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Lifestyle | Mainz - 13. Mai 2019

Vegane Pizza:
„Geht nicht? Gibt’s nicht!“

„Shroom“, „Green Lama“ oder „Mimikry“? Die Pizza-Sorten, die Yannik Wild in seinem Restaurant präsentiert, klingen nicht nur kreativ, sie sind es auch. Denn der 22-Jährige setzt komplett auf vegane Zutaten, sogar beim Käse. Heraus kommt: „Die beste pflanzliche Pizza der Welt“ – das zumindest verspricht er seinen Gästen. Und die rennen ihm die Bude ein.

Veganes Pizza-Restaurant Noah
Noahs Restaurant: Passion für vegane Pizza und leckere Salate.
Du bist ausgebildeter Ernährungsberater, warum fiel deine Wahl ausgerechnet auf Pizza? Die ist ja nun nicht gerade als leichte Kost bekannt …

Pizza war einfach immer eines meiner Lieblingsgerichte – nur eine tolle vegane Alternative, die hatte ich bisher leider nicht für mich gefunden. Dann muss ich das halt selbst ändern, dachte ich mir. Denn leckere vegane Burger gibt es ja schließlich auch schon. Und weil ich Weißmehl nicht so gut fand, habe ich ein wenig herumexperimentiert. Dinkel-Vollkorn ist die Alternative, die mich letztendlich überzeugte. Gesünder ist sie allemal. Im September 2018 habe ich dann mein veganes Restaurant in Mainz eröffnet.

„Noahs Restaurant“ – was hat es mit dem Namen auf sich?

Mein zweiter Vorname lautet Noah. Außerdem mag ich die Verbindung zur biblischen Geschichte, in der Noah mit seiner Arche viele Tiere gerettet hat.

Tierisches kommt bei dir nicht auf den Teller. Wie löst du das Käse-Problem?

Das stimmt. Wir machen im Restaurant alles selbst, einen passenden Käse zu kreieren war allerdings gar nicht so leicht. Vor allem die Konsistenz war ein Problem und dass er bei 400 Grad Ofentemperatur nicht verbrennt. Geht nicht, gibt’s aber nicht für mich, daher habe ich ständig weiter daran getüftelt. Als Ausgangsbasis verwenden wir heute Cashewnüsse. Das genaue Rezept bleibt natürlich mein Geheimnis, aber Gewürze, Zitronensaft und Wasser zählen zu den Zutaten. Hinzu kommt noch etwas Knoblauch.

Klingt interessant, wie kann man sich Cashew-Käse geschmacklich vorstellen?

Nussig, fein-würzig, würde ich sagen. Aber Cashew schmeckt man schon raus.

Schaffst du es, auch passionierte Fleischesser in dein veganes Restaurant zu locken?

Die Mehrheit meiner Kunden lebt schon vegan, ein Drittel etwa vegetarisch. Aber auch die richtigen Fleischesser werden ab und zu mitgeschleppt (lacht). Bisher habe ich auch von ihnen ein gutes Feedback bekommen. Das ehrt mich besonders, denn die sind eigentlich am kritischsten, schließlich könnten sie auch alle anderen Pizzen essen.

Wie reagieren die Gäste generell so auf dein Angebot?

Aufgeschlossen. Letztens bin ich mit einem Gast ins Gespräch gekommen, der etwa 80 Jahre alt war und bereits seit seiner Jugend vegan lebt. Seine Erzählungen waren total interessant, schließlich gab es damals bei Weitem nicht so viele Möglichkeiten wie heute …

Mit 21 ein Restaurant zu eröffnen ist ganz schön mutig, wie hat deine Familie reagiert?

Ach, ich habe schon immer mein Ding durchgezogen und seit meiner Kindheit von einem eigenen Restaurant geträumt. Aber ich hatte meiner Mutter versprochen, wenigstens eine Ausbildung abzuschließen, und dieses Versprechen habe ich auch gehalten. Als mein Plan zu „Noahs Restaurant“ feststand, bekam ich wahnsinnig viel Unterstützung von Familie und Freunden, vor allem bei den aufwendigen Renovierungsarbeiten, dafür bin ich sehr dankbar.

„Wir machen im Restaurant alles selbst. Einen passenden Käse zu kreieren war allerdings gar nicht so leicht.“Yannik Wild

Yannik Wild, Geschäftsführer aus dem veganen Pizza-Restaurant Noah
Yannik Wild ist Inhaber des veganen Pizza-Restaurants Noah in Mainz.
Welche deiner kulinarischen Kreationen kommt am besten an?

Definitiv die Pizza Shroom, die ist auch mein persönlicher Favorit. Da sind Mandeln, Zwiebeln, Rucola und regionale Pilze der Saison drauf, deswegen ist sie auch immer anders.

Wo kaufst du am liebsten Lebensmittel ein?

Der Wochenmarkt in der Mainzer Altstadt ist toll, er findet immer dienstags, freitags und samstags statt. Dort bekomme ich frische regionale Sachen, vieles sogar in Bio-Qualität. Ich mag es einfach, an den Ständen entlangzuschlendern und hier und da zu probieren. Auf dem Wochenmarkt kommen Alt und Jung zusammen, es ist eine angenehme Atmosphäre.

Wenn Mainz eine Pizza wäre, wie würdest du sie belegen?

Lustige Frage, die wurde mir noch nie gestellt. Also bei Mainz kommt mir irgendwie immer als Erstes Karneval in den Sinn, da geht’s hier ziemlich bunt zu. Daher würde ich die Sorte vielleicht „Veggie Crazy Pizza“ nennen und mit Aprikosen und Spitzpaprika belegen. Die bunte Mischung spiegelt dann gleichzeitig auch generell die verschiedenen Kulturen wider, die in Mainz zusammenkommen.

Ursprünglich kommst du ja aus Idar-Oberstein, was gefällt dir an Mainz besonders?

Ich mag die Offenheit der Menschen, man kommt schnell in Kontakt. Die Lage am Rhein ist echt schön, dort lässt es sich wunderbar spazieren gehen. Und auch die Möglichkeit, ein veganes Restaurant zu eröffnen, hätte ich in meiner Heimatstadt Idar-Oberstein nicht gehabt. Deswegen bin ich ja nach Mainz gezogen.

Wo gehst du gerne essen, wenn du mal gerade nicht selbst in der Küche stehst?

Im Möhren Milieu in der Mainzer Neustadt, da gibt es unter anderem tolle vegane Burger, Frühstück und selbst gebackene Kuchen. Die gute Stub mag ich auch, das ist ein echter Geheimtipp. Die Getränke und Speisen, die man dort bekommt, sind ebenfalls vegan.

Gibt’s spannende Pläne für die Zukunft?

Ja, die gibt’s tatsächlich. Langfristig plane ich, ein Franchise-Unternehmen aufzubauen, um möglichst vielen Menschen eine umweltfreundliche und gesunde Pizza-Alternative bieten zu können.