17. März 2017
Menschen | Stuttgart

„Der kleine Prinz“
fliegt zum Broadway

Musik spielt die Hauptrolle im Leben von Operndiva Deborah Sasson. Ihr Musical „Der kleine Prinz“ verzaubert Publikum und überzeugt Kritiker. 2019 soll die Produktion am Broadway gespielt werden.

„Mein ,kleiner Prinz’ geht in die Welt. Es ist ein Gefühl, als ob man sein Kind loslässt“, sagt Deborah Sasson zu dem Musical, bei dem sie erneut mit dem in Paris lebenden Sänger, Schauspieler, Regisseur und Choreografen Jochen Sautter zusammenarbeitet. Die Erzählung des französischen Autors Antoine de Saint-Exupéry war eine fabelhafte Inspiration. In einem langen Prozess erarbeitete sich das Duo den wunderbaren Stoff und bereicherte ihn mit eigenen Texten und Liedern. Das Ergebnis ist „Der kleine Prinz“ – ein Musical für große und kleine Menschen.

Ein modernes Märchen: „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry in Musical-Form von Deborah Sasson und Jochen Sautter.

Die Philosophie des kleinen Prinzen gipfelt im berühmten Zitat: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Diese Poesie des modernen Märchens um Freundschaft und Menschlichkeit hat Sasson in magische Melodien übersetzt. Die Ideen zur Vertonung des kleinen Prinzen flogen ihr im Musikzimmer ihres Hauses zu. Hier lebt die Komponistin ihre Kreativität aus – mit Blick ins Grüne und auf die Berge am Horizont. Vor dieser Kulisse studiert sie Rollen ein, trainiert ihre Stimme, spielt Klavier und komponiert.

Die Leidenschaft für Musik trifft bei Sasson auf den Anspruch absoluter Perfektion. „Dies ist eine Voraussetzung, um sich international auf Top-Niveau durchzusetzen.“ Gesang, Choreografie, Schauspiel, Livemusik, Licht, Videoanimation und multimediale 3D-Projektion verschmelzen beim Musical „Der kleine Prinz“ zu einem packenden, berührenden Stoff. Dass der Broadway hellhörig wurde, ist der Lohn harter Arbeit. „Für mich ein Traum, dass ich mit diesem Musical zu meinen künstlerischen Anfängen zurückkehre“, sagt die Amerikanerin, die klassischen Gesang studierte, ihr erstes Engagement an der Metropolitan Opera in New York bekam und die großen Bühnen weltweit kennt. Am Broadway hatte Leonard Bernstein sie für die „West Side Story“ an der Hamburgischen Staatsoper entdeckt, der Beginn ihrer Karriere in Deutschland.

Eine starke Stimme für Christine, Mimì und Carmen

Das Bild zeigt Deborah Sasson als Christine in der Musical-Aufführung „Das Phantom der Oper“.
Mehr als 400 Mal stand Deborah Sasson als Christine im Muscial „Das Phantom der Oper“ auf der Bühne. Als Komponistin hat sie sich ihre Lieblingsrolle quasi selbst auf den Leib geschrieben.

Das Publikum liebt die zierliche Frau mit der großen Ausstrahlung. Egal ob sie in Galas, TV-Shows oder mit ihrem Soloprogramm auftritt. Besonders aber glänzt die Sängerin im Musical „Das Phantom der Oper“, das sie gemeinsam mit Sautter neu inszenierte. Eine Erfolgsproduktion, in der die Diva selbst auf der Bühne steht. „Die Christine ist meine Lieblingsrolle, emotional und ausdrucksstark.“ Ebenfalls eine fantastische Rolle: „Die Mimì in ,La Bohème’. Giacomo Puccini hat die perfekte Oper geschaffen. Kein überflüssiger Ton und wunderschöne Melodien.“ Der leichte Sopran vom Beginn ihrer internationalen Karriere hat sich im Laufe der Zeit entwickelt. „Meine Stimme ist tiefer und reifer geworden.“

Das Bild zeigt die Sängerin und Komponistin Deborah Sasson.
Deborah Sasson komponierte die Musik zum Musical „Der kleine Prinz“.

Brahms zum Fitness-Workout

„Musik steckt voller positiver Energie, gibt mir Stärke und ist eine wichtige emotionale Kraft im Leben.“ Schon das entspannende Fitness-Workout auf dem Crosstrainer und Laufband funktioniert nur mit ganz speziellen Sounds. „Das Zweite Klavierkonzert von Brahms ist dazu total motivierend. Gewaltig mit einer großen Breite.“ Generell schätzt die Diva bei Musik die Abwechslung – erst recht im Privatleben. „Zu Hause höre ich sehr wenig Oper. Zum Entspannen mag ich am liebsten Instrumentalmusik. Und im Auto läuft meist mein Heimatsender Radio Regenbogen mit einem bunten Mix aus aktueller Popmusik.“

Das Bild zeigt Deborah Sasson neben der Mercedes-Maybach S-Klasse.
Deborah Sasson schätzt auf langen Reisestrecken den Platz, den Komfort und die edle Ausstattung der Mercedes-Maybach S-Klasse.

Für die Sängerin ist das Auto mehr als ein Transportmittel. Als Rückzugs- und Ruheraum ersetzt es auf den Konzertreisen das Zuhause. Da sind Platz, Komfort und edle Ausstattung im Fond des Mercedes-Maybach kein Luxus, sondern Voraussetzung, um für „Das Phantom der Oper“ Tausende Kilometer zwischen den Spielorten zu absolvieren.  Das Leben auf Tour geht einher mit hoher Disziplin. „Mit zwanzig haben wir noch jeden Abend Party gemacht.“ Heute achtet sie gut auf sich und ihre Stimme, um Höchstleistung für das Publikum zu bringen. Musik aus der Konserve kommt für Sasson nicht infrage. Sie singt live. Und für sie ist es das Größte, „wenn die Menschen glücklich sagen, dass sie meine Musik mögen“. „Auf der Tournee ist das Auto mein Zuhause!“Deborah Sasson

Wissenswertes

Deborah Sasson

Die Sopranistin wurde in Boston/USA geboren und studierte klassischen Gesang am Oberlin Konservatorium in Ohio/USA. Ihr erstes Engagement hatte sie an der Metropolitan Opera in New York, sie stand in Opernhäusern in San Francisco, Venedig, Rio de Janeiro, London, Wien, Berlin und Paris auf der Bühne.

Der kleine Prinz

Das moderne Märchen von Antoine de Saint-Exupéry mit dem Originaltitel „Le Petit Prince“ erschien 1943 in New York und ist mit Übersetzungen in 110 Sprachen eines der meistgelesenen Bücher der Welt. Die deutsche Originalausgabe erscheint seit 1950 im Karl Rauch Verlag, wo „Der kleine Prinz“ bis heute die höchste Weltauflage des Buchs aufweist, insgesamt wurden weit über sieben Millionen Exemplare verkauft.

Das Musical

Deborah Sasson als Komponistin und musikalische Leiterin sowie Jochen Sautter als Texter, Regisseur und Choreograf entwickelten die Idee für „Der kleine Prinz – Das Musical“. Die Arrangements stammen von Matthias Suschke. Die aufwendigen, interaktiven Videoanimationen entwickelte der polnische Künstler Daniel Stryjecki. Premiere war im Dezember 2015.