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Menschen | Ulm/Schwäbisch Gmünd - 05. August 2019

Zu Besuch beim Bonbonmacher

Diese Arbeit ist ein Zuckerschlecken. Denn Eike Möller ist der Spezialist für handgemachte Süßigkeiten. Das Mercedes-Benz Kundenmagazin hat ihn in seiner Bonbonmanufaktur Bonbole besucht.

Manche schmecken nach Erdbeer, Kirsche oder Orange, andere enthalten Waldmeister- oder Zitrusaromen. Doch sie alle haben eines gemeinsam: Die handgemachten Bonbons zählen zu den beliebtesten Kreationen der Gmünder Bonbonmanufaktur Bonbole. Etwa 80 Sorten und andere Zuckerleckereien stellt Bonbonmacher Eike Möller her. Als wir die Schauküche des gelernten Flugzeugbau-Ingenieurs betreten, rührt er den Zuckerteig für die nächste Ladung „Blutorangen“-Bonbons an.

Dänische Bonbonfabriken als Vorbilder

„Meine Frau Gaby Haberkern und ich kreieren Bonbons nach traditionellen und modernen Rezepten – und mit viel Liebe. Zuerst stelle ich aus Zucker, Glukosesirup und Wasser einen ‚Teig‛ her. Später gebe ich natürliches Aroma und Extrakte hinzu. Eigentlich ganz simpel“, erklärt Möller, der 2014 die Bonbonmanufaktur in Schwäbisch Gmünd eröffnete. Die Idee für ein eigenes Geschäft entstand im Dänemark-Urlaub, als das Paar verschiedene Bonbonfabriken besuchte. Nach ersten Versuchen in der heimischen Küche haben sie mit der Hilfe eines dänischer Bonbonmachers Süßigkeiten nach eigenen Rezepturen hergestellt.

Einfach handgemacht

Heute ist das Duo sehr erfolgreich in dem Business. Weil die Nachfrage nach handgemachten Bonbons gewaltig ist, produzieren sie in ihrer Manufaktur täglich jeweils vier Sorten nach. Das dauert etwa sechs bis acht Stunden. Der Süßigkeiten-Experte erklärt uns, wie er bei der Bonbonherstellung vorgeht: „Nachdem ich die Basiszutaten zu einem Teig verrührt habe, erhitze ich die Masse auf 150 Grad Celsius. Die Temperatur ist entscheidend für den Geschmack und die Konsistenz des Bonbons – sobald sie erreicht ist, kühlt die blubbernde Masse auf dem Kühltisch ab.“

Handgemachte Bonbons von Eike Möller.
Leidenschaft für Bonbons: Eike Möller und Gaby Haberkern bei der Herstellung neuer Bonbons.

Aroma und Glanz

Je nach Bonbon oder Lolli rührt Möller Aromen und Farbstoffe in den Teig. „Kurkuma erzeugt einen gelben Farbton, Paprika nutze ich für bunte orange Bonbons und Rote Bete färbt die Masse rosa. Ich verwende überwiegend natürliche Stoffe und Extrakte wie Zitronensäure.“ Um den fruchtigen Geschmack und die Farbe zu intensivieren, zieht der Zuckerbäcker den kaugummiähnlichen Teig anschließend über einen Haken. Dadurch gelangen mikroskopisch kleine Lufteinschlüsse in die Zuckermasse und das Bonbon bekommt später einen frischen, seidigen Glanz.

Form finden

Im nächsten Schritt wird das Bonbon geformt, hierbei ist die weiche Zuckermasse noch um die 70 Grad heiß. Entweder rollt Möller die Bonbonmasse wie eine Schultüte zusammen, zieht sie in die Länge und rollt sie fingerdick aus. Sobald die Stangen abgekühlt sind, schneidet er sie in kleine Stücke. Oder er dreht die Masse nach alter Tradition durch spezielle Bonbonwalzen, deren verschiedene Prägungen die Bonbons formen. Möller benutzt dafür eine englische Bonbonmaschine, die mehr als hundert Jahre alt ist. Solche Maschinen gelten als Raritäten und sind bei Sammlern und Bonbonmachern heiß begehrt.

Handgemachte Bonbons entstehen in dieser Walze.
Traditionell und praktisch: Mit dieser Walze stellt Eike Möller Bonbons her.

Eigene Bonbons

Auf Wunsch fertigen die Bonbonmacher auch Unikate oder individuelle Kreationen für Unternehmen, etwa mit dem Firmenlogo als Motiv. Außerdem zeigen sie Kindern und Erwachsenen bei Workshops, wie sie eigene Bonbons, Lollis und andere Leckereien herstellen können und welche Zutaten für die jeweiligen Geschmacksrichtungen benötigt werden. Übrigens: Die süßen Bonbole-Schöpfungen gibt es nicht nur im Onlineshop, sondern auch „to go“. An Wochenenden fährt Eike Möller auf Messen, Food-Festivals und Märkte. Dort stellt er seine leckeren Spezialitäten vor Ort her …