27. Dezember 2017
Lifestyle

Ohne Adresse zum Ziel
mit what3words

Wie erreicht man ein abgelegenes Ausflugsziel in den Bergen, einen einsamen Strand oder auch nur den nächsten Parkplatz? Und zwar ohne konkrete Adresse. Die Antwort lautet: mit drei Wörtern. Das Navigationssystem „what3words“ basiert auf einer innovativen Technologie.

Das Ziel der nächsten Reise lautet: früchtetee.kurzfilm.vulkane. Mit diesen Worten teile ich dem Mercedes-Benz Navigationsgerät mein Ziel mit – und schon wird die Route berechnet. Ohne Straßennamen, ohne Postleitzahl, ohne GPS-Daten. Möglich wird das durch ein völlig neues Adresssystem, das vom britischen Start-up what3words entwickelt wurde.

what3words und Mercedes-Benz

Das System basiert auf der Aufteilung der Welt in kleine, drei mal drei Meter große Quadrate, denen jeweils drei Begriffe zugeordnet sind. Der dahinter liegende Algorithmus arbeitet mit insgesamt 57 Billionen Quadraten und 25.000 Begriffen. Jeder Abschnitt ist somit eindeutig bestimmt und eine Verwechslung ausgeschlossen. Die Entwickler haben bei der Programmierung darauf geachtet, kurze Wörter für Städte und Ballungsräume zu verwenden, während längere Begriffe eher abgelegene Regionen markieren – beispielsweise Bereiche in Wüsten und in Ozeanen. Schimpfwörter kommen gar nicht vor, und Verwechslungen sind bei der Einteilung so gut wie ausgeschlossen, weil gleichlautende Wörter zu weit auseinanderliegen: Jeder Fahrer würde bei der Eingabe seinen Irrtum sofort bemerken.

Mercedes nutzt jetzt what3words
Die Welt in drei Wörtern: Mercedes-Benz nutzt als erster Automobilhersteller das innovative Adress-System von what3words (Mercedes-AMG GLA 45 4MATIC: Kraftstoffverbrauch Superplus innerorts/außerorts/kombiniert: 9,6/6,1/7,4 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 172 g/km).

Im Alltag für die Parkplatzsuche

Mercedes-Benz wird als erster Automobilhersteller dieses System für die Navigation nutzen. Bevor die Reise losgeht, muss man sich erst einmal auf der Homepage von what3words die drei Begriffe für seine Eingabe in das Navi heraussuchen. Dazu einfach auf der Karte den Cursor auf dem Zielort platzieren, und schon werden die dazugehörigen Wörter angezeigt. Der Vorteil des Systems ist auch die Präzision. Denn herkömmliche Adressen sind viel ungenauer. Mit dem neuen System lässt sich zum Beispiel der Weg zur Einfahrt einer Tiefgarage exakt einstellen. Die Einführung ist in Kürze geplant. Natürlich gibt es immer wieder Apps und Tools für die Parkplatzsuche – doch what3words findet darüber hinaus auch freie Lücken ohne Adresse.

Per App habe ich mir den Dienst heruntergeladen und getestet. Das System hat mich auf jeden Fall überzeugt. Übrigens: Mein Ziel befindet sich an einem Ort in Andalusien, Spanien.

So funktioniert’s: Navigation mit what3words in einem Mercedes-Benz GLA.

what3words mercedes arbeitet mit jungem britischen Startup zusammen
what3words
  • Gründung:

    2013 von Chris Sheldrick, Jack Waley-Cohen und Mohan Ganesalingam

  • Umsetzung:

    Gemeinsam haben die drei Freunde den Kern-Algorithmus entwickelt, die ersten Wörterlisten erstellt und die App sowie die Website entworfen. Sie sind bis heute die treibende Kraft im Unternehmen, das die Bereiche Business Development, Languages, Product und Marketing umfasst.

  • Website und Social Media:

    Mehr Informationen, Videos und Bilder zum neuen Adress-System gibt es unter anderem auf der what3words Homepage und in den sozialen Medien bei Instagram, Youtube, Twitter, Facebook und Linkedin.