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Menschen | Bremen - 10. Januar 2019

Was Kunst kann

„Wenn die Menschen nicht zu uns kommen, kommen wir halt zu ihnen“ – das ist das Motto von „Kunsthalle Bremen…unterwegs!“ Egal ob Jung oder Alt, Arm oder Reich – mit ihrem Projekt machen Hartwig Dingfelder und sein Team Kunst für alle erlebbar. Eine Erfolgsstory, bei der Nachahmer ausdrücklich erwünscht sind.

„Kunst ist eine universelle Sprache, die jeder versteht“, sagt Hartwig Dingfelder, Leiter des Teams Bildung und Vermittlung der Kunsthalle Bremen. „Doch nicht jeder hat Zugang zu ihr. Das wollen wir ändern.“ Mit ihrem Außer-Haus-Programm erreicht die Kunsthalle Bremen auch diejenigen, für die der Weg ins Museum noch oder schon zu weit ist. „Wir besuchen zum Beispiel Kindergärten in der Peripherie oder außerhalb Bremens, Schulen und Seniorenheime, aber auch Erstaufnahme-Einrichtungen oder Übergangswohnheime für Geflüchtete.“ Etwa 50 Mal im Jahr ist das Team von „Kunsthalle Bremen…unterwegs!“ mit einem Mercedes-Benz Citan auf Achse.

„Kunsthalle Bremen…unterwegs!“ verbindet

Nicht nur logistische, sondern vor allem finanzielle Gründe hinderten viele Menschen daran, eine Ausstellung zu besuchen und Angebote der kulturellen Bildung zu nutzen, so Dingfelder. Und das sei schade, schließlich biete Kunst zahlreiche Möglichkeiten der Begegnung: „Kunst gibt allen die Chance, sich selbst zu öffnen und den eigenen Horizont zu erweitern. Sie hilft, unsere Geschichte, unsere Kultur und die Zeit, in der wir leben, zu begreifen und in Relation zu setzen.“ Ihre Wirkung entfalte Kunst allerdings nicht immer auf den ersten Blick. „Unsere Angebote erleichtern die vielen möglichen Zugänge zur Kunst – intellektuelle, sinnliche, assoziative oder kreative.“

Hartwig Dingfelder - Kunsthalle Bremen unterwegs
Hartwig Dingfelder, Leiter des Teams Bildung und Vermittlung der Kunsthalle Bremen.

Wenn ein Bild Lust auf Bildung macht

Wie das funktioniert? „Unser Team besteht aus vier Museumspädagogen. Sie haben nicht nur Repliken berühmter Künstler aus aller Welt an Bord, sondern auch Papier, Leinwände, Farben und Staffeleien zum kreativen Arbeiten“, erzählt Dingfelder.

„Kunst ist ein universeller Wert, den gerade Kinder erkennen und dem sie viel unvoreingenommener begegnen.“Hartwig Dingfelder

Damit fahren sie dann zu den interessierten Institutionen. Ziel des Projekts ist es, über Kunst ins Gespräch zu kommen. Und das laufe meistens sehr gut: „Kunst ist ein universeller Wert, den gerade Kinder erkennen und dem sie viel unvoreingenommener begegnen. Auch in unseren Erwachsenenprogrammen erleben wir, wie bei Teilnehmern an unseren Workshops einerseits die Begeisterung für die Kunst geweckt und andererseits die eigene Kreativität oft erstmalig erlebt wird. So entsteht Stolz auf die eigene kreative Leistung.“

Doch nicht nur für die großen und kleinen Teilnehmer ist das Projekt ein Gewinn: „Jedes Mal, wenn wir mit dem Auto auf den Schulhof fahren, kommen uns die Kinder schon entgegengelaufen, da erleben wir richtige Glücksmomente“, schwärmt Dingfelder. „Zu sehen, mit welcher Ernsthaftigkeit und mit welchem Engagement die Schüler unsere Materialien, Staffeleien und natürlich unsere Leinwände mit Bildern aus der Sammlung der Kunsthalle in den Klassenraum tragen und dort aufbauen, ist einfach toll.“ Auch in den Workshops und nach dem Malen und Gestalten erlebe das Team eine überraschende Konzentration seitens der Teilnehmer. Ziel der Veranstaltungen von „Kunsthalle Bremen…unterwegs!“ sei es natürlich auch, dass die Teilnehmer in einem zweiten Schritt das Museum besuchen und die Meisterwerke im Original betrachten.

Bremen hat Vorbildfunktion

Das Besondere: „Die Projektidee ist nicht auf Bremen beschränkt und daher praktisch auf jeden anderen Ort übertragbar, unabhängig davon, ob es dort ein Kunstmuseum gibt oder nicht“, sagt Dingfelder. Nachahmen ist also ausdrücklich erwünscht.