04. Dezember 2018
Reise | Bremen

Eine einmalige Chance
Training goes Global

Wie arbeiten Mercedes-Benz Kollegen im Ausland? Eine spannende Frage! Um die Antwort herauszufinden, hat die angehende Industriekauffrau Maren Bolder drei Wochen in Dublin gearbeitet – möglich gemacht durch ein Austauschprogramm der Daimler AG.

Das Programm „Training goes Global“ bildet die Grundlage für neue Erfahrungen, internationale Kontakte und persönliche Geschichten. Das interne Projekt der Daimler AG startete 2015 und ermöglicht ausgewählten Azubis des zweiten Lehrjahrs ein Praktikum an verschiedenen Standorten in Europa. Bewerben können sich Lehrlinge der Daimler AG aus dem technischen und kaufmännischen Bereich. Die zu vergebenden Plätze sind beliebt, doch nur begrenzt verfügbar: Die Mercedes-Benz Niederlassung Bremen hat 2018 zwei Plätze vergeben – einer davon ging an Maren Bolder. In einem Erfahrungsbericht erzählt die angehende Industriekauffrau, wie sie ihre Chance genutzt hat.

Von der Bewerbung zur Zusage

Als ich von dem Programm der Daimler AG erfuhr, habe ich innerhalb weniger Tage meine Bewerbung bei den zuständigen Personen eingereicht. In einem Motivationsschreiben habe ich erklärt, warum ich ein Praktikum im Ausland machen möchte. Für mich war es wichtig, dass ich innerhalb eines Auslandsaufenthaltes meine Englischkenntnisse verbessere und einen neuen Lebens- sowie Arbeitsstil kennenlerne. Auf Grundlage des Schreibens entschied ein Gremium bei der Daimler AG, welcher Kandidat den Platz bekommen sollte. Ich hatte Glück: Etwa zwei Monate später, im März, bekam ich die Zusage für mein Praktikum.

Organisation vor Reisebeginn

Finnland, Spanien, Türkei oder doch vielleicht Ungarn? Welcher Standort sollte es werden? Alles andere als einfach, wenn nahezu alle Länder innerhalb der EU zur Auswahl stehen. Gerne wollte ich mein Praktikum in einem englischsprachigen Land machen. So fiel meine Entscheidung relativ schnell auf Irland, genauer gesagt auf Dublin. Von einem Kollegen der Daimler AG habe ich die Kontaktdaten der Ansprechpartner vor Ort bekommen und direkt Kontakt aufgenommen. Die Kommunikation verlief sehr gut. Bereits nach wenigen Tagen stand fest, dass ich im MSL Service Centre South Dublin eingesetzt werden sollte.

Vorbereitung auf Irland

Nun musste ich noch die Flüge und meine Unterkunft organisieren. Bei der Unterbringung habe ich mich für ein Airbnb-Zimmer entschieden. Vor Reiseantritt wurde ich gemeinsam mit anderen Azubis, die ebenfalls an dem Programm teilnahmen, in einem Seminar der Daimler AG auf den Auslandsaufenthalt vorbereitet. Dabei ging es weniger um die Sprache des Ziellandes als vielmehr um Verhaltensweisen in schwierigen Situationen und kulturelle Unterschiede. Außerdem wurden uns in dem Seminar Möglichkeiten aufgezeigt, wie man sich ohne Sprache verständigen kann. Am 28. Juli 2018 bin ich dann endlich nach Dublin geflogen. Ich habe mich total gefreut, aufgeregt war ich eigentlich kaum. Das lag unter anderem auch daran, dass ich vor ein paar Jahren ein Auslandsjahr in Kalifornien verbracht hatte.

Daimler Praktikum Irland: endlich angekommen
Endlich in Dublin angekommen: Die ersten Tage vor Arbeitsbeginn nutzte Maren Bolder, um Stadt und Land zu erkunden.
Daimler Praktikum Irland: Sightseeing im Ausland
Maren Bolder hat sich für ein Auslandspraktikum in Dublin entschieden.

Das Abenteuer beginnt

In Irland angekommen, hat meine Vermieterin, eine alleinerziehende Mutter, mich am vereinbarten Treffpunkt abgeholt und mir bereits die Gegend sowie meinen Arbeitsort gezeigt. Wir haben uns gleich sehr gut verstanden. Einige Tage später startete mein Praktikum. Der General Manager hat mich empfangen und mir in einem kurzen Einführungsgespräch wichtige Aspekte, Regeln und Inhalte meines dreiwöchigen Praktikums dargelegt. Nach einem Rundgang am neu gebauten Standort hat er mir meinen Einsatzbereich für die erste Woche gezeigt: den Service.

Erst im Service, dann im Ersatzteillager

Hauptsächlich habe ich den vier Service-Mitarbeitern bei den täglich anfallenden Aufgaben zugearbeitet. Das heißt, ich habe Kundengespräche begleitet, Aufträge vorbereitet, Rechnungen geschrieben und vieles mehr. Vor allem der Kundenkontakt und der enge Austausch mit anderen Abteilungen haben mir sehr gut gefallen. Auch mit dem Team habe ich mich super verstanden. In den letzten zwei Wochen des Praktikums war ich Teil des Lager-Teams. Dort durfte ich eigenverantwortlich Aufgaben übernehmen: Ich habe zum Beispiel Lagermaterialien bestellt und eingetroffene Ware kontrolliert. Natürlich durfte auch das Kennenlernen von Land und Leuten nicht fehlen, daher habe ich an den Wochenenden ausgiebige Sightseeing-Touren durch Dublin unternommen. Meine Kollegen haben mir außerdem eine Tagestour an die Westküste empfohlen. Gemeinsam mit einem Kollegen aus Kassel, der ebenfalls an dem Programm „Training goes Global“ teilgenommen hat, bin ich daraufhin nach Galway und zu den Cliffs of Moher gefahren. Die Gegend ist total schön und absolut einen Besuch wert.

Daimler Praktikum Irland: Mercedes-Benz
Los geht's: Die erste Woche des Praktikums verbrachte Maren Bolder im Service, die restlichen zwei Wochen im Lager.

Mein Fazit

Abschließend kann ich sagen, dass sich das Praktikum auf jeden Fall gelohnt hat. Ich habe die irische Kultur, den Lebensstil, das Arbeitsleben und neue Menschen kennengelernt. Den Standort in South Dublin kann ich jedem empfehlen, der die Chance hat, an diesem Projekt der Daimler AG teilzunehmen. Ich war zwar traurig, dass ich Irland nach drei Wochen verlassen musste, aber ich habe mich auch wieder auf Deutschland und mein Zuhause gefreut.