01. Juli 2016
Sport | München

Schwungschule

Martina Eberl ist Deutschlands erfolgreichste Golferin. Uns verrät sie, was den perfekten Golfschwung ausmacht und wie er gelingt.

„Der ideale Schwung fühlt sich wundervoll an, er ist weich und locker. Obwohl man den Ball nur leicht spürt, fliegt und fliegt er. Du weißt sofort, das war perfekt.“ Wer Martina Eberl über Golf sprechen hört, der will sofort aufs Grün, sich einen Schläger greifen und ein paar Bälle schlagen. „Dieser Sport ist mein Leben, meine Bestimmung“, sagt sie. Deshalb gründete die Ausnahmeathletin nach ihrer Profikarriere eine Golfakademie und gibt ihr Wissen weiter.

Auf die Basics kommt es an

„Am wichtigsten sind beim Golf die Basics. Dazu zählen unter anderem Ansprechposition, Griffhaltung und Stand. Die Grundlagen sollte man von Anfang an richtig lernen, sonst wird es schwierig mit einem erfolgreichen Golfschwung – ob mit Eisen oder Driver.“ Schließlich gilt er als einer der komplexesten und schwierigsten Bewegungsabläufe.

Neben der Technik ist der Rhythmus der Schlüssel zum Erfolg. „Geht dieser verloren, merkt man das auch dem Schwung an.“ Aber was versteht man eigentlich darunter? „Hüfte, Schultern, Arme, Hände und Schlägerkopf arbeiten synchron zusammen. Die Drehung ist rund. Es ist einfach alles im Fluss.“

Auch beim Golf gilt: Übung macht den Meister. Die Turniere beim After Work Golf Cup (AWGC) von Mercedes-Benz bieten die perfekten Gelegenheiten.

Martina Eberl arbeitet heute als Golftrainerin
Handfeste Hilfestellung: Martina Eberl gibt in ihren Kursen Tipps zu korrekten Bewegungsabläufen.

Martina Eberl gibt Tipps zum Golfschwung

Wie gelingt ein toller Golfschwung? Martina Eberl erklärt ausführlich, worauf es ankommt.

Technik: Worauf es ankommt

Tiefpunkt

Beim Schwung mit dem Eisen wird eine Kurve beschrieben, deren Tiefpunkt erst nach der Berührung mit dem Ball liegt.

Durchziehen

Der Schläger sollte im Treffmoment schneller sein als im Rückschwung. Wird der Schwung zum Ball hin langsamer, verschenkt man wertvolle Energie.

Analysieren

Flugbahn und -richtung sagen viel über den Schlag aus. Fliegt der Ball nach links, ist der Schläger im Treffmoment vermutlich zu stark nach links ausgerichtet.

Körpereinsatz

Koordinativ ist der Golfschwung ist sehr anspruchsvoll. Wichtig: Er kommt aus dem ganzen Körper und nicht nur aus den Armen.

Fotos: © Frank Föhlinger