10. August 2016

Donau Masters:
Die Oldtimerrallye für den guten Zweck

Im Oldtimer von Ulm nach Budapest: Die Donau Masters begeistert die Fans klassischer Automobile und fasziniert die Zuschauer. Doch nicht nur der Fahrspaß steht im Mittelpunkt der außergewöhnlichen Oldtimerrallye entlang der Donau: Ein Gespräch mit den Organisatoren Manfred Hommel, Horst Holland und Florian Ilg, denen die Förderung sozialer Einrichtungen für benachteiligte Kinder besonders am Herzen liegt.

Vom 14. bis 17. Juli führte die Oldtimerrallye Donau Masters knapp 80 Oldtimer von Ulm über Regensburg und Bratislava nach Budapest. Fast 1.000 Kilometer wurden dabei zurückgelegt. Dank der schönen Landschaften, anspruchsvollen Fahrerprüfungen, einer Nachtetappe und zwei Polizeieskorten sammelten die Teilnehmer unvergessliche Eindrücke.

Was macht die Faszination der Donau Masters aus?

Die Tour führt durch vier Länder, immer entlang der Donau: Die Strecke ist landschaftlich sehr reizvoll und abwechslungsreich. Es ist eine bunte Mischung aus bergig und flach, Land und Stadt. Sehr spannend.

Was sind die Highlights der dreitägigen Oldtimerrallye?

Die Donau Masters bietet viele Erlebnisse, die nicht alltäglich sind und die man sich nicht kaufen kann. Wir starten auf dem Ulmer Münsterplatz, fahren dann in den Abend hinein und kommen gegen 21 Uhr auf Schloss Thurn und Taxis an. Zu den weiteren Höhepunkten zählen die Polizeieskorten bei den Zielankünften in Bratislava und Budapest. Das ist wirklich ein tolles Feeling für die Teilnehmer, wenn sie mit ihren Oldtimern über die abgesperrten Straßen fahren und die Zuschauer am Rand winken und Beifall klatschen. Auch die Wertungsprüfungen, davon eine auf dem Slowakiaring, zeichnen die Rallye aus.

Was sind die Ziele des Events?

Das soziale Engagement liegt uns besonders am Herzen. Wir fahren für benachteiligte Kinder und spenden insgesamt 10.000 Euro an soziale Einrichtungen. Die Summe wird aufgeteilt, 2.500 Euro in jedem Land, das wir durchfahren. In diesem Jahr haben wir unter anderem auch Integrationsprojekte für Flüchtlinge begünstigt. Weitere Ziele sind die Erhaltung klassischer Automobile, der Austausch von Kultur und Wirtschaft in den Donaustaaten und die Förderung der europäischen Idee.

Wie ist die Donau Masters entstanden?

Sie ist das Baby von Manfred Hommel, dem damaligen Niederlassungsdirektor Mercedes-Benz Ulm/Schwäbisch-Gmünd. Auf der Rückfahrt von der „Mille Miglia“ kam ihm und seinem Freund Harry Seifert die Idee: Warum nicht eine Oldtimerrallye von Ulm aus, 1.000 Kilometer an der Donau lang? Da sind sie relativ schnell auf Budapest als Zielort gekommen. 2006 startete dann die erste Donau Masters Ulm–Budapest.

Die Organisatoren der Donau Masters: Host Holland und Florian Ilg (von links)
Die Organisatoren der Donau Masters: Horst Holland und Florian Ilg (von links).
Die zehnte Rallye ist gerade vorbei – wie sieht Ihr Fazit aus?

In den ersten zwei Tagen hatten wir noch unglaubliches Glück mit dem Wetter, ab Samstagmittag leider nicht mehr. Wir sind deswegen sehr froh, dass alle Teilnehmer die letzte Etappe bis Budapest gut gemeistert haben. Begeistert sind wir auch von den tollen Ergebnissen der Fahrer bei den Wertungsprüfungen. Um unter die Top Ten zu kommen, durfte die kumulierte Abweichung nicht höher als zehn Sekunden bei allen fünf Wertungsprüfungen sein.

Was haben Sie sich für die Zukunft vorgenommen?

Wir möchten die Tour Ulm–Budapest regelmäßig veranstalten, idealerweise im Rhythmus von zwei Jahren. Jedes Jahr nach Budapest zu fahren, ist leider nicht möglich. Dafür ist der Aufwand einfach zu groß. Sicher ist, dass es auch 2017 eine Donau-Masters-Oldtimerrallye gibt, jedoch nicht mit dem Ziel Budapest. Vielleicht geht’s nächstes Jahr über die Alpen nach Salzburg oder Tirol, wir werden sehen. Für 2018 haben wir uns wieder Ulm–Budapest fest vorgenommen.

Die Route: Von Deutschland über Österreich nach Ungarn
Donau Masters 2016: von Ulm über Regensburg und Bratislava nach Budapest
Jeder Oldtimer bekam bei der Donau Masters eine Nummer
Donau Masters 2016 – Streckendetails
  • Start, Tag 1: Ulm, Münsterplatz Entfernung bis Regensburg: 206 Kilometer
  • Etappenziel Tag 1: Regensburg, Schloss Emmeram Entfernung bis Bratislava: 493 Kilometer
  • Etappenziel Tag 2: Bratislava, Galeria Eurovea Entfernung bis Budapest: 204 Kilometer
  • Ziel, Tag 3: Budapest, Heldenplatz Entfernung bis Ulm: 903 Kilometer
  • Website: Donau Masters

Fotos: © Jan Scheutzow