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Menschen | Reutlingen/Tübingen - 14. März 2019

Erfolgreich
auf der Straße

Vito und Maria Culjak haben ihre Jobs aufgegeben und sich einen Mercedes-Benz Transporter aus dem Jahr 1979 umbauen lassen, um auf Festen und Festivals Streetfood von der Schwäbischen Alb zu verkaufen. Heute sind die beiden Unternehmer mit vier Mercedes-Benz Klassikern im Einsatz. Der Terminkalender der Foodtrucker ist stets ausgebucht.

„Wenn’s nix wird, stellen wir es in den Garten und machen einen Pizzaofen daraus.“ Das war der Notfallplan, den sich Vito und Maria Culjak schon mal zurechtgelegt hatten. Auf ihn zurückgreifen mussten sie nie. Nicht vor rund zehn Jahren, als sie sich ihr erstes Backmobil angeschafft hatten, und nicht heute, wo sie gleich vier dieser Minibackstuben-Anhänger im Einsatz haben. Die Foodtrucker, so haben sich Maria und Vito genannt, sind ein florierendes Unternehmen. Die Trochtelfinger Streetfood-Experten werden für Feste und Firmen­events gebucht und sind überall dort gern gesehen, wo viele Menschen zusammenkommen und Appetit auf hausgemachte Burger und Backwaren haben.

Streetfood von der Schwäbischen Alb

Zum Beispiel beim Brezgenmarkt von Gerstetten und beim Festival schön & gut in Reutlingen. Mit gleich zwei Foodtrucks waren sie im vergangenen Winter beim Schokoladenfestival chokolART in Tübingen vertreten. Manchmal rücken sie von der Homebase auf der Schwäbischen Alb bis ins ferne Wernigerode im Harz aus oder sie wagen sich mit schwäbischen Dinelle in die bayerische Hauptstadt vor. Wie man sieht, ein Foodtrucker muss flexibel sein und keinen gesteigerten Wert auf freie Wochenenden legen.

Vom Paketdienst-Transporter zum Streetfood-Einsatz auf der Schäbischen Alb – ein Mercedes-Benz 508 aus den 1970er Jahren.
Im Einsatz für den guten Geschmack und gegen den Hunger: der Mercedes-Benz 508 der Foodtrucker.

Durchstarten mit 500.000 Kilometern

Richtig los ging es für das deutsch-kroatische Paar, als sie nach dem Erfolg mit der mobilen Backstation nach einem coolen Fahrzeug Ausschau hielten, um das Geschäft weiter auszubauen. In Berlin entdeckten sie einen Mercedes-Benz 508 Baujahr 1979. Das betagte Gefährt war noch gut in Schuss und hatte gerade mal eine halbe Million Kilometer auf dem Tacho, beste Voraussetzungen also für eine zweite Karriere in der Streetfood-Branche.

Der schwarze 508er mit dem weißen Dach wurde schnell zum heiß umworbenen Liebling. Um all die Anfragen bedienen zu können, bekam der Klassiker noch zwei Brüder, einen Mercedes 814 Lkw und einen weiteren 508er aus den 1970er-Jahren. Der versteckt sich allerdings im kantigen Gewand eines ehemaligen Paketdienst-Transporters.

Teigmaschine und Holzofen

Wer mit coolen Retrotrucks vorfährt, muss auch das passende Fast Food anbieten. Also bereiten die Trochtelfinger vor Ort Pulled-Pork-, Veggie- und klassische Burger zu. Keine Frage, Burger und Streetfood passen gut zusammen. Allerdings sind die Culjaks mit dieser Kombi nicht mehr die Einzigen. Um möglichen Wettbewerbern eine Nasenlänge voraus zu sein, haben sie sich in den 814er-Truck nicht nur eine Küche, sondern auch einen Holzofen einbauen lassen.

„Es ist auch eine Teigmaschine drin“, ergänzt Vito Culjak, der gelernter Bäckermeister ist. „Ich kann hier neben Brot, Brezeln und Kuchen eigentlich alles backen.“ Dieses „alles“ bezieht sich auch auf die bereits erwähnten Dinelle und eine selbst kreierte Chilibackwurst, die bei den Gästen gut ankommt. „Wer die probiert hat, kommt wieder“, weiß Ehefrau Maria.

Das liegt auch an der Qualität der Zutaten. Die Culjaks arbeiten in ihren rollenden Speisewagen unter anderem mit Fleisch und Mehl von regionalen Produzenten. Das hätte man sich fast denken können, die Foodtrucker von der Alb wollen schließlich auch beim Thema Nachhaltigkeit Zeichen setzen.

Schwäbische Dinelle selbst zubereiten

Zutaten

500 g Mehl
1 TL Salz
25 ml Öl
20 g Hefe
200–300 g Schmand
2–3 Zwiebeln
200 g geräucherter Speck
1/2 Bund Schnittlauch

 

Zubereitung

Mehl, Salz, Öl und die in etwas warmem Wasser aufgelöste Hefe werden mit einem Knethaken zu einem weichen Teig verarbeitet. Anschließend den Teig zugedeckt an einem warmen Ort etwa 60 Minuten ruhen lassen. In einer Pfanne den Speck kurz anbraten und herausnehmen. Anschließend die geschnittenen Zwiebeln in etwas Schweineschmalz oder Öl dünsten, bis sie weich und glasig sind. Aus dem Teig flache ovale Fladen formen und mit Schmand bestreichen, anschließend mit dem Speck und den Zwiebeln belegen. Im vorgeheizten Backofen sind die Dinelle bei 220 Grad (Umluft 200 Grad) nach 15–20 Minuten fertig und können mit frischem Schnittlauch bestreut werden.

Auch das ist Schwäbischer Streetfood – Dinnele sind eine regionale Flammkuchen-Art.
Lecker und einfach zubereitet – kleine schwäbische Flammkuchen.
Auf diesen Märkten kann man Streetfood von der Schwäbischen Alb erleben (Auswahl)
  • Biosphären-Woche, 25. Mai bis 2. Juni

    Rund 70 Aktionen und Veranstaltungen im und um das Biosphärengebiet Schwäbische Alb – zu entdecken auf der Biosphären-Woche.

  • GardenLife, 30. Mai bis 2. Juni

    Schaugärten, Workshops, Vorträge, Livemusik und Kulinarisches gibt es auf der Gartenmesse GardenLife.

  • neigschmeckt, 21. Juli

    Schwäbische Köstlichkeiten und Informationen zu umweltschonender Mobilität und nachhaltigem Bauen und Wohnen bietet der  Markt neigschmeckt.

  • Balinger Kultursommer, 7. bis 9. und 13. bis 16. August

    In diesem Sommer wird der Balinger Marktplatz wieder zur kostenlosen Konzertbühne.