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Menschen | Reutlingen/Tübingen - 15. Juli 2019

Die Food Rebellen

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? 17 junge Food-Unternehmer „kämpfen“ für handwerkliche Produkte aus der Region und tischen lokale Küche bei Events und Kursen auf. Geschmack, der begeistert und rebellisch gut schmeckt!

Bier auf Wein, das lass sein! Diese Regel und Redensart wird von Wein-Sommelier Stefan Fischer und Biermacher Thomas Feger im Brauwerk Freistil in Tübingen genussvoll widerlegt. „Bier und Wein … das wird fein“ lautet das Motto ihres Abendkurses, zu dem 24 Teilnehmer zwei Stunden lang am eigenen Gaumen erleben, wie außergewöhnlich genial doch Bier und Wein miteinander harmonieren. Ein bisschen verrückt, ein bisschen anders und rebellisch gut, so sind die kulinarischen Events und Aktivitäten der Food Rebellen.

die Food Rebellen und ihre handwerklichen Produkte
Aus Leidenschaft, aus Liebe zum Produkt: Nach dem Motto „Die Geschmacksverstärker“ rocken die Food Rebellen kulinarisch die Region.

Saisonaler Genuss aus der Küche

Und diese bestehen nicht nur aus zwei Leuten, sondern aus insgesamt 17 jungen Food-Unternehmern aus dem Großraum Reutlingen und Tübingen, die sich als Netzwerk zusammengeschlossen haben. Ihr gemeinsames Ziel: Geschmacksverstärker für die Region zu sein und die Menschen für Produkte und Gerichte aus dem nahen Umland zu begeistern. „Wir möchten zeigen, dass die Schwäbische Alb viele kulinarische Highlights bereithält, die sich wunderbar zusammen servieren lassen“, sagt Food Rebell und Bäckermeister Simon Glocker.

In Kursen tischen meist zwei Food Rebellen regionale Küche – Getränke und Essen – auf. Welches Brot schmeckt am besten zu welchem Wein? Das zeigen zum Beispiel „Wildbaker“ Jörg Schmid und Wein-Sommelier Stefan Fischer. Welche Wildkräuter verfeinern ein Brot und worauf sollte man beim Backen achten? Dieser Frage gehen Bäckermeister Simon Glocker und Kräuterexpertin Thea Kornherr nach. Es entstehen immer wieder überraschende kulinarische Variationen. Im Angebot unter anderem: Craft-Bier aus Tübingen, Weine aus traditionellem Ensinger Anbau, frisches Gemüse aus dem Albvorland und Botanicals aus der Region.

„Regionalen Produkten auf hohem Niveau steht das Rebellische gut.“Sirup-Experte und Food Rebell Andreas Schmid

Frisch auf den Tisch, direkt aus der Region

Die Geschichte des Genuss-Netzwerks beginnt 2017, als Brot-Sommelier Jörg Schmid und Bäckermeister Simon Glocker die Idee haben, einen Backkurs zu starten. „Wir wollten etwas Einzigartiges auf die Beine stellen, das nachhaltig etwas mit den Menschen macht und die Wertigkeit von Brot vermittelt“, erzählt Glocker. Doch bei einem Backkurs sollte es nicht bleiben. „Wir wollten mehr Menschen erreichen und das Thema Genuss aus der Region vorantreiben.“ Wichtig war es den beiden, Gleichgesinnte zu finden, die ihr Handwerk lieben und denen das Thema Regionalität am Herzen liegt.

Vorhandene Synergien nutzen

So kam es, dass sich 17 Food-Liebhaber zusammenfanden – vom Sirup-Experten, Bier-Forscher, Fleischexperten, Fischfeinkost-Händler, Brot-Sommelier, Wein-Sommelier, Gärtner, Gewürzfachmann, Küchenchef, Gastronom, Bäckermeister bis zur Winzerin und Kräuterexpertin. Seitdem nutzen die Food Rebellen ihre Synergien und organisieren jeden Monat Veranstaltungen. „Die Begeisterung für die regionalen Lebensmittel, die in unserer Nähe hergestellt beziehungsweise angebaut werden, muss wieder mehr in den Vordergrund rücken, das gelingt nur in einer rebellischen Gemeinschaft wie der unsrigen“, ist sich Christoph Alznauer vom Hotel Alznaur Hof in Gomaringen sicher.

Simon Glocker von den Food Rebellen backt Brot
Jedes Brot ein Unikat: Simon Glocker backt in seiner Bäckerei in Gomadingen alles von Hand. Das Mehl dafür kommt ausschließlich von Landwirten aus der Region.

Was steckt hinter den Spezialitäten?

„Wir wollen die Leute für einen bewussten Konsum wachrütteln und in unseren Kursen genau aufzeigen, welches Handwerk hinter einem Produkt steckt und wie es hergestellt wird. Viele vom alten Schlag denken, warum soll ich einen Backkurs machen? Die Leute backen ihr Brot dann selber zu Hause. Ich finde das komplett falsch“, sagt Bäckermeister Glocker.Es ist wichtig, sein Know-how weiterzugeben. Ich möchte vorleben, was und wie ich es mache.“ Tim Diesterheft vom Restaurant Bootshaus am Neckar ergänzt: „Mit dem direkten Kontakt zu den Endverbrauchern versuchen wir, dem Gast wieder bewusst zu machen, dass Qualität, Nachhaltigkeit und Regionalität das Wichtigste sind und ,Geiz ist geil‘ keine Zukunft hat.“ Um den wirtschaftlichen Aspekt gehe es den Food Rebellen auf jeden Fall nicht. Sie wollen einzig ihre Leidenschaft zeigen und gemeinsam etwas auf die Beine stellen. Weitere kulinarische Ideen haben sie reichlich: ob Food Markets oder größere Events.

Wildkräuterexpertin Thea Kornherr von den Food Rebellen mit Essen
Von der Wiese auf den Tisch: „Food Rebell“ Thea Kornherr bereichert die Küche mit Wildkräutern.
Mit den Food Rebellen tafeln
  • Im Frühjahr nächsten Jahres ist es wieder so weit: Dann laden die Food Rebellen zum Event „Tafeln“ ins Bootshaus am Neckar Tübingen. Gäste werden mit einem Sechs-Gänge-Menü aus kreativen Rebellen-Gerichten verwöhnt. Jeder Food Rebell steht auf der Showbühne und erklärt, was genau gegessen wird, und hebt die einzelnen Besonderheiten der Produkte hervor. Mit Live-Schalte in die Küche bekommen die Gäste einen direkten Einblick, wie das Essen zubereitet wird. Anmeldungen unter food-rebellen.de