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Menschen | Nürnberg - 16. November 2018

In der Einhorn-Schmiede

Mit Expertise und Kontakten greifen Benjamin Bauer und sein Team Jungunternehmern unter die Arme. Wir stellen drei Start-ups und deren Gründer vor, die im „ZOLLHOF – Tech Incubator“ durchstarten. Über Herausforderungen, Ideen und Visionen.

Was Tech-Start-ups mit Einhörnern zu tun haben? „Ganz einfach: Als Unicorn bezeichnet man ein Start-up mit einer Marktbewertung von über einer Milliarde Dollar“, erklärt Benjamin Bauer. Der 29-Jährige hat 2017 den „ZOLLHOF – Tech Incubator“ in Nürnberg gegründet. „Es ist eine Brutstätte für junge Technologie-Start-ups. Klar, dass hier das Einhorn nicht fehlen darf. Es ist ein Symbol dafür, was man erreichen kann.“

Kein Wunder also, dass das Fabelwesen überall in den Räumen des alten Industriebaus präsent ist – auf Bildern, als Plüschtier und als Luftballon, ganz in Weiß oder mit rosafarbener Mähne. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das gilt nicht nur für die Aufmachung der Einhörner, sondern vielmehr auch für die Geschäftsideen der Start-ups. Derzeit tüfteln im Zollhof 30 junge Unternehmen an ihren Konzepten. Bauer und seine 21 Mitarbeiter unterstützen die Start-ups dabei, Lösungen auszuarbeiten und auf den Markt zu bringen. Wie das gelingt? Unter anderem, indem man mit Investoren und etablierten Unternehmen wie der Mercedes-Benz Niederlassung Nürnberg kooperiert und Kontakte vermittelt.

Im Zollhof herrscht Aufbruchstimmung

Bauer, der vor einigen Jahren selbst ein Unternehmen gegründet hat, weiß genau, wo die Herausforderungen liegen. „All das, was wir im Zollhof bieten, hätte mir enorm weitergeholfen.“ Deshalb engagiert er sich für die Gründer, er möchte ihnen Starthilfe geben. Darüber hinaus will er aber auch zeigen, welch großes Potenzial in der Region vorhanden ist.

Wer den Zollhof besucht, bekommt davon schnell eine Vorstellung. Bis in die späten Abendstunden brennt Licht. Die Gründer aus den unterschiedlichsten Kulturen arbeiten konzentriert, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig weiter. Und wer weiß, vielleicht ist einer von ihnen der Chef eines künftigen Unicorns. „Die Leute wollen etwas erreichen – diesen Spirit spürt man“, sagt Benjamin Bauer.

Benjamin Bauer, Gründer vom Zollhof Tech Incubator
„Wir leisten hier Pionierarbeit. Es ist erfüllend, zu sehen, dass wir die Start-ups voranbringen“, sagt Benjamin Bauer.

Kultify für eine bessere Unternehmenskultur

So wie Stephan Bloß und Jan Kühnlein, die gemeinsam das Start-up Kultify gegründet haben. „Unser Ziel ist es, dass sich Mitarbeiter emotional mit ihrem Unternehmen verbunden fühlen und nachhaltig entwickeln können“, so Bloß. „Dafür wird die Unternehmenskultur mittels wissenschaftlicher Modelle analysiert. Basis ist eine digitale Befragung von Mitarbeitern, aber auch von Führungskräften. Schließlich prägt jeder im Unternehmen auch dessen Kultur“, erklärt Kühnlein. Letztendlich sollen Unternehmen dabei unterstützt werden, eine Kultur zu schaffen, die den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist.

Zwei Jungunternehmer im Zollhof Tech Incubator
Stephan Bloß (links) und Jan Kühnlein, Gründer des Start-ups Kultify, in den Büroräumen des Zollhofs.

Die Idee für Kultify hat Stephan Bloß bereits während seines Studiums. „Ich habe meine Masterarbeit zum Thema Unternehmenskultur geschrieben und schon in diesem Rahmen das Modell in verschiedenen Betrieben angewandt.“ Das Feedback ist so positiv, dass er beschließt, das Ganze professionell aufzuziehen. Über die Online-Plattform founderio.com lernt er Jan Kühnlein kennen, der seine IT-Expertise in das Start-up einbringt. Seit Mai haben die beiden jungen Männer nun im Zollhof zwei Arbeitsplätze. „Der Austausch mit anderen, die Coachings und die Arbeitsatmosphäre bringen einen wirklich voran“, so Bloß. Sein Ziel für die Zukunft: „Wir wollen die führende Plattform für Unternehmenskultur in Deutschland, Österreich und der Schweiz werden. Außerdem möchten wir in den Köpfen verankern, dass Unternehmenskultur der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg für engagierte Mitarbeiter und Innovationen ist.“

Musik neu gedacht

Auch Oliver Löschner und Michael Spiegel sind im Zollhof aktiv. Ihre Leidenschaft: Musik. Klar, dass sich ihr Start-up Radius um das Thema dreht. Was dahintersteckt, erzählen die beiden Nürnberger im Interview.

Was möchten Sie mit Radius erreichen?

Oliver Löschner: Früher hat man gemeinsam Musik gehört. Heute tun wir das meistens alleine mit Kopfhörern und Smartphones. Wir möchten dafür sorgen, dass Musik wieder zu einem sozialen Erlebnis wird.

Wie kann das gelingen?

Michael Spiegel: Unsere Social-Media-Plattform ermöglicht es den Nutzern, selbst zum Radiomoderator zu werden oder gemeinsam mit Freunden und Idolen deren Musik zu hören. Wenn ich also schon immer wissen wollte, was mein Lieblings-Fußballer vor einem wichtigen Spiel hört, kann ich das mit Radius herausfinden. On top können Nutzer Audionachrichten in die Playlists einfügen und so ihr eigenes Radioprogramm gestalten. Ob Live-Interviews, Reportagen oder Podcasts – die Möglichkeiten sind vielfältig.

An wen richtet sich das Angebot?

Michael Spiegel: Auf jeden Fall an Menschen, die Musik lieben. Aber auch für Influencer, Musiker und deren Fans ist es hochinteressant.

Wie weit ist die Idee schon ausgereift?

Oliver Löschner: Wir haben das Konzept ausgearbeitet – und nun geht es an die technische Umsetzung. Plan ist, im Dezember eine erste funktionsfähige Version zu präsentieren. Wer bereits jetzt Interesse hat, Radius zu testen und an der Entstehung der App mitzuwirken, kann sich auf unserer Website www.radius-app.de für die geschlossene Alpha-Testphase bewerben.

Und wie ist die Idee überhaupt entstanden?

Oliver Löschner: Michael saß in der U-Bahn, um ihn herum nur Menschen mit Kopfhörern und Handys. Er hat sich gefragt, was sie wohl gerade hören. So ist die Idee für Radius entstanden. Unsere Begeisterung für Musik und der Wunsch, etwas aufzubauen und ein Unternehmen nach unseren Vorstellungen gestalten zu können, haben uns dazu gebracht, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Oliver Löschner und Michael Spiegel von Radius im Zollhof Tech Incubator
Radius-Gründer Oliver Löschner (links) und Michael Spiegel erläutern ihr Konzept.
Wie lange sind Sie bereits im Zollhof?

Michael Spiegel: Seit Mai, aber es fühlt sich schon an wie eine halbe Ewigkeit! Gerade das erste halbe Jahr ist sehr intensiv, da jede Woche Workshops und Meetings zu allen wichtigen Themen rund um ein Start-up stattfinden.

Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft?

Oliver Löschner: Wir möchten mit Radius die Art und Weise, wie wir Musik hören, global revolutionieren und wieder gemeinschaftlicher gestalten.

Alberta begeistert Pilotkunden

Mitte 2017 – und damit als einer der Ersten – ist Güven E. Karakuzu mit seinem Team von IT-Labs in den Zollhof  gezogen. „Knapp ein Jahr später fand der Marketinglaunch unserer Softwarelösung Alberta statt. Derzeit testen wir mit diversen Pilotkunden unser Produkt – bisher sehr erfolgreich.“ Was hinter der Software steckt? Alberta ist die erste intelligente Versorgungsplattform für chronisch kranke Patienten. „Unsere Software unterstützt besonders die Menschen, die täglich auf Deutschlands Straßen unterwegs sind, um ihre Patienten bestmöglich mit Produkten zu versorgen. Sie erleichtert außerdem Apotheken, Sanitätshäusern und Homecare-Unternehmen die Arbeit, indem sie alle Beteiligten verbindet“, erklärt Karakuzu. Die Software erinnert die Anwender automatisch an Patiententermine und Engpässe, erstellt vollautomatisiert digitale Patientenakten sowie Einsatz- und Tourenpläne, gibt Überblick über die Auslastung des Teams und vieles mehr. „Uns war und ist es einfach wichtig, eine durchdachte und umfassende Lösung auf den Markt zu bringen.“

Büro im Zollhof
IT-Labs-Geschäftsführer Güven E. Karakuzu (r.) im Gespräch mit einem seiner Mitarbeiter.
Büro im Zollhof Tech Incubator
ZOLLHOF – Tech Incubator
  • Gegründet:

    2017 von Benjamin Bauer

  • Mitarbeiter:

    21

  • Engagement:

    Jungunternehmer und Start-ups werden mit Expertise, Netzwerk, regelmäßigen Coachings und Workshops unterstützt.

  • Anmeldung:

    Technologie-Start-ups können sich unter hello@zollhof.de für den Einzug in den Zollhof bewerben. Wer angenommen wird, bekommt für 89 Euro pro Monat einen Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt.

  • Instagram:
  • Website:

    www.zollhof.de

Zollhof Tech Incubator in der Kohlenhofstraße in Nürnberg

ZOLLHOF – Tech Incubator

Kohlenhofstraße 60
90443 Nürnberg
www.zollhof.de