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Menschen | Rhein-Ruhr - 22. März 2018

Am Strand mit
Adenauer & Co

Das Label Adenauer & Co verspricht Strandfeeling – auch im Alltag. Erinnerungen an sonnige Sommertage gehören für den kreativen Geschäftsführer Andreas Adenauer unbedingt dazu.

Diese Sommer hätte man auch gerne erlebt. Bilder von alten Filmen laufen im Kopf ab, wenn Andreas Adenauer von seinen Sommerferien als kleiner Junge in Schweden erzählt. Vielleicht verklärt er die Vergangenheit, vielleicht nutzt er sie geschickt für seine Modemarke Adenauer & Co, wer weiß das schon. Man hört das Wasser plätschern, wie er mit seinen beiden Brüdern herumtollt, man sieht eine alte Yacht im Gegenlicht – vermutlich in Schwarz-Weiß.

Sommer am Meer

„Wir haben sechs Wochen auf und am Wasser gelebt, das hat mich geprägt“, erzählt der Modemacher. „Es gab ein altes Bootshaus, ein Ruderboot, eine Jolle, Angeln und Luftmatratzen.“ Andreas Adenauer, Enkel des ersten Bundeskanzlers, bewahrt seine Erinnerungen nicht nur im Kopf und auf alten Fotografien auf. Er hat sie zum Konzept seiner jungen und aufstrebenden Modemarke gemacht: Adenauer & Co.

Ein Hoodie fürs Leben

„Das ist unsere DNA“, betont der 56-Jährige. In der Mode – Adenauer spricht lieber von Bekleidung – zeigt sie sich in Sweatshirts und Hoodies, Jeans, Strick und Softshell. Das passende Outfit für einen Strandspaziergang auf Sylt, Norderney oder in Warnemünde. Natürlich können Männer und Frauen es auch im Alltag tragen und sich daran erinnern, wie schön und entspannt das Leben sein kann oder sein sollte. „Wenn Sie bei mir einen Hoodie kaufen, dann sollen Sie ihn so lange tragen können, bis er Ihr Lieblingsteil wird. Vielleicht geben Sie ihn irgendwann an Ihren Sohn weiter. So etwas mag ich. Das ist für mich Bekleidung und nicht Mode.“ Gute Qualität und ein Design, mit dem man sich auch in der nächsten und übernächsten Saison noch zeigen kann, sind für diesen Anspruch wichtig. Im Interview mit dem Mercedes-Benz Kundenmagazin spricht der Modemacher über seine Anfänge in der Branche, Kostümierungen und neue Looks.

Bootshäuser heißen die Shops von Adenauer & Co. Jeder der rund 25 Läden ist anders eingerichtet. Für den letzten Schliff ist der Chef selbst verantwortlich.
Strandfeeling auch in der Stadt – die Shops von Adenauer & Co nennen sich Strandhäuser.
Typisch Adenauer & Co: Das Anker-Logo
Dem Meer verbunden – das Anker-Logo ist typisch für die Mode von Adenauer & Co.
Herr Adenauer, wie sind Sie zur Mode gekommen?

Ich bin seit 30 Jahren Textiler und habe unter anderem für Esprit und O’Neill gearbeitet. Damit hat sich für mich der Kreis geschlossen, weil ich selber schon immer eine Wasserratte war. Damals habe ich mir gesagt, wenn ich mal eine eigene Marke aufbaue, dann muss sie etwas mit Wasser zu tun haben.

2010 haben Sie dann das Label „Adenauer & Co“ gegründet, das auch auf den Reiz der deutschen Küsten setzt. Wie kam das?

Ich habe einen deutschen Namen, die deutsche Küste ist wunderschön, die Deutschen lieben ihre Küste – aber keiner spricht darüber, keiner sagt: „Hey, wir haben eine tolle Küste.“ Klar, manchmal ist es kalt und das Wetter ist auch nicht immer schön, aber sie ist trotzdem toll – so kam das.

Adenauer & Co setzt auf einen entspannten Alltags- und Strandlook. Können Sie mit einem Anzug nichts anfangen?

Ich kann viel damit anfangen, auch weil ich als Kind oft Fliege und Blazer getragen habe. Ich mag das, aber nur dann, wenn es passt, weil es letztlich doch eine Uniform ist. Das ist nicht negativ gemeint, denn eine Uniform kann auch sehr stark sein. Mit einem Anzug drückt man etwas aus, das nicht in Richtung Freizeit geht. Ein Anzug ist eher eine Kostümierung, wenn irgendetwas repräsentiert werden muss. Ich habe mir ein anderes Lebensgefühl ausgesucht: Wie ziehst du dich an, wenn du drei oder vier Tage in einem Strandhaus mit Freunden bist? Das ist das Gegenteil von uniform.

„Unterschiedliche Kulturen haben mich immer interessiert und Bekleidung ist ein Ausdruck von Kultur.“

Modemacher Andreas Adenauer von Adenauer & Co
Mode für Alltag und Meer – Andreas Adenauer liebt den relaxten Lebensstil.
Wenn Sie zum Beispiel durch Düsseldorf laufen, worauf achten Sie mehr: auf die Menschen oder das, was sie anhaben?

Standardkonzepte in der Mode, also Dinge, die man schon kennt, reizen mich nicht besonders. Ich sehe Menschen, wenn sie sich ungewöhnlich kleiden, ich finde individuelle Typen gut. Also, ich mag Mode, weil ich Menschen mag. Unterschiedliche Kulturen haben mich immer interessiert und Bekleidung ist ein Ausdruck von Kultur.

Sie sind kein Modedesigner, bringen Sie sich dennoch ein, wenn neue Kollektionen entworfen werden?

Immer. Es gibt in unserer Branche – grob gesagt – die kreativen Geschäftsführer und die, die mehr verwalten. Mit meinen Teams habe ich an über 250 Kollektionen gearbeitet. Aber da interessiert mich weniger das Design, sondern die Frage, was ist neu, was funktioniert und was ist nicht kompliziert.

Was sind Modetrends, die Ihnen in letzter Zeit aufgefallen sind?

Bei den Farben steuern wir wieder in Richtung Naturtöne. Gleichzeitig steigt bei Männern die Akzeptanz für kräftige Farben bis hin zu Orange.

Früher Umzugs-Lkw, heute Markenbotschafter des Modelabels Adenauer & Co.
Früher Umzugs-Lkw, heute Markenbotschafter des Modelabels Adenauer & Co.

Wie bekommt ein Shop eine Seele?

Die Message vom entspannten Strandalltag kommt auch bei den Kunden an. Adenauer, der seit 30 Jahren in der Textilbranche arbeitet, hat ein spezielles Ladenkonzept entwickelt. Dabei kamen ihm wieder seine Kindheitserinnerungen zugute. Wer einen der 25 Shops betritt – Adenauer nennt sie Strandhäuser –, kann sich ein wenig wie der kleine Andreas in Schweden fühlen: Viel Holz, alte Möbel und Erinnerungsstücke sorgen für Individualität und Fluchtgedanken – wo bitte geht‘s hier zum Meer? Bevor er einen neuen Shop eröffnet, schließt sich Adenauer für zwei Tage darin ein, dreht die Musik auf, schiebt von hier nach da, arrangiert die Accessoires, „bis alles eine Seele hat“.

Der alte Adenauer – auch ein Tüftler

Tüfteln und Erfinden hat im Hause Adenauer Tradition. Wer weiß schon, dass Großvater Konrad nicht nur der große Staatsmann war, sondern nach Feierabend an Gießkannen bastelte, um sie zu verbessern? Von Opa Konrad hat der Enkel auch die Leidenschaft für Mercedes-Benz geerbt. Anders als„der Alte“, der sich im nach ihm benannten „300 Adenauer“ chauffieren ließ, begeistert sich der Enkel für die klassische G-Klasse: „Ich liebe den Wagen. Autos mit Charakter sind faszinierend.“ Das klingt wieder, als würde er über die ­Marken-DNA von Adenauer & Co sprechen.

Der Shop als Strandhaus, das hat Prinzip beim Modelabel Adenauer & Co.

Adenauer & Co Strandhaus Düsseldorf

Mittelstr. 16
40213 Düsseldorf