04. April 2017
Sport | Nürnberg

Im Fokus:
Tor, Puck und Gegner

Raus aufs Eis, schießen, ab auf die Bank – kaum ein Angriff beim Eishockey dauert länger als eine Minute. Das ist Action pur! Mittendrin: Yasin Ehliz. Der Stürmer der Thomas Sabo Ice Tigers ist nicht nur als Profi hoch motiviert: In seiner Freizeit engagiert er sich für den Nachwuchs.

Fünf Tage die Woche trainieren die Thomas Sabo Ice Tigers. Es zählen Ausdauer, Spritzigkeit, Kraft und Taktik. Keine Mannschaftssportart ist schneller, und nur wenige Disziplinen stellen so hohe Anforderungen an die Spieler. Genau darin liegt der Reiz – für die Aktiven und die Zuschauer.

Ein Spiel der Thomas Sabo Ice Tigers
Hat den Puck immer fest im Blick: Yasin Ehliz (rechts), Stürmer bei den Thomas Sabo Ice Tigers.

Wenn die Zuschauer jubeln

„Wenn du triffst und dir in der Halle über 5.000 Zuschauer zujubeln – das ist ein grandioses Gefühl“, erzählt Stürmer Yasin Ehliz. Was auf der Tribüne abgeht, bekommt er allerdings nur in Spielpausen oder nach Abpfiff mit. „Sonst ist man so fokussiert auf seine Aufgabe, dass nur noch Mitspieler, Gegner, Tor und Puck existieren.“ Bereits seit sieben Jahren spielt der 24-Jährige, der mit drei Jahren das erste Mal auf dem Eis stand, für die Thomas Sabo Ice Tigers. Die Hauptrunde der Saison 2016/17 schloss das Team mit dem 3. Platz ab. Im März und April stehen die Playoffs an. „Wir müssen hoch konzentriert sein. Dann haben wir gute Chancen, am Ende vorne dabei zu sein“, sagt Ehliz.

„Meine Lebenseinstellung ist: immer Vollgas geben, mit Herzblut und Leidenschaft!“Yasin Ehliz

Nach den Playoffs will der Spitzensportler dann bei der Weltmeisterschaft durchstarten. Ausgetragen wird sie vom 5. bis 21. Mai 2017 in Deutschland und Frankreich. Seine erste WM spielte der gebürtige Bad Tölzer vor drei Jahren in Minsk. „Obwohl wir leider schon in der Vorrunde ausgeschieden sind, war das eines der besten Ereignisse bisher in meiner Karriere. Als Nationalspieler aufs Eis zu dürfen, das ist überwältigend.“ Ebenfalls unvergesslich für Ehliz: das „DEL Winter Game 2013“. 50.000 Zuschauer verfolgten das Spiel zwischen den Thomas Sabo Ice Tigers und den Eisbären Berlin im Nürnberger Fußballstadion. „Die Atmosphäre war so schon einzigartig, und dann haben wir auch noch gewonnen…“

Der Yasin-Ehliz-Cup in Bad Tölz

Leidenschaftlich und hoch motiviert agiert Ehliz auf dem Spielfeld. Genauso viel Herzblut steckt er aber auch in die Jugendarbeit. „Beim Abendessen mit meiner Familie haben wir uns überlegt, wie wir dem EC Bad Tölz – meinem Heimatverein – etwas zurückgeben können. Da entstand die Idee für ein Jugendturnier.“ Vor drei Jahren rief er den Yasin-Ehliz-Cup ins Leben. 2016 kamen 16.000 Euro für die Förderung des Nachwuchses zusammen. „Das macht mich wirklich stolz. Und die Jungs haben so viel Freude bei dem Turnier.“ Das Highlight für die Nachwuchssportler: wenn Yasin Ehliz bei ihnen in der Kabine vorbeischaut und ihnen Glück fürs Spiel wünscht.

Die Young Ice Tigers
Auch die Young Ice Tigers waren beim Yasin-Ehliz-Cup in Bad Tölz mit am Start.
Yasin Ehliz von den Thomas Sabo Ice Tigers
Yasin Ehliz

Lust auf Eis?

Ihr Kind fährt leidenschaftlich gerne Schlittschuh und liebt Eishockey? Der EHC 80 Nürnberg bietet für alle Jungen und Mädchen ab vier Jahren die Ausbildung zum Schlittschuhläufer und Eishockeyspieler an. Hier alle wichtigen Infos rund um den Einstieg:

Optimales Alter

Kinder sollten nach Möglichkeit früh das Schlittschuhlaufen lernen. Das perfekte Alter ist zwischen drei und sechs Jahren. Natürlich ist der Einstieg auch später möglich.

Schnuppertraining

Anfangs ist keine komplette Ausrüstung nötig. Fahrradhelm, Knie- und Ellbogenschützer, wasserfeste Handschuhe und Schlittschuhe sind allerdings Grundvoraussetzung. Ausrüstung kann auch vom Verein ausgeliehen werden.

Trainingszeiten

Das Training wird zwei- bis dreimal wöchentlich für Kinder der Eishockeyschule angeboten. Normalerweise verbringt ein Kind mindestens zwei Jahre in der Laufschule. Je nach Fortschritt steht am Ende der Übertritt in eine der Eishockeymannschaften.

Verletzungsrisiko

Eishockey weist statistisch weniger Verletzungen auf als Fußball und Handball. Das liegt in erster Linie an der vorgeschriebenen Ausrüstung.