Erstelle Deine persönliche Artikelsammlung. Wähle die Schlagworte, die Deinen Interessen entsprechen.
+
Auswahl anzeigen

Alle Tags

Reise

Städtetrip
Essen & Trinken
Mobilität
Shopping
Abenteuer
Kultur

Innovationen

Digitalisierung
E-Mobilität
Car-Sharing
Autonomes Fahren
Assistenzsysteme
Sicherheit

Lifestyle

Design
Start-Up
Nachhaltigkeit
Kult

Menschen

Mode
Pionier
Produktexperte
Markenbotschafter
Kunst
Soziales Engagement

Events

Ausstellung
She's Mercedes
Fahrertraining
Roadshow
Pop-Up Store
Ausfahrt

Innovation

Sport

Well-Being
Golf
Reiten
Tennis
Motorsport
Fitness

Fahrzeugklassen

  • #A-Klasse
  • #AMG GT
  • #B-Klasse
  • #C-Klasse
  • #CLA
  • #CLS
  • #E-Klasse
  • #EQ
  • #G-Klasse
  • #GLA
  • #GLC
  • #GLE
  • #GLS
  • #Klassiker
  • #Maybach
  • #Nutzfahrzeuge
  • #S-Klasse
  • #SL
  • #SLC
  • #Smart
  • #V-Klasse
  • #X-Klasse
Menschen | Frankfurt/Offenbach - 30. Juli 2019

Geldanlage mit Vision

Ethisch-ökologische Geldanlagen liegen im Trend. Denn immer mehr Anleger möchten ihr Geld heute nicht nur rentabel investieren, sondern zugleich etwas Gutes damit tun. Ein Beispiel sind Mikrokredite, mit deren Hilfe sich Menschen in Entwicklungsländern eine Existenz aufbauen. Zu den Pionieren dieser Anlageform gehört Edda Schröder, Gründerin von „Invest in Visions“ (IIV).

Edda Schröder kommt ziemlich viel rum: Ecuador, Usbekistan, Tadschikistan. Zuletzt war sie für einige Wochen im südostasiatischen Kambodscha und Myanmar unterwegs, wo sie unter anderem einen Recycling-Betrieb besucht hat. Die Umtriebigkeit ist nicht ihrer Leidenschaft für Rucksackreisen durch Länder abseits des touristischen Mainstreams geschuldet. Schröder möchte sich vor Ort ein Bild machen von Projekten, die aus Mitteln ihres IIV Mikrofinanzfonds finanziert werden. 2011 hatte die ehemalige Bankerin den ersten Publikumsfonds dieser Art in Deutschland ins Leben gerufen und das Thema Mikrokredite damit für private und institutionelle Investoren zugänglich gemacht. Im Zuge der Nachhaltigkeitsdebatte floriert die soziale und grüne Geldanlage. Inzwischen sind hierzulande fünf Mikrofinanzfonds für Privatanleger erhältlich.

Hilfe zur Selbsthilfe

Mikrokredite sind Kleinkredite für Menschen – vor allem in Entwicklungsländern –, die sich eine Existenz aufbauen möchten oder Investitionen in bestehende Betriebe planen und denen der Zugang zu konventionellen Banken verwehrt ist. Impact Investing nennt man diese Form der Geldanlage, die etwas Gutes bewirken und damit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten will. Bekannt wurde das Konzept auch hierzulande durch den Wirtschaftsprofessor Muhammed Yunus, der 1983 in Bangladesch die Grameen Bank gründete und dafür 2006 den Friedensnobelpreis erhielt. 2006 war auch das Jahr, in dem Edda Schröder ihren Job als Geschäftsführerin eines Asset Managers an den Nagel hängte und mit Invest in Visions ihr eigenes Unternehmen gründete. Wir haben der Finanzexpertin ein paar Stichpunkte geliefert und sie hat uns Einblicke in die Welt des Mikrokreditgeschäfts gewährt.

Invest in Visions habe ich 2006 gegründet …

… weil ich nach etwas Sinnhaftem gesucht habe. Durch ein Projekt für die staatliche Förderbank KfW kam ich mit dem Thema Mikrofinanz in Berührung. Bei einem Besuch in Peru habe ich gesehen, dass Mikrokredite für Kleinunternehmen tatsächlich etwas verändern können.

Typische Kreditnehmer …

… sind Gemüsehändler, Schneider, Viehzüchter und Handwerker, die Saatgut, Werkzeuge, Materialien oder andere Rohstoffe kaufen oder finanzielle Engpässe überbrücken müssen – Menschen, die ihren Lebensstandard als Unternehmer verbessern wollen. Für kommerzielle Banken sind diese Kunden nicht attraktiv. Dabei erwirtschaften viele Kleinunternehmer in Entwicklungsländern bereits mit geringem Kapitaleinsatz prozentual hohe Erträge. So kann eine Schneiderin durch den Kauf einer Nähmaschine deutlich mehr produzieren. Das beweisen auch die hohen Rückzahlungsquoten von durchschnittlich 98 Prozent. Übrigens scheinen Frauen die verlässlicheren Kreditnehmer zu sein.

Mikrokredite können …

… Menschen helfen, ihre Lebensbedingungen aus eigener Kraft zu verbessern und der Armut zu entkommen. Und indem sie sich mehr Bildung leisten können, legen sie zugleich für ihre Kinder den Grundstein für eine bessere Zukunft. Anleger können durch Mikrofinanz Rendite mit sozialem Engagement verbinden. Allerdings wird Mikrofinanz alleine die Armut nicht aus der Welt schaffen.

Der IIV Mikrofinanzfonds vergibt …

… selbst keine Mikrokredite. Stattdessen stellen wir das von unseren Anlegern investierte Kapital Mikrofinanzinstituten in Entwicklungsländern als Darlehen zur Verfügung. Diese wählen wir in Zusammenarbeit mit unseren Partnern Incofin Investment Management und Developing World Markets aus, die über langjährige Expertise im Bereich Mikrofinanz verfügen. Dabei prüfen wir, ob die Institute die ESG-Ausschlusskriterien („environmental, social and governance“) beachten, also keine Unternehmen finanzieren, die unter ökologischen, sozialen und gesellschaftlichen Gesichtspunkten bedenklich sind. Regelmäßig besuchen wir auch einzelne Projekte selbst.

Nach der Ausbildung hatte sich die Bankerin als Entwicklungshelferin beworben. Mit nachhaltigen Geldanlagen.
Edda Schröder arbeitete im Vertrieb für Fondsgesellschaften wie Flemings (heute JP Morgan Asset Management) und Schroders, ehe sie 2006 Invest in Visions gründete.
Soziales Engagement und Rendite …

… schließen sich nicht aus. Das belegen inzwischen zahlreiche Untersuchungen. Aus der Rückzahlung der Darlehen erhalten unsere Anleger eine Rendite, die zwar moderat ist, dafür sind die Schwankungen geringer als bei vielen anderen Anlagen. Mikrofinanzfonds eignen sich daher gut als Beimischung im Portfolio.

Unsere Kunden …

… sind Privatanleger, die mit ihrem Geld ökologische, soziale oder ethische Ziele unterstützen wollen. Die Mindestanlage beträgt 100 Euro. Auch sogenannte Family Offices, also Verwalter großer Vermögen, zählen dazu. Gerade die jüngere Generation will mit dem Geld auch Gutes tun. Mittlerweile haben aber auch die institutionellen Investoren – etwa Versicherungen und  Pensionsfonds – Mikrofinanz für sich entdeckt, weil sie weniger anfällig für Schwankungen sind als andere Anlageklassen.

Der größte Erfolg …

… ist für mich vor allem der Impact, den wir erzielen: Durch unsere Investitionen fördern wir indirekt etwa 264.000 Familien.

Messbare Erfolge

700.000.000

Euro Anlagevermögen verwalten die beiden IIV Mikrofinanzfonds aktuell.

264.000

Familien profitierten bisher von den IIV Mikrofinanzfonds.

98 Prozent

der Kreditnehmer zahlen ihren Kredit pünktlich zurück.

2,5 Prozent

Rendite jährlich erwirtschaften die IIV Mikrofinanzfonds im Durchschnitt.

Viele Kreditnehmer sind Frauen, die ihre Familie ernähren. IIV leistet damit auch einen Beitrag zu ihrer Unabhängigkeit. Mit nachhaltigen Geldanlagen.
Kleinstunternehmen wie Imbiss- oder Eisstände gehören zu den typischen Abnehmern von Mikrokrediten.