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Menschen | Wuppertal - 27. März 2018

Junior Uni:
Begeistern für Wissenschaft

Die Junior Uni in Wuppertal feiert 2018 ihr zehnjähriges Bestehen. Seit Ernst-Andreas Ziegler das gemeinnützige Projekt ins Leben rief, hat sich nicht nur der Ort des Geschehens verändert. Auch das Kursangebot für die Kinder und Jugendlichen wurde enorm weiterentwickelt.

Erinnerungen an den Physikunterricht sind bei vielen „älteren Semestern“ meist mit wenig positiven Emotionen besetzt: trockener Lernstoff, riesige Klassen, wenig Spaß. Wenn diese Erwachsenen heute ihre Kinder zu Kursen in die Junior Uni Wuppertal bringen, hören die Dozenten oft den Satz: „Schade, dass es so ein Angebot früher noch nicht gegeben hat.“ Prokuristin Ariane Staab bestätigt: „Was die Lehrbedingungen angeht, sind wir hier privilegiert.“ Und die Außenwirkung bestätigt dies: Das fröhlich-bunte Gebäude an der Wupper wirkt offen und einladend und ist sowohl bei den Jungstudenten beliebt als auch in der Region als architektonische Landmarke geschätzt.

Die Dozenten der Junior Uni Wuppertal lieben die Lehrbedingungen.
Ariane Staab, Thorsten Balgar und Annika Schächt (v. l.) sind die wissenschaftlichen Fachkoordinatoren der Junior Uni Wuppertal. Sie betreuen die Honorardozenten bei ihren Lehrangeboten und konzipieren die Inhalte künftiger Kursprogramme.

Junior Uni kommt an in Wuppertal

Seit 2014 läuft der Lehrbetrieb am Wupperbogen. Professor Ernst-Andreas Ziegler, ehemaliger Pressesprecher der Stadt Wuppertal, hatte das rein durch Spenden und einen Verein der Freunde und Förderer finanzierte Projekt 2008 ins Leben gerufen, um Kinder aus allen sozialen Schichten fürs Experimentieren und Forschen zu begeistern. Und der Erfolg der deutschlandweit einzigartigen außerschulischen Angebote an der Junior Uni ist immens. Viele der praxisnahen Kurse, gerade für die Jüngeren, sind schnell ausgebucht und es müssen Wartelisten erstellt werden.

80 Prozent der Angebote bedienen die sogenannten MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. „Wir bauen andere Bereiche wie Kunst, Kultur, Medien oder BWL aber weiter aus“, sagt Annika Schächt, die zusammen mit Ariane Staab und Thorsten Balgar für das Lehrprogramm an der Junior Uni verantwortlich zeichnet. So stehen auf dem Plan immer häufiger Kurse wie „Sozialpsychologie: Wie uns unser Umfeld beeinflusst“ oder „Musikproduktion: Der Computer wird zum Tonstudio“. „Wir sehen uns nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zur Schule. Die Kinder sollen sich wohlfühlen. Dann entsteht eine gute Atmosphäre fürs Lernen. Und fürs Lehren“, sagt Biologin Staab.

Ein Leitsystem führt anhand von Porträts durch den Campus der Junior Uni.
Porträts berühmter Personen leiten durch den Campus. Darunter sind Ingenieure wie Carl Benz mit seiner Frau Bertha oder Autoren wie hier Thomas Mann.

Lust auf Wissen

Nicht nur für die Studenten der Junior Uni ist sie ein Gewinn. Auch viele junge Dozenten, darunter Lehramtsanwärter, profitieren von ersten Lehrerfahrungen. „Ich war selbst während meines Physikstudiums Honorardozentin. Hier habe ich später in Bildungswissenschaften promoviert, weil ich so begeistert von der Idee der Junior Uni war“, so Schächt.  Sowohl die Jugendlichen als auch die Lehrer kommen freiwillig und aus Interesse für ein Thema. „Allein durch diese Motivation kann man viel mehr vermitteln“, erklärt Balgar. „Und das ist unser Ziel: Begeisterung und Spaß an einer Fachrichtung und am Lernen an sich zu transportieren.“

Dem Alltag entlehnt

Viele Kursideen werden so durch die Beteiligten selbst eingebracht. Oft greifen sie praktische Dinge aus dem Alltag der Kinder und Jugendlichen auf. Da wird im Chemiekurs für 4- bis 6-Jährige zum Beispiel Kuchen gebacken, während die 14- bis 20-Jährigen eigene Kosmetika anrühren. „Uns geht es weniger um Formeln, sondern mehr darum, den Kindern die Nützlichkeit von Naturwissenschaft zu zeigen“, erläutert Chemiker Balgar. „In Mathe zum Anfassen haben wir mit den Kleinen Geschenke eingepackt, um ihnen den Begriff der geometrischen Oberfläche näherzubringen“, pflichtet Schächt bei. Andere basteln an Robotern oder arbeiten mit einem 3-D-Drucker. Hoch im Kurs stehen aktuelle Themen wie Virtual Reality oder Big Data.

Auch ein Bienenstock befindet sich in der Junior Uni.
Echt lebendig: In Biologie-Kursen wird Wissen anhand des eigenen Bienenstocks vermittelt.

Junior Uni richtet sich auch an Ältere

Um Wettbewerb und Leistung geht es in der Junior Uni Wuppertal nie. Staab: „Es gibt keine Prüfungen. Die Kinder nehmen so viel mehr Selbstvertrauen aus den Kursen mit und verlieren die Angst vor den Fächern.“ Je älter die Studenten der Junior Uni werden, desto spezifischer sind ihre Interessen – und damit auch die Angebote. Die Kurse zur Betriebswirtschaftslehre belegen zum Beispiel häufig Oberstufenschüler, die sich vor ihrem Studium orientieren möchten. „Diese Kurse geben meist Dozenten aus der freien Wirtschaft, die man nebenbei nach ihrem Arbeitsalltag fragen kann, um sich ein Bild von diesem Beruf zu machen“, sagt Balgar. „Und manchmal ergeben sich daraus auch Praktika.“

Generell gibt es viele Kooperationen mit regionalen Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Neu im Angebot sind im Jubiläumsjahr zudem spezielle Forschungs-AGs für Jugendliche in Kooperation mit staatlichen Schulen. Schächt: „Dort wollen wir gemeinsam mit den Lehrern die Schüler an das Thema Forschung heranführen.“ Auf diese Weise wird vielen Menschen der Physikunterricht künftig sehr positiv in Erinnerung bleiben.

Vor dem Gebäude weisen bunte Flaggen den Weg.
Studieren an der Junior Uni
  • Forscherplattform für das Bergische Land

    Die rein privat finanzierte regionale Bildungseinrichtung kooperiert eng mit Schulen und Kindertagesstätten in Wuppertal und im Bergischen Land. Außerdem bestehen enge Verbindungen zur Bergischen Universität Wuppertal sowie zu vielen regionalen Unternehmen, Vereinen und Verbänden.

  • Vielfältige Kursangebote

    Mit inzwischen mehr als 59.000 belegten Kursplätzen in über 5.000 durchgeführten Kursen hat sich die Junior Uni seit ihrer Eröffnung Ende 2008 deutschlandweit einen Namen als außerschulischer Lernort für wissenschaftlich-praktische Bildung gemacht. Das Kursangebot richtet sich an kleine Forscher ab 4 Jahren bis zum 20-jährigen Studenten.

Das bunte Gebäude der Junior Uni Wuppertal ist in der Region bekannt.

Junior Uni Wuppertal

Wuppertaler Kinder- und Jugend-Universität
für das Bergische Land gGmbH
Am Brögel 31
42283 Wuppertal

www.junioruni-wuppertal.de