22. Mai 2017
Lifestyle | Darmstadt

Reise zum
Ursprung des Universums

Milliarden Jahre alte Meteoriten, faszinierende Raumfahrttechnik und ein multimedialer Ausflug in die Tiefen des Weltalls: Das sind die Höhepunkte der Sonderausstellung „Rosetta - Europas Kometenjäger“. Die Ausstellung für Jung und Alt ist Teil der Veranstaltungsreihe „20 Jahre Wissenschaftsstadt Darmstadt“ und vom 12. Mai bis 8. Oktober im Hessischen Landesmuseum Darmstadt zu sehen.

Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte einer einzigartigen Mission: die Reise der Sonde Philae, die am 12. November 2014 auf dem sieben Milliarden Kilometer entfernten Kometen „Tschuri“ landete, um dort Messungen vorzunehmen – und dadurch mehr über die Frühzeit des Sonnensystems zu erfahren. Originalgetreue Modelle von Philae, deren Muttersonde Rosetta sowie der Trägerrakete Ariane können im Großen Saal des Museums bewundert werden. Eine multimediale Deckenprojektion visualisiert den Verlauf der mehr als zwölf Jahre dauernden Reise, die vom ESA-Kontrollzentrum in Darmstadt aus gesteuert wurde.

Darüber hinaus werden spektakuläre Meteoritenfunde präsentiert: zum Beispiel der Steinmeteorit „Darmstadt“, der 1804 über der Stadt niederging. Auch der 80 Kilo schwere Eisenmeteorit „Untermässing“, der größte erhaltene Meteorit Deutschlands, ist zu sehen. So verknüpft die Ausstellung Kometenforschung mit Meteoritenfunden und gibt damit Auskunft über die ältesten uns bekannten Urstoffe. Besonders interessant sind dabei die Fragen, welche Rolle diese bei der Entstehung des Universums gespielt haben und ob Kometeneinschläge einst Wasser auf die Erde brachten, das die Entstehung des Lebens bewirkte.

Logo 20 Jahre Wissenschaftsstadt Darmstadt

Forschung sichtbar machen

Die Sonderausstellung ist eine von zahlreichen Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr „20 Jahre Wissenschaftsstadt Darmstadt“. Als erste Stadt Deutschlands erhielt Darmstadt diese Auszeichnung am 13. August 1997. Der vom Land Hessen verliehene Titel „Wissenschaftsstadt“ ist auch auf den Ortsschildern Darmstadts zu sehen. Er steht für die Vielfalt der Forschungseinrichtungen: darunter vier Hochschulen, die Europäische Weltraumorganisation ESA, das Satellitenkontrollzentrum ESOC, das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und drei Fraunhofer-Institute. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe finden viele weitere interessante Ausstellungen und Führungen zu den Ursprüngen der Wissenschaftsstadt und den Hotspots neuer Technologien und Forschungen statt. Einen Überblick über alle Events und Ausstellungen gibt es im Veranstaltungskalender unter www.darmstadt.de, ausführliche Hintergrundinfos dazu auf den Seiten des Stadtmarketings.

Wie Darmstadt Wissen schafft

Sonde Rosetta im Weltraum

Hessisches Landesmuseum Darmstadt

Friedensplatz 1
64283 Darmstadt

www.hlmd.de