27. Januar 2017

Mehr als ein Lichtblick

Die Mitarbeiter von Lichtblick Hasenbergl fördern und begleiten junge Menschen – vom Kleinkind- bis zum Erwachsenenalter. Diese kommen aus den unterschiedlichsten Gründen. Das Leuchtturmprojekt hilft ihnen dabei, einen Platz im Leben zu finden.

Sie lernen, lachen und spielen mit den Kindern, geben jungen Leuten Mut, stärken ihr Selbstvertrauen und hören ihnen zu: die Mitarbeiter der Einrichtung Lichtblick Hasenbergl. Derzeit betreuen sie rund 200 Kinder und Jugendliche im Alter von einem bis 25 Jahren, aus dem Stadtteil Hasenbergl-Nord. Zentraler Bestandteil des Engagements ist, den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. „Mittlerweile haben einige sogar das Fachabitur geschafft und studieren. Das macht uns so glücklich und zeigt auch den Jüngeren, was sie alles erreichen können“, erklärt Johanna Hofmeir. 1993 hat sie die Einrichtung, die mittlerweile über 30 Mitarbeiter hat, gegründet. „Als ich vor 23 Jahren in den Münchner Norden kam ist mir aufgefallen, dass besonders belastete junge Leute von den bestehenden sozialen Angeboten nicht oder nicht ausreichend erreicht werden. Daraus ist die Idee entstanden, eine Einrichtung zu konzipieren, die diese Lücke schließt.“

Fit fürs Leben

Damit das gelingt, wurde im Lichtblick Hasenbergl ein ganzheitliches Bildungs- und Erziehungskonzept entwickelt, zugeschnitten auf die Bedürfnisse der Kinder vor Ort. „Unser Angebot beginnt mit einem Mutter-Kind-Training und einem Kindergarten, begleitet durch die gesamte Schulzeit, hilft den Jugendlichen in die Ausbildung und steht ihnen stützend zur Seite, bis sie sicher im Beruf angekommen sind.“ Dementsprechend eng ist die Beziehung zu den jungen Leuten.

Die Kinder sind in der Regel montags bis freitags im Lichtblick Hasenbergl. Dort bekommen sie ein Mittagessen, aber auch Schulmaterial und Kleidung sowie Hilfe bei den Hausaufgaben. „Gerade in schwierigen Phasen wie der Pubertät kann es durchaus passieren, dass manche eine Zeit lang nicht zu uns kommen. Wir bauen ihnen aber immer wieder Brücken und halten den Kontakt aufrecht.“ Mit Erfolg. Nahezu alle kehren zurück.

Ein Mädchen beim Spielen
Kind sein – das können die Kleinen im Lichtblick Hasenbergl.

Neue Perspektiven schaffen

Besonderes Augenmerk legen die Verantwortlichen darauf, die Jugendlichen fit fürs Leben zu machen. „Eine gesunde und aktive Lebensführung sowie ein friedliches Miteinander gehören zu unseren Kernthemen“, so Hofmeir. Zudem nehmen alle Kinder ab zehn Jahren am Projekt „Pro 10“ teil. Sie lernen spielerisch, welche Berufe es gibt und dass Arbeiten Spaß macht. Darüber hinaus absolvieren sie Praktika in verschiedenen Unternehmen. „Die Kinder lernen in diversen Projekten ihre Fähigkeiten kennen, bringen eigene Ideen ein und entdecken ihr kreatives Potenzial.“

Dabei stoßen Mitarbeiter und Kinder auch an ihre Grenzen. „Emotional ist das für alle Seiten oft eine große Herausforderung. Häufig müssen die jungen Menschen extrem früh lernen, auf eigenen Beinen zu stehen“, erzählt Hofmeir. „Umso schöner ist es zu sehen, wie sich die jungen Leute entwickeln und wie sie mit der Zeit aus sich herausgehen. Das motiviert mehr als alles andere.“

Das neueste Projekt im Lichtblick Hasenbergl: der Aufbau eines Familienzentrums. „Mich rührt die Situation der Eltern und insbesondere der Mütter oft sehr“, so Hofmeir. Deshalb stellt die Einrichtung spezielle Angebote für Eltern bereit, wie Sprachkurse und individuelle Beratungen. Die sollen künftig weiter ausgebaut werden. So viel Engagement macht Mut!

Kinder spielen im Lichtblick Hasenbergl
Dörthe Friess, pädagogische Leitung im Lichtblick Hasenbergl, entwickelt spielerische Förderprogramme.
Logo vom Lichtblick Hasenbergl
  • Gegründet: 1993
  • Engagement: Lichtblick Hasenbergl hat es sich zum Ziel gesetzt, die Lebenswelt und die Lebenschancen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus benachteiligten Familien nachhaltig zu verbessern.
  • Team: Gründerin Johanna Hofmeir, Dörthe Friess, sowie über 30 Mitarbeiter – von Pädagogen bis zur Köchin –, die von Praktikanten und ehrenamtlichen Helfern unterstützt werden.
  • Förderer: Die Einrichtung wird unter anderem von der Landeshauptstadt München und vom Freistaat Bayern unterstützt. Auch Unternehmen wie Mercedes-Benz München zählen zum Unterstützerkreis.
  • Website: www.lichtblick-hasenbergl.org

Unter einem guten Stern

Im Dezember startete der Mercedes-Benz München Charity-Talk auf münchen.tv. Besucher der Mercedes-Benz Niederlassung München können live im Publikum dabei sein, wenn Moderatorin Monika Eckert prominente Gäste ins Center in der Arnulfstraße einlädt. Gemeinsam mit ihnen stellt sie Stiftungen und soziale Projekte in und um München vor. Zudem wird die Sendung fürs Fernsehen aufgezeichnet. Der Charity-Talk beginnt um 19:30 Uhr, Einlass ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Anmelden können sich Interessierte online unter: www.events-mercedes-benz-muenchen.de

2. Februar 2017

Lichtblick Hasenbergl, Gäste: Gründerin Johanna Hofmeir und Dörthe Friess, pädagogische Leitung

6. April 2017

Clarissa und Michael Käfer Stiftung, Gast: Clarissa Käfer