19. Oktober 2016
Menschen | Wuppertal

T-Shirts – natürlich aus Holz

Start-ups brauchen Unterstützung – um gesund wachsen zu können. Genau diesen Support finden junge Unternehmen im W-tec Wuppertal. Das Technologiezentrum bietet Firmen Büroräume, Beratung und erste Kontakte zu etablierten Unternehmen – die besten Bedingungen also, um einmal ganz groß zu werden. Manche der Start-ups sind schon jetzt erfolgreich. Womit, erfahren Sie in unserer W-tec-Reihe. Die zweite Story führt uns zu drei jungen Wuppertalern, die sich für ihre Idee bewusst auf den Holzweg begeben haben.

Die Ideen scheinen ihm nur so zuzufliegen. Erst vor sieben Jahren hat Timo Beelow die Trendsportart Crossboccia groß gemacht – eine Freestyle-Version des klassischen Boules, bei der man statt Metallkugeln Stoffbälle wirft. Nun wurde die nächste Idee in seinem Büro im W-tec geboren: Fair und ökologisch produzierte Kleidung, die stylish und eben so gar nicht nach Bio aussieht. Gibt es doch schon, mag man auf den ersten Blick meinen, doch das Besondere liegt im Detail – genauer gesagt im Material. Zusammen mit der Wirtschaftswissenschaftlerin Aline Hauck und dem Künstler Angelo Cicero will der 33-Jährige schon bald die ersten T-Shirts aus Holz verkaufen.

Damit möchten sie ein Zeichen gegen die industriell gefertigte Massenware setzen. „Unser Ziel ist es, Kleidung regional, fair und umweltverträglich zu produzieren, ohne dabei irgendwelche Kompromisse eingehen zu müssen, beispielsweise im Tragekomfort oder im Preis“, erklärt Timo Beelow. Die überraschende Antwort fanden die drei Jungunternehmer in den Bäumen. „Holz wächst im Vergleich zu Baumwolle auch in unseren Breitengraden und bietet den Vorteil, dass bei der Produktion bis zu 20-mal weniger Wasser verbraucht wird – im Vergleich zur Gewinnung von Baumwollstoffen.“

Umweltfreundlich, langlebig und streichelzart

Und auch die Qualität und das Tragegefühl stehen Baumwolle in nichts nach. Sogar weicher und besonders hautverträglich sollen T-Shirts aus Holz sein. Beelow: „Holz erfüllt eine ganze Reihe positiver Eigenschaften. Der Stoff trägt sich wie eine zweite Haut, ist außerdem atmungsaktiv und temperaturausgleichend. Im Sommer kühlt er, im Winter wärmt er.“

Als Rohstoff für die Shirts kommt ausschließlich Nadel- oder Laubholz aus europäischen Wäldern infrage, auch die Produktion soll innerhalb der EU-Grenzen ablaufen. Mit den Shirts wollen die Gründer aber nicht nur ein nachhaltiges, regionales Produkt auf den Markt bringen. „Uns geht es auch darum, dass Menschen die Materialien und die Arbeitszeit, die in solch einem Produkt stecken, wieder mehr erkennen und wertschätzen“, so Beelow.

Kampagnenbild von Wiild – auch für Mädels gibt es eine eigene Kollektion.
Design trifft Nachhaltigkeit: Auch für Frauen gibt es eine T-Shirt-Kollektion aus Holz.

Auf der Crowdfunding-Plattform kickstarter.com warben die drei Gründer für ihre Geschäftsidee. Die kam so gut an, dass das Finanzierungsziel schnell erreicht wurde. Inzwischen kann man die außergewöhnlichen Shirts aus Holz über den Online-Shop wijld, den die Wuppertaler bereits im Mai gelauncht haben, vorbestellen. Ab November werden dann die ersten „WoodShirts“ ausgeliefert. Die ersten Käufer lassen garantiert nicht lange auf sich warten …

Angelo Cicero, Aline Hauck und Timo-Beelow von Wijld vertreiben die T-Shirts aus Holz, die „Woodshirts“ heißen sollen.
Das Geschäftstrio: Angelo Cicero, Aline Hauck und Timo Beelow sind die Gründer der „WoodShirts“.

Fotos: © wijld

t-shirts aus Holz und Poster aus umweltfreundlichem Papier kann man auf wijld.com kaufen.
Cool und nachhaltig: Poster mit kunstvollen Drucken und witzigen Sprüchen gehören ebenfalls zum Sortiment.
Nachhaltigkeit, die gut aussieht: Die Woodshirts von wijld.com werden aus Holz produziert.

Öko-Design made in Wuppertal

Wijld
Heinz-Fangman-Straße 2
42287 Wuppertal

www.wijld.com