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Reise | Wuppertal - 13. November 2017

Klasse Trasse

Die Nordbahntrasse führt über alte Viadukte, eine Legobrücke und durch bunte Tunnel. Entlang des Fahrrad-Panorama-Highways erlebt man die Stadt aus einer völlig neuen Perspektive – und es wächst ein neues Wuppertalgefühl.

Radfahren und Wuppertal, die werden kein Paar – könnte man meinen. Ständig geht es bergauf und bergab, und das sogar ziemlich steil. Das Zentrum des Bergischen Landes soll sogar den bundesweiten Rekord an Freitreppen halten: 188 Exemplare mit knapp 9.000 Stufen soll es geben. Diese Angabe ist garantiert ungeprüft. Wäre doch schön, wenn man mit dem Rad – wie mit der berühmten Schwebebahn – einfach so drüber hinweggleiten könnte. Über den Dingen beziehungsweise den Dächern dahinradeln, um mal hier und mal da anzuhalten, zu schauen, etwas zu erleben. Einfach aktiv sein, ohne gleich die ganze Energie an steilen Anstiegen zu verpulvern.

Der Traum der Wuppertaler

Und wie das geht. Man muss nur mal einen Wuppertaler fragen. Und wenn man ihn bittet, in einem Wort zu antworten, dann sagt er: „Nordbahntrasse“. 22 Kilometer ist sie lang. Und das Beste, sie führt praktisch ohne Steigungen durch, genau genommen über die Stadt. Stillgelegte Bahnstrecken, die zu Radwegen wurden, sind eine feine Sache. Aber neu ist diese Idee nicht. Was die Wuppertaler Variante so besonders macht, sind ihre Gene. Freiheit, Engagement, Kreativität wurden ihr sozusagen in die Wiege gelegt. „Es ist ein Leuchtturmprojekt.“Christa Mrozek, Wuppertalbewegung e.V.Wuppertal wäre nie zur mittlerweile heiß geliebten Nordbahntrasse gekommen, hätten nicht einige Bürger gegen alle Widerstände ihren Traum verwirklicht. „Es ist ein Leuchtturmprojekt geworden“, findet Christa Mrozek. Sie ist eine von denen, die in der Wuppertalbewegung e.V. die verrückte Idee vom ebenen Radeln in der bergigen Stadt ermöglicht hat. Als Designerin mit eigener Agentur kümmert sie sich ehrenamtlich um die Öffentlichkeitsarbeit, hat das Logo, eine Übersichtskarte und mehr entwickelt.

Von und für Menschen mit Ideen

Das merkt man alle paar Kilometer: Das praktische Asphaltband ist viel mehr als eine Fahrrad- oder Skaterstrecke. Es ist ein echtes Bürgerding, eine Bürgerautobahn, an der tolle Graffiti-Kunst entsteht, wo sich die einen, die mehr haben, für die einsetzen, die weniger haben: zum Beispiel im Café Tacheles im alten Loher Bahnhof. Oder im Bahnhof Mirke. Das alte Bauwerk im bergischen Stil nennt sich Utopiastadt. Kreative brüten hier über alternativen Stadtkonzepten, andere jäten im selbst organisierten Urban Garden oder sitzen beim Hausbier „Bärtig Bräu“ in der Sonne.

Einen Kilometer weiter, kurz hinter einem mit blauem Licht beleuchteten Tunnel, radelt man über eine Brücke, die vor allem von unten überrascht. Sie sieht aus, als wäre sie aus riesigen Legosteinen gebaut worden. Für sich den richtigen Ausdruck und die richtige Bewegung finden. Das treibt auch die Szene auf Deutschlands größter Parcoursanlage um. Jedes Jahr Anfang September findet hier das Move-U-Festival für Urban Sports statt.

Weiter ins Bergische Land

Das Schöne an der Nordbahntrasse: Sie ist kein Soloprojekt, sondern eingebunden in ein weites Radstreckennetz. Im Nordosten, wo man zum Beispiel mit seinem Mercedes-Benz Marco Polo direkt an der Trasse auf einem Wohnmobil-Stellplatz campen kann, geht es weiter durchs Bergische Land. Der Bergische Panorama-Radweg wartet mit weiteren spannenden Kilometern – und wer sie schon vermisst hat: mit Anstiegen und Abfahrten.

Entspanntes Radfahren in Wuppertal: Nordbahntrasse ist eine ehemalige Bahnstrecke.
Rund um die Nordbahntrasse
  • Der Streckenplan:

    Den praktischen Plan mit Kilometerangaben, den Highlights und Einstiegspunkten kann man sich einfach als PDF herunterladen.

  • Die Stadt:

    Was gibt es sonst noch so in Wuppertal zu sehen und zu erleben? Die passenden Infos hat das Tourismusamt.

  • Die Bürgerbewegung:

    Ohne die Wuppertalbewegung e.V. gäbe es das neue Highlight nicht. Mehr über die Nordbahntrasse und was die bewegten Bürger noch so planen, erfahren Sie hier.

Die bekannteste Form, in Wuppertal unterwegs zu sein: die Schwebebahn.

Parken und ankommen

Wuppertal-Vohwinkel

Im Wuppertaler Westen startet nicht nur die berühmte Schwebebahn, auch als westlicher Einstieg für die Nordbahntrasse ist der Stadtteil Vohwinkel ideal. In der Nähe des S-Bahnhofs kann man sein Fahrzeug auf einem kostenfreien Park-and-ride-Platz abstellen.

Schloss Lüntenbeck in Wuppertal

Kaffeepause oder zweites Frühstück

Schloss Lüntenbeck

Zwei Kilometer nach dem Startpunkt bietet sich ein Abstecher zum Schloss Lüntenbeck an. Im netten Garten- und Schlosscafé kann man einen ersten Stopp einlegen. Wer mag, versorgt sich im Hofgarten mit heimischem Obst für unterwegs.

Treffpunkt an der Trasse: In den ehemaligen Mirker Bahnhof ist die Utopiastadt eingezogen.

Kreativ anders

Utopiastadt

In der Utopiastadt finden Konzerte statt, werden urbane Projekte entwickelt und vieles mehr. Das Café Hutmacher ist nicht nur bei jungen Wuppertalern beliebt. Auch wer auf der Nordbahntrasse unterwegs ist, legt hier gerne eine Pause ein.

Fahrradtunnel Engelnberg an der Nordbahntrasse in Wuppertal

Durch die Berge

Fahrradtunnel Engelnberg

Was macht eine ehemalige Bahntrasse erst recht spannend? Die Fahrt durch einen Tunnel. Auf den 22 Kilometern der Nordbahntrasse kann man durch sechs Berge radeln. Unterschiedliche LED-Beleuchtungen geben jeder Passage ihren eigenen Charakter.

Botanischer Garten von Wuppertal mit Elisenturm

Aussicht auf Grün

Botanischer Garten

Lust auf einen Abstecher ins blühende Grün? Bei der Legobrücke oder beim Loher Bahnhof geht es ab zum Botanischen Garten auf der Hardt. Auf Wuppertals größter Sonnenterrasse warten zwei Cafés und der 1838 erbaute Elisentum mit Panorama-Aussicht.

Eine von vielen: Die Nordbahntrasse führt in Wuppertal über mehrere Brücken.

Im hohen Bogen

Viadukt

Beste Aussicht über den Stadtteil Barmen haben Radfahrer vom Steinweg-Viadukt. 280 Meter lang und 20 Meter hoch ist die alte Bahnbrücke. Auf der Trasse folgen in kurzer Folge drei weitere Brücken mit ungewöhnlichen Stadtansichten.

Nordbahntrasse-Mercedes-Marco-Polo-Horizon-Tisch

Spontan bleiben

Wohnmobil-Stellplatz

Direkt an der Nordbahntrasse und schön im Grünen liegt der WohnmobilPark. Von hier aus können Camper auf der Trasse in Richtung Westen und Wuppertal radeln oder weiter auf der Nordost-Anbindung auf dem Bergischen Panorama-Radweg in Richtung Sprockhövel und Hattingen.