropos shoppen und kochen, wo kann man als Veganer in Frankfurt gut einkaufen?

Ich kaufe meine Lieblingsprodukte in verschiedenen Bio-Supermärkten, Drogerien und Reformhäusern, zum Beispiel Frischkäse-Alternativen, Tempeh oder gekeimte Brote, Pflanzendrinks und Schokolade. Restaurants findet man in jeder Stadt leicht über die Homepages und Apps von Happycow oder Vanilla-Bean. Meine favorisierten Essensmöglichkeiten in Frankfurt sind das Vevay am Willy-Brandt-Platz und das Reformhaus in der Schillerstraße mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Was kommt täglich bei dir auf den Teller?

Kräuter gehören bei mir zu jeder Mahlzeit. Ich esse abwechslungsreich und lege Wert auf saisonale und regionale Produkte. Morgens mache ich mir einen grünen Smoothie, verwende dabei aber nicht jeden Tag das gleiche Blattgrün. Dickflüssige Smoothies mit Stücken regen zum Kauen an, das ist gut für die Verdauung, denn diese beginnt bereits im Mund. Meine Grundnahrungsmittel sind Obst, Gemüse, Kräuter und gekeimte Samen, zum Beispiel Buchweizen, Dinkel, Linsen und Quinoa. Ich esse möglichst jeden Tag eine hochwertige Omega-3-Quelle, also Leinsamen, Chiasamen oder Hanfsamen, jeweils in gekeimter Form zum Müsli aus gekeimtem Buchweizen mit Obst.

Du empfiehlst den Menschen, am besten ihr Gemüse selbst anzubauen. Kannst du das in einer Großstadt wie Frankfurt auch tun?

Ich habe das große Glück, dass mein Vater einen Garten in Frankfurt hat, aus dem wir viel frisches Obst, Gemüse und Kräuter ernten. Von den Nachbargärten werden wir auch öfter mal beschenkt. Je größer der Anteil der frischen Nahrung aus dem Garten ist, desto besser fühle ich mich.

Welche Ziele hast du für die Zukunft?

Im Bereich Leistungssport wünsche ich mir, dass sich die Mehrheit der Athleten in drei, spätestens fünf Jahren überwiegend pflanzlich ernährt. Mit meinem Buch „Superstar Formel“, das ich gerade schreibe, möchte ich dazu beitragen. Darin dokumentiere ich meinen aktuellen Wissensstand über leistungsfördernde Ernährung, ergänze diesen um meine Lieblingsrezepte und stelle sie den Sportlern zur Verfügung. Ansonsten habe ich gerade mit meinem Masterstudiengang in Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Darmstadt begonnen. Beruflich würde mich der Bereich Verkehrsplanung, Luftverkehr sehr interessieren – ein ganz anderes Gebiet also.

Aleksandras vegane Lieblingsrezepte:

 

Vegane Sporternährung: Ein Lieblingsdessert von Aleksandra Keleman ist das Raw Mousse au Chocolat
Rohe Mousse au Chocolat
  • Zutaten:

    2 reife Bananen
    2 reife Avocados
    6–8 Esslöffel rohes Kakaopulver
    15 Milliliter Pflanzenmilch, z.B. Hafermilch

  • Zubereitung:

    Bananen, Avocados (ohne Kern), rohes Kakaopulver und einen Schuss Pflanzenmilch in eine Schüssel geben und pürieren.

Vegane Sporternährung: Ein Lieblingsdessert von Aleksandra Keleman ist die Cashew-Käse-Creme
Cashew-Käse-Creme
  • Zutaten:

    300 Gramm Cashewkerne (die über Nacht in Wasser eingeweicht wurden)
    3–4 Esslöffel Brottrunk
    1 Prise Steinsalz
    1 Spritzer Zitrone
    1 Prise Muskatnuss

  • Zubereitung:

    Alle Zutaten mit dem Stabmixer fein pürieren und mit frischem Schnittlauch servieren.

Vegane Sporternährung: Im Vevay geht Aleksandra Keleman besonders gerne essen

Aleksandras Restaurant-Tipp in Frankfurt

Vevay
Neue Mainzer Straße 20
60311 Frankfurt am Main

www.vevay.net

Vegane Sporternährung: Auch Profis haben mal Lust auf was Süßes

Eisdiele in Frankfurt mit einigen veganen Sorten

Das Eis
Hasengasse 1–3
60311 Frankfurt am Main

www.daseis.eu

Savory Frankfurt – the Vegtory

Burgfriedenstraße 2 /
Ecke Alt-Rödelheim
60489 Frankfurt am Main