10. Juli 2018
Sport | Aachen

Von Aachen aus
in die ganze Welt

Ob Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Fahren oder Voltigieren: Das Team der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des internationalen Pferdesport-Events CHIO Aachen 2018 ist bei allen Prüfungen dabei und bringt das Turnier vom „heiligen Rasen“ der Aachener Soers in die ganze Welt.

Der CHIO in Aachen und Mercedes-Benz gehören seit 1954 als starke Partner zusammen. Während dieser Zeit hat sich das Reitturnier in der Aachener Soers zu einem Event mit echtem Volksfestcharakter entwickelt. Vom 13. bis 22. Juli ist die Welt des Pferdesports wieder einmal zu Gast in Aachen. Die Mercedes-Benz Niederlassung Aachen sorgt mit 44 Fahrzeugen – vom der Limousine über den Geländewagen bis hin zum Transporter – für den Fahrservice für Sportler und Gäste. „Der CHIO ist für das ganze Mercedes-Benz Team in Aachen und auch für mich persönlich ein absolutes Highlight. Wir freuen uns jedes Mal auch auf die Neuerungen, die sich die Veranstalter ausdenken“, sagt Matthias Hindemith, Leiter der Mercedes-Benz Vertriebsdirektion Rheinland für Pkw. Ein besonderes Highlight: der Mercedes-Benz Nationenpreis. Die Mannschaftsspringprüfung am 19. Juli zählt zu den stimmungsvollen Momenten des CHIO Aachen 2018. Bei der Prüfung unter Flutlicht wird sich zeigen, ob die deutsche Equipe diesen Traditionswettbewerb zum dritten Mal in Folge gewinnen kann.

Weltweite Beachtung für Pferdesport-Event

Neue Apps, neue Veranstaltungsformate, aber auch Altbewährtes prägen das hochkarätige Reitsport-Event. Ein Name, der eng mit der Entwicklung des CHIO Aachen verbunden ist: Niels Knippertz. Der ehemalige Sportreporter, der früher selbst über das Turnier berichtete, kümmert sich inzwischen darum, dass die Welt vom CHIO und dem Geschehen in der Aachener Soers erfährt. Der Pressesprecher und sein Team betreuen nicht nur die 600 akkreditierten Journalisten und Fotografen sowie über 200 TV-Mitarbeiter, sondern berichten auch selbst über die Höhepunkte des Reitturniers und dessen Rahmenprogramm. Mit der Digitalisierung der Medienwelt hat sich auch das Tätigkeitsfeld von Niels Knippertz verändert. Im Interview mit dem Mercedes-Benz Kundenmagazin spricht Knippertz über das Partnerland China, die erweiterten Möglichkeiten für Zuschauer und faszinierende Momente.

Mit 44 Fahrzeugen sorgt Mercedes-Benz für einen hochklassigen Fahrservice für Sportler und Gäste während des CHIO Aachen 2018.
Matthias Hindemith, Leiter der Mercedes-Benz Vertriebsdirektion Rheinland für Pkw, stellt Carl Meulenbergh, Präsident des ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V. (ALRV), 44 Fahrzeuge für das Turnier zur Verfügung, darunter ein Mercedes-Benz G 500 (Kraftstoffverbrauch* kombiniert 12,1 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert 324-249 g/km) und mehrere Modelle der A-Klasse.
Herr Knippertz, was erwartet die Zuschauer in diesem Jahr zur Eröffnung?

Die Geschichte und die Kultur des diesjährigen Partnerlandes China stehen klar im Fokus. Es gibt ein spektakuläres und abwechslungsreiches Showprogramm, das auch Gänsehautmomente garantiert. Natürlich präsentieren sich auch die teilnehmenden Turniernationen.

In rund 140 Ländern werden Bilder vom Reitturnier zu sehen sein. Hat sich Ihre Arbeit mit den Medien vor Ort während der vergangenen Jahre verändert?

Und wie! Um ein breites Publikum auch außerhalb der Stadien in der Soers zu erreichen, setzen wir zum Beispiel verstärkt auf die sozialen Netzwerke. Im Rahmen des Mercedes-Benz Nationenpreises bieten wir einen sogenannten Second Screen an. Über ihre Mobilgeräte können Interessierte das Geschehen während der Springprüfung live kommentieren. Im Second Screen finden sie außerdem viele zusätzliche Informationen. Angebote wie diese werden von einer modernen Veranstaltung wie dem CHIO erwartet.

Bei den Dressurprüfungen kommt die Judging-App zum Einsatz. Welchen Mehrwert bietet diese App?

Unsere Zuschauer können dank dieser gemeinsam mit SAP entwickelten App zum Dressurrichter werden und sind somit noch näher dran am Geschehen. Zudem wird angezeigt, wie die Turnierrichter und die anderen Zuschauer gewertet haben.

Im Mai fand das erste CHIO-Bloggertreffen statt. Was hatte es damit auf sich?

Unser Kontakt zu Bloggern aus dem Bereich des Pferdesports und des Reitsport-Lifestyles sind eine noch recht neue Entwicklung. Inzwischen sind die Social-Media-Stars mit ihren hunderttausenden Followern und Abonnenten in bestimmten Zielgruppen populärer als so mancher Spitzenreitsportler. Die Blogger bieten spannende und kurzweilige Einblicke in den Pferdesport. Von ihnen ging die Idee aus, ein Bloggertreffen auf dem CHIO-Gelände in Aachen zu veranstalten. Eine Anregung, die wir gerne aufgegriffen haben. Zusammen mit ihren Pferden standen die Blogger ihren Fans für Fragen und jede Menge gemeinsame Fotos zur Verfügung. Ein toller Tag!

„Die Blogger bieten spannende und kurzweilige Einblicke in den Pferdesport.“Niels Knippertz

Niels Knippertz ist Pressesprecher beim Pferdesport-Highlight CHIO 2018
Zum CHIO werden rund 600 Journalisten erwartet. Pressesprecher Niels Knippertz und seine Kolleginnen und Kollegen kümmern sich um die Betreuung vor Ort.
Sie haben das Thema Reichweite angesprochen. Lässt sich die mit klassischer Berichterstattung über das Reitturnier noch erreichen?

Die klassischen Medien sind genauso wichtig wie früher, und sie werden auch immer eine hohe Relevanz haben. Aber eben nicht zwingend in alle Zielgruppen hinein. Auch daher ist der Kontakt zu den Bloggern so wichtig. Bilder, die sie posten, gehen in Sekundenbruchteilen um die Welt und erreichen sehr viel mehr Interessierte als wir über unsere offiziellen CHIO-Kanäle. Wir freuen uns sehr, dass wir die Social-Media-Stars zum Turnier erneut auf dem Gelände begrüßen dürfen. Sie bereichern die Berichterstattung über den CHIO, indem sie zum Beispiel auch danach fragen, wo es die schönsten Glitzerstiefel für den Reitsport gibt. Auch das gehört dazu.

Sind die digitalen Möglichkeiten aus Ihrer Sicht Segen oder Fluch?

Es ist großartig, was alles möglich ist mit sozialen Medien. Ein Beispiel: Beim Turnier 2017 postete der Bundestrainer der deutschen Springreiter, Otto Becker, ein Foto von sich aus dem Stall. Solche spontanen, authentischen Einblicke haben wir früher nicht erhalten. Aber natürlich macht es auch jede Menge Arbeit, alle Plattformen mit aktuellen und relevanten Informationen zu bespielen.

Die Entwicklung in der Medienwelt hat auch dazu geführt, dass Sie den traditionellen Medienpreis „Das Silberne Pferd“ in diesem Jahr zu einem Online-Award weiterentwickelt haben.

Ganz genau. Vorgeschlagen und eingereicht werden können einzelne Posts und Beiträge, aber zum Beispiel auch komplette Internetseiten. Teilnehmen können Redaktionen, Blogger und Onliner, aber auch Sportler, Veranstalter und Sponsoren. Unser zweiter Preis, die „Silberne Kamera“ für das beste internationale Pferdesportfoto des Jahres, bleibt in der bekannten Form bestehen.

Haben Sie bei all den Aufgaben rund um die Berichterstattung selbst überhaupt Zeit, einige der großartigen Momente zu genießen, die der CHIO jedes Jahr bietet?

Ich sage das jetzt wirklich nicht, weil ich ein Interview mit dem Mercedes-Benz Kundenmagazin führe, aber insbesondere für eine Veranstaltung nehme ich mir in jedem Jahr Zeit: für den Mercedes-Benz Nationenpreis. Stimmung und Atmosphäre bei der Flutlichtprüfung sind einfach irre. Ich schaffe es in der Regel zwei bis drei Mal für zehn Minuten auf die Tribüne und bekomme so einige der tollsten Momente mit, die ich dann natürlich auch direkt über unsere Social-Media-Kanäle teile.